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“Sein Twittern irritiert die gesamte Fußballbranche”: Rummenigge kritisiert die Social-Media-Aktivitäten von DFB-Chef Grindel

Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge (re.) kritisiert den DFB-Präsidenten Reinhard Grindel
Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge (re.) kritisiert den DFB-Präsidenten Reinhard Grindel

Es ist kein gutes Bild, das der DFB und sein Präsident Reinhard Grindel derzeit abgeben. Die FAZ spricht gar von einem hausgemachten Image-Absturz und sieht ein miserables Außenbild. Helfen sollen nun die Krisenexperten von Hering Schuppener, die auch den Diesel-Sünder Volkswagen beraten. Dem nicht genug kritisiert FC-Bayern-CEO Karl-Heinz Rummenigge den DFB-Präsidenten und seine Twitter-Aktivitäten massiv.

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Im Interview mit der Sport Bild ätzt der Bayern-CEO in Richtung Grindel: “Sein Twittern irritiert die gesamte Fußballbranche”. Deshalb meint der Ex-Kicker: “Ein Fußballpräsident muss über den Dingen stehen, wie das bei Franz Beckenbauer immer der Fall war.”

Als Beispiel für die “irritierende” Twitter-Nutzung nannte Rummenigge den kommunikativen Umgang mit Mesut Özil und dessen Treffen, inklusive Foto mit dem türkischen Staatschef Erdogan. “Das Bild war zehn Minuten auf dem Markt, da wurde von Grindel auch schon gezwitschert. Da musst du auch einmal abwarten, dich intern abstimmen, diskutieren.”

Genau bei diesen internen Abstimmung beziehungsweise bei der gesamten Kommunikationsstrategie scheint beim größten Sportverband der Welt einiges im Argen zu liegen.

So ist immer wieder von unterschiedlichen Namen zu lesen, die Grindel oder den Verband beraten. So sollen beispielsweise der ehemalige Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und seine Storymachine, dem CDU-Politiker bei seinen Social-Media-Aktivitäten unterstützt haben. Laut Horizont hatte Storymachine den DFB lediglich zu Beginn des Jahres strategisch beraten. Die FAZ berichtet zudem, dass bei einer internen Prüfung die Kosten für eine persönliche Social-Media-Beratung des Verbandspräsidenten als zu hoch bewertet worden seien. Das Projekt sei gestoppt worden.

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Tatsächlich kümmert sich die Onlineredaktion des DFB “in enger Abstimmung mit dem Präsidenten” um die Betreuung des Twitter-Channels, wie der Verband auf MEEDIA-Anfrage erklärte.

Allerdings beschäftigt der DFB jedoch andere kostspielige PR-Berater. Um die EM-Kampagne im Ausland kümmert sich die Agentur Burson-Marsteller und für eine bessere Krisenkommunikation hierzulande soll Hering Schuppener sorgen.

Im Gespräch mit der Sport Bild weigerte sich Rummenigge allerdings über einen Rücktritt von Grindel zu diskutieren. Sollte der DFB im Herbst jedoch trotz dem PR-Aufwand bei seinem Versuch scheitern, die EM 2024 zu bekommen, würde die Debatte um die Zukunft des Präsidenten wohl an Fahrt gewinnen.

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Alle Kommentare

    1. Zitat: “So sollen beispielsweise der ehemalige Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und seine Storymachine, dem CDU-Politiker bei seinen Social-Media-Aktivitäten unterstützt haben.”

  1. Die EM 2024 bekommt sowieso die Türkei. An rassistische Länder wie Nazi-Almanya kann die UEFA keine Turniere vergeben wenn sie sich nicht total unglaubwürdig machen will.

  2. Der FC Bayern will Lahm installieren. Grindel ist ein Auslaufmodell, charismatisch wie eine Currywurst. Später wird Philipp Uefa-Präsident. Bundespräsident kommt wegen seines Dauerstimmbruchs eher nicht in Frage.

      1. Nein, Lahm bekommt eine Rasur und wird dann das neue Werbegesicht für diese komische “Kinderschokolade” die ihr Almans so gerne esst.

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