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Die Boulevard-Tragödie des Jan Ullrich: “Es ist die Sucht nach Klicks, die uns in Teufels Küche führt”

Jan Ullrich und der Boulevard – geopfert für Quote, Klicks, Auflage?
Jan Ullrich und der Boulevard - geopfert für Quote, Klicks, Auflage?

Die Geschichte des einstigen Rad-Stars Jan Ullrich, der sich Zugang zum Anwesen von Til Schweiger verschafft hat, ist ein Boulevard-Stück wie aus dem Bild(er)-Buch. Aber gibt es nicht auch eine Grenze, an der Medien eine Verantwortung für die Objekte ihrer Berichterstattung haben? Der Kommunikationsexperte und Autor Mike Kleiß kennt Jan Ullrich persönlich und meint in einem Gastbeitrag für MEEDIA: Die Grenze des Erträglichen ist überschritten.

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 Ein Gastbeitrag von Mike Kleiß

Wer sich mit Verlagen auskennt, wer täglich mit ihnen zutun hat weiß: Die Not ist groß. Es muss Geld in die Kassen. Die Printauflagen sinken dramatisch, während die neuen Konzepte der Monetarisierung der Digitalplattformen noch nicht greifen. Zumindest die Löcher nicht stopfen können, die durch den Rückgang von Print entstanden sind. Jeder Klick zählt, und die Tragödie um Jan Ullrich zeigt: Nicht nur der Boulevard hat sichtbar große Sorgen. Auch die sogenannten Qualitätsmedien werden zu Süchtigen. Sie hängen an der Nadel des klickwilligen Konsumenten.

So weit so schlimm.

Doch wer süchtig ist, stürzt sich scheinbar gerne auf einen Süchtigen. Oder anders: Wer schwach ist, findet immer noch einen Schwächeren, um von sich abzulenken. Bereits das Beispiel Boris Becker hat gezeigt: Jedes Klickmittel ist recht. Man macht nicht einmal mehr vor Deutschlands Idolen, Vorbildern, Ikonen halt. Ich habe Boris Becker kennenlernen dürfen, und auch Jan Ullrich. Beide haben gemeinsame Schnittmengen: Sie wurden als Kinder zu Sport-Stars. Sie wurden über Nacht verehrt wie Könige, sie waren bekannter als Bundeskanzler oder Präsidenten, sie wurden heftiger gefeiert als jeder Popstar. Sie waren Kinder, die ihre Kindheit nie gelebt haben. Sie haben dann ihre Kindheit ausgelebt, als sie erwachsen waren. Ich habe Boris Becker an Poker-Tischen spielen sehen. Mit kindlicher Freude. Ich habe mit Jan Ullrich gesprochen, er hatte die Unbekümmertheit eines Teenagers. Ich mag große Jungs, denn sie sind eines: Echt! Und ich würde nie auf die Idee kommen, sie deshalb zu verhöhnen. Boris Becker hat sich seine Fehler eingestanden. Auch Jan Ullrich hat dies stets getan. Und alle haben davon profitiert. Die Medien, die ihre Geständnisse publizierten. Die Protagonisten, weil sie ein Stück mehr erwachsen wurden.

An ihren Fehlern wuchsen und reiften. Ein vielleicht gerade noch fairer Deal, wenn man das Argument gelten lassen will, dass auch zum Beispiel Jan Ullrich eine öffentliche Person ist, über die berichtet werden darf. Viel wert scheinen Freundschaften in diesen Kreisen definitiv nicht zu sein. Jan Ullrich hatte immer guten Kontakt, pflegte immer auch Freundschaften zu einigen Redakteuren. Auch Til Schweiger nannte er einen Freund. Dieser Freund hat ihn an den Boulevard verkauft, um selbst eine reine Weste zu behalten. Bis heute ist nicht geklärt, was eigentlich auf Mallorca geschah. Und ganz ehrlich? Es hat im Grunde auch niemanden zu interessieren.

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Klare Jacke: Wer bei wem klingelt, wer bei wem aufs Grundstück geht und warum, das muss uns alle nicht interessieren. Und wenn man Freunde an die Presse ausliefert, dann sollte man sich grundsätzlich Gedanken darüber machen, was Freundschaft überhaupt bedeutet. Ohne philosophisch werden zu wollen: Ist es vielleicht so, dass uns Facebook lehrt was Freundschaft noch für eine Rolle spielt? Mit einem Klick ist man einen Freund los. Mit einem Klick hat man den nächsten Freund. Klicks sind das neue Gold der Verlage. Je mehr Klicks, desto mehr Reichweite. Und nur die zählt. Es ist die Sucht nach Klicks, die uns in Teufels Küche führt. Es ist die Sucht von Jan Ullrich, die ihn genau dort hingeführt hat. Mich schmerzt das, und zwar beides. Mir tut es weh zu sehen, dass große Verlage sterben. Dass sie mehr und mehr über Leichen gehen, um sich zu retten.

Sie opfern Ikonen und Vorbilder wie Jan Ullrich. Redakteure, die als Jugendliche Jan Ullrich bei jeder Etappe der Tour im TV gesehen haben, deren Idol er war, sitzen plötzlich bei ihm auf dem Schoß in seiner Finca. Nicht um ihm zu helfen, sondern um ihn zu opfern. Um ihn der Quote zu opfern. Ist das nicht fast noch trauriger, als Jan Ullrichs eigene Geschichte? Mir tut es weh zu sehen, wie Verlage mit der Krankheit Alkohol umgehen. Anstatt Aufklärungsarbeit zu leisten – und das wäre ihre Pflicht – suhlen sie sich im Leid eines gefallenen Stars. Es sieht so aus, als ob viele aus dem Fall Robert Enke nichts gelernt haben. Tabuthemen werden erst dann ordentlich aufgearbeitet, wenn es zu spät ist. Alkoholismus ist ebenso tabu wie Depressionen. Ich empfehle dringend den Stecker zu ziehen. Verlage müssen dringend Verantwortung übernehmen.

Und die Verantwortung im Fall Jan Ullrich heisst: Schnauze! Und Rückzug! Heute schrieb mir ein enger Freund von Jan Ullrich, der sich nicht namentlich öffentlich äußern will: „Meiner Meinung nach hätte die Presse damals helfen können, als sie aus Jan dem Helden der Nation den Arsch der Nation gemacht haben! Damit hätte sich aber vielleicht nicht so viel verdienen lassen, als mit fetten Negativ-Schlagzeilen. Jan braucht Hilfe. Aber sicher nicht aus der Öffentlichkeit und den Medien.“ So schreiben nur echte Freunde. Und ich bin froh, dass Jan Ullrich diese Freunde hat.

Zum Autor: Mike Kleiß ist Kolumnist des Tagesspiegel in Berlin. Er schreibt für verschiedene Verlage, ist Buchautor, und ist Gründer der Kommunikationsagentur Medienhafen Köln.   

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Alle Kommentare

  1. Till Schweiger ist so scheinheilig: Will offene Grenzen für alle dahergelaufenen Migranten aber ruft sofort die Polizei wenn Jan Ullrich mal über seinen Zaun klettert.

      1. Ob Schweiger privat großzügig oder kleinkariert ist – wen juckt es. Der Punkt ist, dass er den noch prominenteren Nachbarn der Presse zum Fraß vorgeworfen hat. Das war berechnend, aber nicht scheinheilig.

      2. Was? Ihnen ist schon klar, dass Ullrich in Spanien wohnt? Wenn er kein Migrant sein soll, wüsste ich gern wer denn überhaupt einer ist?

      3. Im oben gemeinten Sinn: ein Nicht-EU-Bürger, der in einem EU-Staat einen Asylantrag stellt, um dauerhaft bleiben zu können.

      4. Wie bitte, Denkfehler vom 8. um 9.51 Uhr? Ullrich ist mitnichten „ein Nicht-EU-Bürger, der in einem EU-Staat einen Asylantrag stellt, um dauerhaft bleiben zu können“, sondern ein EU-Bürger, der sich in einem anderen EU-Land niedergelassen hat! Damit erübrigt sich auch die Behauptung von „RTE2018“, dass er „Flüchtling“ ist, egal, ob für „Almans“ oder nicht, denn innerhalb der EU gelten Reise- und Niederlassungsfreiheit.

      5. Heilige Einfalt, ich habe doch nicht ULLRICH als Asylbewerber bezeichnet, sondern diesem Denk Robert seine Frage beantwortet, wer denn überhaupt ein Migrant IST. — Got it?

      6. Aber er macht sooo ein trauriges Gesicht! Gucken sie sich doch nur die Bilder an! Nur rechte Hetzer fragen nach Staatsbürgerschaft, Identität oder rechtlichen Grundlagen. Wer möchte den kleinen Ulle nicht mal drücken und ihm einen Teddy schenken?

    1. Lieber RTE2018
      Tut es eigentlich weh, wenn man durchs Leben gehen muss ohne jemals irgend etwas zu verstehen?

    2. Til Schweigers Niveau war bekannt. Mit seinem letzten Facebook-Post, die Bunte-Redakteurin sei eine “Verf***** Schl****” hat er das maximale Negaitvniveau erreicht.

      Sowohl ARD wie ZDF sind nun in der Pflicht, sämtliche Verträge, Aufträge, ja die gesamte Zusammerbeit mit ihm zu streichen. Schweigers Umgang mit einer kritischen Presse darf nicht folgenlos bleiben. Ein Vorbild für junge Menschen MUSS sich anders verhalten.

      DAS wäre meine sinnvolle Konsequenz aus dem Fall Ullrich.

  2. Ob Jan Ullrich seine Fehler immer offen zugegeben hat – darüber lässt sich sicher streiten. Nichtsdestotrotz: 3x Bild-Titel zu diesem Thema, immer auf die Zwölf, von allen anderen Medien ebenso aufgenommen und wenig kontrovers diskutiert – ein Paradebeispiel für des einen Leid & des anderen Glück in Zeiten von Sommerloch & Co.. Wo ist nur die Haltung & Verantwortung gegenüber einem einstigen deutschen Spitzensportler geblieben…

  3. Ich kenne beide nicht. Ich weiß aber, dass man einen Alkoholiker nur dann helfen kann, wenn man ihn so heftig mit seinen Problemen konfrontiert, das der einknickt und bereit ist eine Therapie zu machen. Keine Ahnung ob Till Schwaiger das wollte, aber es ist ihm gelungen. Vielleicht war es ein Freundschaftsdienst.

  4. Es ist ja sehr nett gemeint Herr Kleiß, aber Herr Ullrich hat massiven Betrug an Zuschauern und jungen Sportlern und einem großen Teil der Öffentlichkeit begangen /natürlich wie alle anderen auch/ und er hatte nie den Mut gefunden reinen Tisch zu machen. Seine ewig gleichen Eingeständnisse langweilen mittlerweile aber überzeugen können sie schon lang nicht mehr. Falls er nicht bereut soll er es sagen, das wäre immer noch besser als stets den geläuterten zu makieren. Leider scheint es als ob Herr Ullrich der seinen Reichtum allein dem öffentlichen Interesse zu verdanken hat, zu wenig Intelligenz, Charakter und zu viele leider schlecht kanalisierte um nich zu sagen kriminelle Energien besitzt um eine aufrechte Person zu sein zu der es sich lohnt aufzusehen. Traurig aber wohl nicht zu ändern.

  5. Hallo das ist wohl das berühmte Sommerloch.Erst wird tagelang über den blöden Özil berichtet und jetzt über Ullrich. Haben wir keine anderen Probleme

  6. In jeder Krise steckt auch eine Chance. Als prominente Persönlichkeit könnte man z.B. die Kommunikationsagentur von Kleiß engagieren. Es gibt nicht nur Hering und Schupener für Krisen-PR-Situationen, jene Agentur, die vom DFB verpflichtet wurde.

  7. Wenn es um Klickhurerei geht, sind alle Meedien, die Rechtsradikale in ihren Foren bei der Verfolgung ihrer Medienstrategie Artikel für Artikel gewähren lassen, die allerletzten, die mit dem Finger auf andere zeigen dürf(t)en.

    1. Sehr richtig; auch wenn sich „Medien“ nur mit zwei e schreibt, aber als Seitenhieb auf meedia.da durchaus akzeptabel ist! Mir scheint allerdings, dass dieses Gewährenlassen von dieser Plattform aus irgendwelchen Gründen gar nicht so unerwünscht ist.

      1. Bekommt man in linksradikalen Organisationen eigentlich automatisch eine Führungsposition, wenn man kleine, einfache Texte unfallfrei schreiben kann?

      2. Auch gut beobachtet, das dachte ich auch schon, insbesondere, weil ich auf den erneut genauso ausgerichteten Kommentar, der auf Ihren folgt, gar nicht mehr antworten kann. Der Thread scheint hier beendet zu sein.

        Daher an dieser Stelle auch den Herrn RTE2018:

        RTE2018: “Bekommt man in linksradikalen Organisationen eigentlich automatisch eine Führungsposition, wenn man kleine, einfache Texte unfallfrei schreiben kann?”

        Wer etwas gegen Faschismus hat, kann nur noch links und dann auch nur radikal sein. Zumindest nach der rechten Propaganda-Strategie:

        “Wir tun so, als gäbe es außer uns brav Besorgten nur Linksradikale, dann werden sich schon einige überzeugen lassen, uns ihre Stimmen zu geben (selbst wenn wir sie für diese Einfältigkeit eigentlich verachten und ihnen danach den ihnen angemessenen Platz anweisen und ihr Sozialsystem weiter runterrocken. Immerhin erlauben wir ihnen, ihre berechtigte Wut darüber gegenüber Sündenböcken auszulassen)”.

        Hey felix Austria, die FPÖ geht schon mal voran: 60-Stunden-Woche bei gleichzeitigem Sozialabbau und sinnlosen Schikanen für Flüchtlinge, nebst registrieren von “Käufern koscheren Fleischs”. Das muss diese Alternative zum Bestehenden sein, von der immer geredet wird.

      3. Jajaja, alles, was nicht Ihrer Meinung entspricht, ist “Faschismus”.

        Diese linksradikale Masche hat sich mittlerweile totgelaufen.

        Bonusfrage: Wenn Sie so besorgt über Sozialabbau sind, sollte dann die Zuwanderung von unqualifizierten Migranten gestoppt werden? Oder glauben Sie immer noch, die seien Fachkräfte und würden einen wirtschaftlichen Nutzen bringen? 😀

      4. Da fehlt ein „nicht“ in Ihrer Frage, RTE2018, aber das nur nebenbei und im Hinblick auf unfallfreies Schreiben. Zur Frage selbst: Es ist immer wieder seltsam, dass Sozialabbau und Migranten in einen Topf geworfen bzw. letztere für ersteres verantwortlich gemacht werden.

        Vermutlich sind Sie noch nicht so alt, weswegen daran erinnert sein mag, dass der Sozialabbau schon viel, viel länger durchgezogen wird als es Migration gibt! Ich könnte sogar eine konkrete Jahreszahl nennen, ab der das spätestens begann, aber eigene Recherchen können ja manchmal das eigene Bildungsniveau steigern helfen.

        Was nun den Faschismus angeht, so gibt es z. B. folgende Definition dafür: „Eine Ideologie, die extrem nationalistisch, nach dem Führerprinzip organisiert, antiliberal und antimarxistisch ist und die parlamentarischen Demokratien abzulösen sucht.“ Usw.

        Interessant ist auch, was die Geschwister Scholl und die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ über den Nationalsozialismus und damit den Faschismus sagten: „Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist. Es ist falsch, wenn man von einer nationalsozialistischen Weltanschauung spricht, denn, wenn es diese gäbe, müsste man versuchen, sie mit geistigen Mitteln zu beweisen oder zu bekämpfen – die Wirklichkeit aber bietet uns ein völlig anderes Bild: schon in ihrem ersten Keim war diese Bewegung auf den Betrug des Mitmenschen angewiesen, schon damals war sie im Innersten verfault und konnte sich nur durch die stete Lüge retten.“

        Eine gleichermaßen entlarvende wie vorausschauende Definition!

      5. PS: „Wir tun so, als gäbe es außer uns brav Besorgten nur Linksradikale, dann werden sich schon einige überzeugen lassen, uns ihre Stimmen zu geben.“

        Sie merken gar nicht, wie sehr Sie dieser Strategie schon aufgesessen sind, RTE2018. Ihr „Diese linksradikale Masche hat sich mittlerweile totgelaufen“ beweist das eindrücklich!

        Manchmal hilft es übrigens, einen Kommentar erst zu lesen (und inhaltlich völlig verstanden zu haben!), bevor man antwortet! Hat man das nicht, können Antworten eigentlich nur in die Hose gehen.

      6. Kommentare erst zu lesen und dann auch noch zu verstehen, das ist für RTE2018 eindeutig zu viel verlangt! Nicht nur intellektuell, sondern sonst käme er/sie ja mit dem Stalken von Ronald und mir nicht mehr nach. Einen Klecks braunen Senf hinterlassen und weiter nach dem nächsten Kommentar suchen, das reicht ihm/ihr.

      7. Nein, Ronald, *Sie* merken nicht, wie psychotisch Ihr Verhalten ist, wenn Sie an jeder Ecke in Ihren politischen Gegnern “Faschisten” zu erkennen meinen.

        Bleiben wir ruhig bei Ihrer Faschismus-Definition: „Eine Ideologie, die extrem nationalistisch, nach dem Führerprinzip organisiert, antiliberal und antimarxistisch ist und die parlamentarischen Demokratien abzulösen sucht.“

        Welche Parteien haben Ihrer Meinung nach in Deutschland faschistische Ideologie? Die AfD? Die CSU? Vielleicht sogar Wagenknechts neue Linken-Sammlungsbewegung? 😉

        Ist Trump ein Faschist? (Folgt das, was er tut, überhaupt einer Ideologie?)

        Zeigen Sie mir mal die angeblichen “Parteiführer” und Belege dafür, dass irgendwelche Ihrer imaginierten Faschisten die parlamentarische Demokratie abschaffen wollen.

        2016 dachte ich noch, dass sich die Linken nach einem kurzen Schock wegen Brexit und dann Trump irgendwann wieder einkriegen und man mit ihnen wieder wie mit normalen Menschen reden kann. Aber da lag ich wohl falsch, bei Ihnen hat sich eine richtige Massenpsychose entwickelt, und die wird mit der Zeit auch noch schlimmer anstatt abzuklingen. Gruselig.

        Bonus zum Thema Sozialabbau: Blabla, jaja, Sozialabbau gab es auch schon vor 2015 und Vergewaltigungen gab es auch schon vor 2015. Stimmt ja alles. So richtig wie banal. Aber seit 2015 wurden ungefähr 1,5 Millionen Migranten zusätzlich nach Deutschland gelassen, von denn zwei Drittel Hartz4 oder Hartz4-ähnliche Leistungen beziehen. Glauben Sie, das stärkt oder schwächt die Sozialsysteme? Wollen Sie weiter unkontrolliert und unbegrenzt Einwanderung von Unqualifizierten zulassen bis die Sozialsysteme zusammengebrochen sind? Welcher Baustein *Ihrer* Ideologie ist Ihnen wichtiger? Ein üppiger Sozialstaat? Oder offene Grenzen für alle? Sie müssen sich zwischen einem von beiden entscheiden, haben Sie das überhaupt schon begriffen? Oder leugnen Sie in Ihrer Psychose die Realität?

      8. Dürfen wir Sie, werte(r) RTE2018, zunächst einmal fragen, wer Ihnen den Griffel geführt hat?

        Wir kennen Sie hier als substanz-, niveau- (und mitunter auch hirn)losen Pöbler, der sich anfangs hinter einem pseudo-türkischen Hintergrund versteckte, wahrscheinlich, um Ihre „wahre Identität“, nämlich eine Zweitidentität eines hier bereits einschlägig bekannten Kommentators, nicht zu offenbaren und um als diese Zweitidentität hier mal „so richtig die Sau herauszulassen“.

        Wir kennen Sie als jemanden, dessen Kommentare so voraussehbar wie albern daherkommen, und beim Kommentieren in alle nur möglichen Fallen tappt, die man Ihnen hinstellt. Wir erinnern hier an Ronalds mehrfache Hinweise auf das absinkende Niveau von Antworten, wenn man den Kommentar, auf den man antworten möchte, nicht verstanden hat und trotzdem antwortet. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es mit Bravour geschafft, in alle Fallen hineinzutappen und das Niveau abzusenken! Bis auf eine, aber die haben Sie vermutlich übersehen, sonst hätten sie diese auch noch geschafft.

        Und nun plötzlich solch ein langer Text? Da ist wohl Ihre Erstidentität mit Ihnen durchgegangen, also derjenige, dessen Sockenpuppe, wie man Zweitidentitäten auch nennt, Sie sind. Deshalb auch die eingangs gestellt Frage, wer Ihnen den Griffel geführt hat. Und bei dieser Gelegenheit gleich eine zweite: Sind Sie Psychologe?

        Dann erklären uns allen doch bitte einmal genau, was eine Psychose bzw. sogar „eine richtige Massenpsychose“ ist oder zumindest, was das Ihrer Ansicht nach ist! Wir hören und sind sehr gespannt! Um Ihnen ein klein wenig Hilfestellung zu bieten: Allein, was die Ursachen einer Psychose anbelangt, können Sie mit Ihrer Diffamierung, und das ist es, was Sie betreiben, gar nicht recht haben!

        Wir könnten Ihnen übrigens auch gern eine Ferndiagnose mittels eines weiteren Kommentars zukommen lassen, also eine Charakteristik Ihrer selbst, Ihrer psychischen Auffälligkeiten, Gebrechen usw. Wir unterlassen es jedoch, weil wir von Ferndiagnosen wenig halten, auch wenn bereits mehr als genügend Anhaltspunkte vorliegen, eine solche zu stellen. Das bürge allerdings für Sie die „Gefahr“, sich hier nicht mehr blicken lassen zu können, zumindest nicht unter Ihrem derzeitigen Namen. Wir sind uns zwar sicher, dass Ihre Abwesenheit eher positiv wahrgenommen werden würde, aber da wir auch die Gefahr sehen, die darin liegt, mit einer so plötzlichen Diagnose konfrontiert zu werden, unterlassen wir dies Unterfangen.

        Unterlassen werden wir übrigens auch, inhaltlich auf Ihren langen Text einzugehen. Schade, so viel Arbeit aber auch! Aber 1. gibt es bereits genügend Informationen z. B. darüber, welche (nicht „imaginierten“, sondern im Gegenteil sehr reale) Politiker (und deren Wähler nicht zu vergessen!) „die parlamentarische Demokratie abschaffen wollen“, und 2. denken wir nicht in Kategorien wie „Entweder – Oder”. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß!

        Dass Sie uns nun widersprechen wollen, ist Ihr gutes Recht. Aber uns scheint zudem, dass Sie sowieso nicht an Antworten interessiert sind, weil Ihr Weltbild, in dem es eben nur ein Entweder-oder und nur ein Schwarz-Weiß gibt, keine Kritik zulässt und Sie sowieso nur recht behalten wollen.

        Aber diesen Gefallen werden wir Ihnen nicht tun.

  8. Das große Problem der Verlage und dem journalistischen Personal: Sie erkennen nur die Vorzüge der Pressefreiheit. Dass damit Verantwortung verbunden ist (“Nachteil”), wollen sie nicht akzeptieren. Wer dieses Thema anspricht ist antidemokratisch, rechtsradikal und ewig gestrig.

    Und mittlerweile arbeiten ja kaum noch Journalisten in den Verlagen, die wurden großteils (aus Altersgründen?) entlassen. Das sind CMS-Befüller, PR-Profis und SEO-Experten. Journalistische Regeln sind nur einengend und stören die Geschäfte.

    1. Auch wenn Ihre „Analyse“ im zweiten Teil Ihres Kommentars gar nicht so falsch sein mag, handelt es sich jedoch hier, im Falle des Themas dieses Beitrags, ausschließlich um ein einziges Blatt, nämlich das mit den großen Lettern und Bildern. Sagen Sie genau das denen mal, im Besonderen dessen Chefredakteur, und Sie bekommen von mir jegliche Unterstützung!

      Ihre „Analyse“ im ersten Teil Ihres Kommentars ist dagegen wenig hilfreich. Besonders der Satz: „Wer dieses Thema anspricht ist antidemokratisch, rechtsradikal und ewig gestrig.“ Was wollen Sie denn ansprechen?

      Falls es das sein sollte, dass die Presse Ihnen nach dem Mund zu reden hat, Sie damit direkt oder indirekt die Pressefreiheit abschaffen wollen (und leider deckt diese auch solche Schmutzblätter wie das Genannte!), wäre das in der Tat „antidemokratisch, rechtsradikal und ewig gestrig“!

      1. Genau, die Presse hat schließlich selbstgerechten Links-“Intellektuellen” wie Ronald nach dem Mund zu reden! Nur das ist progressiv und humanistisch.

      2. Wenn der Verfasser einer Antwort auf einen Kommentar mit dem intellektuellen Niveau des Vorredners nicht mithalten kann, aber trotzdem unbedingt das letzte Wort behalten will, bleiben nur noch Häme und Polemik übrig. Und mit jeder weiteren Antwort senke das Niveaus unweigerlich.

        Stattdessen werde ich mich nun beruhigt zurücklehnen und aus der Ferne beobachten, wie das intellektuelle Niveau hier immer weiter absinkt, und das gilt auch für Ihre Kommentare weiter oben, die einfach zu nichtssagend sind, um darauf einzugehen. Und übrigens wenigstens einen Fehler beinhalten, den auch der Klaus immer wieder macht!

  9. Medien haben zu berichten und zu kommentieren ,im Idealfall hat dies von einander getrennt zu geschehen. Ulrich ist eine Persönlichkeit des öffentlichen Interesses und hat an diesem nicht unerheblich verdient, ihn jetzt von der Berichterstattung ausnehmen zu wollen ist naiv und wird ( Gott sei dank ) auch nicht geschehen , das ich mir einen Menschen( Menschheit wünschen würde die sich für so einen Schmarrn nicht interessiert bleibt dafür unberührt.

  10. Lieber Herr Kleiß,

    ich danke Ihnen für Ihnen Artikel. Es tut gut zu wissen, dass es “dort draußen” noch vernünftige Menschen gibt.

  11. Til Schweigers Niveau war bekannt. Mit seinem letzten Facebook-Post, die Bunte-Redakteurin sei eine “Verf***** Schl****” hat er das maximale Negaitvniveau erreicht.

    Sowohl ARD wie ZDF sind nun in der Pflicht, sämtliche Verträge, Aufträge, ja die gesamte Zusammerbeit mit ihm zu streichen. Schweigers Umgang mit einer kritischen Presse darf nicht folgenlos bleiben. Ein Vorbild für junge Menschen MUSS sich anders verhalten.

    DAS wäre meine sinnvolle Konsequenz aus dem Fall Ullrich.

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