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“Deutscher Trump”: Seehofer startet eigenen Twitter-Account, um sich gegen “Kampagne der Medien” zu wehren

Horst Seehofers Ankündigung eines eigenen Twitter-Accounts schlug auf dem sozialen netzwerk hohe Wellen
Horst Seehofers Ankündigung eines eigenen Twitter-Accounts schlug auf dem sozialen netzwerk hohe Wellen

Auf seinem ersten Wahlkampfauftritt nach der Sommerpause gestern Abend im bayerischen Töging kündigte Horst Seehofer an, ab Ende August einen eigenen Twitter-Account bespielen zu wollen. Dies sei Folge der "Diffamierung", der er durch die Medien ausgesetzt sei, so der Politiker. Er müsse "jeden Tag" Fake-News entgegentreten. Die Community in dem sozialen Netzwerk reagierte prompt: mit Sarkasmus.

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Als Grund für seinen Vorstoß führte der Bundesinnenminister eine Kampagne einiger deutscher Medien an, die in den letzten Wochen gegen ihn gefahren worden sei. Über den 280-Zeichen-Dienst wolle er seine Kommunikation beschleunigen, da er sonst mache Wahrheiten nicht unter die Bevölkerung bekomme. Beinahe schon einer Drohung gleichkommend zitiert ihn die Süuddeutsche Zeitung mit den Worten: “”Da werden sich manche wundern, was wir nach der Sommerpause noch alles auf die Beine bringen.” Innerhalb der Twitter-Community schlug die Nachricht unmittelbar hohe Wellen. Die Reaktion auf Seehofers Anküdigung reichen von heller Vorfreude bis zu blankem Entsetzen – wenngleich viele der Tweets zu dem Thema mit einer Portion Sarkasmus angereichert sein dürften.

Steilvorlagen zu einigen der Reaktionen lieferte Seehofer selbst. Etwa durch seinen hoch umstrittenen Abschiebekurs in der deutschen Asylpolitik. So fanden in vielen Tweets die Vokabeln “Flüchten”, “Grenzen” und “Abschiebungen” Einzug.

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Doch auch der Vergleich zum US-Präsidenten und Vollblut-Twitterer Donald Trump, den Seehofer gestern selbst angestellt hatte, inspirierte die Community. Zwar distanzierte sich der 69-Jährige mit der Aussage, eben nicht pauschal alle Medien, sondern nur einzelne zu kritisieren, von Trump. Die Twitter-Gemeinde sah darin aber eher einen vergeblichen Versuch, über die Parallelen Seehofers zum US-Präsidenten hinwegzutäuschen.

Egal, wie die Reaktionen auf Horst Seehofers Ankündigung auch sein mögen, eine breite Aufmerksamkeit dürfte seinem Twitter-Account angesichts der hohen Resonanz schon jetzt sicher sein.

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