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Die Kehrseite des teuren iPhone X: Huawei überholt Apple als zweitgrößten Smartphone-Hersteller der Welt

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Apples iPhone X: Vom Sorgenkind zum Kassenschlager / © Apple

Die Luxusstrategie geht für Apple voll auf: Obwohl der Techpionier im abgelaufenen Quartal kaum mehr iPhones verkauft hat als im Vorjahreszeitraum, explodieren die mit dem Apple-Smartphone erzielten Umsätze und Gewinne. Der Grund: Das teure iPhone X, für das in Deutschland bis zu 1320 Euro fällig werden. Die Kehrseite der Medaille ist unterdessen in der Verteilung der Marktanteile im zweiten Quartal zu besichtigen: Erstmals seit 2011 zählt Apple nach verkauften Stückzahlen nicht mehr zu den zwei größten Smartphone-Anbietern.

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Tim Cook war bester Laune. Kaum hatte Apple die besten Geschäftsergebnisse eines Juni-Quartals in seiner 42-jährigen Unternehmenshistorie vorgelegt, konnte der CEO des iKonzerns in der anschließenden Telefonkonferenz mit einem weit verbreiteten Gerücht aufräumen.

Nein, das iPhone X war nach keiner Lesart hinter den Erwartungen zurückgeblieben, es hatte sich tatsächlich erneut – und damit im dritten Quartal in Folge – unter allen Apple-Smartphones am besten verkauft, und das Management habe gelernt, was es im Grunde immer wusste: “Die Leute sind bereit, für Innovation zu bezahlen.”

Tatsächlich zahlten Apples Kunden so bereitwillig, dass sie dem Techpionier zu einem seltenen Kunststück verhalfen: Obwohl Apple im Juni-Quartal gerade mal 300.000 mehr Smartphones als im Vorjahresquartal absetzte (41,3 vs. 41 Millionen Einheiten), konnte der Kultkonzern aus Cupertino allein mit der iPhone-Sparte satte 5 Milliarden Dollar mehr Umsatz erzielen.  In anderen Worten: Das lange Zeit geschmähte iPhone X ist der eigentliche Treiber von Apples Rekordquartal.

Huawei überholt Apple im zweiten Kalenderquartal deutlich
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Auf der Kehrseite der Medaille muss Apple auf dem globalen Smartphone-Markt indes Stagnation bei den Marktanteilen verkraften. Wie Marktforscher IDC in seinem vierteljährlichen Branchenreport ermittelt hat, gehört Apple erstmals seit 2011 nicht mehr zu den zwei nach Stückzahlen absatzstärksten Smartphone-Herstellern.

Deutlich an Apple vorbeigeschoben hat sich nämlich Huawei. Der chinesische Verbraucherelektronikriese setzte, beflügelt von seinem neuen Flaggschiff-Modell P20 (Pro) nach spektakulären Zuwächsen von 41 Prozent zwischen Anfang April und Ende Juni nunmehr bereits 54,2 Millionen Einheiten ab. (Nummer eins bleibt Samsung mit einem weiterhin deutlichen Vorsprung.)

Kann Huawei das Moment beibehalten, dürfte es für Apple auch im September-Quartal trotz des mutmaßlichen Launches neuer iPhones schwer werden, den zweiten Platz wieder zurück zu erobern.  Im vergangenen September-Quartal konnte Apple lediglich 46,7 Millionen iPhones verkaufen.

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