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ProSiebenSat.1-Halbjahresbilanz: Stabiler Umsatz und Gewinn dank Sparmaßnahmen

ProSiebenSat.1-CEO Max Conze
ProSiebenSat.1-CEO Max Conze

Die ProSiebenSat.1 Group hat eine durchwachsene Bilanz für das erste Halbjahr 2018 vorgelegt. Der Umsatz der Gruppe ging um 4% auf  1,794 Mrd. zurück. Der operative Gewinn (adjusted EBITDA) betrug 459 Mio. Euro (Vorjahr: 458 Mio Euro). Unterm Strich blieben 230 Mio. Euro (Vorjahr: 233 Mio Euro) als Gewinn. Dass das Niveau des Vorjahres weitgehend gehalten werden konnte, verdankt der Konzern in erster Linie Sparmaßnahmen.

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Jan Kemper, Finanzvorstand der ProSiebenSat.1 sagt zu der Bilanz: „Wir befinden uns in einem herausfordernden Marktumfeld. Dies hat im ersten Halbjahr das Wachstum in unseren beiden Segmenten Content Production & Global Sales sowie Entertainment beeinflusst. Gleichzeitig konnte jedoch unser drittes Segment Commerce mit der NuCom Group sein organisches Wachstum beschleunigen. Aufgrund der Saisonalität unserer Geschäftsmodelle erwarten wir nun wie in den vergangenen Jahren ein stärkeres zweites Halbjahr.“

Die TV-Werbeumsätze im Segment Entertainment seien weitgehend stabil geblieben. Im Segment Content Production & Global Sales hätten Währungseffekte sowie das schwierige Umfeld im US-Produktionsmarkt in der ersten Jahreshälfte zu einem Umsatzrückgang geführt. Positiv entwickelt habe sich dagegen das globale Vertriebsgeschäft aufgrund der Erstkonsolidierung des US-amerikanischen Filmvertriebs Gravitas Ventures im November 2017. Zudem konnte Red Arrow Studios für die kommenden Monate neue Produktionsverträge schließen: So wird etwa die Produktionstochter Left Right die erste Doku-Serie der New York Times für den US-Sender FX und die Streaming-Plattform Hulu produzieren, gleichzeitig hat Amazon Prime Video bereits die fünfte Staffel der Krimi-Serie „Bosch“ in Auftrag gegeben. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz des Segments Commerce mit der NuCom Group organisch um 10 Prozent.

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Max Conze, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1:„Unser Umfeld entwickelt sich immer schneller, deshalb müssen wir jetzt wichtige Veränderungen anstoßen. Wir werden unseren Fokus noch stärker darauf legen, ein Entertainment-Geschäft aufzubauen, das lineare und digitale Inhalte aus einer Hand bietet. Gleichzeitig wollen wir eine Gesamtreichweite mit einer einheitlichen Video-Währung etablieren. Auch unser 7TV Joint Venture wird hier ein wesentlicher Baustein sein. Bei allem, was wir tun, wird immer der Zuschauer und Konsument im Zentrum stehen. Aktuell arbeiten wir mit Nachdruck an einem strategischen Update und werden die Ergebnisse auf unserem diesjährigen Capital Markets Day im November vorstellen. Ich bin zuversichtlich, dass wir so die Transformation unseres Unternehmens weiter treiben und Wachstum gestalten werden.“ Bei 7TV baut P7S1 mit dem US-Unternehmen Discovery gemeinsam eine neue Streaming-Plattform auf.

Die Halbjahresbilanz unterstreicht, dass sich P7S1 aktuell in einer schwierigen Phase befindet. Wachstum ist bei der klassischen TV-Werbung kaum noch möglich. Der Produktionsarm kämpft mit massiver Konkurrenz und das E-Commerce-Geschäft wächst zwar, bleibt insgesamt aber noch überschaubar. Der neue CEO Max Conze hat einiges zu tun.

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Alle Kommentare

  1. Ich verstehe nicht wieso ProSieben so selten Big Bang Theory zeigt, das ist die lustigste Serie. Aber wenigstens hetzt der Sender nicht gegen die Türkei. Gar nicht so schlecht für einen Alman-Sender.

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