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Krank und obdachlos wegen Amazon? Guardian berichtet von schlimmen Arbeitsbedingungen beim E-Commerce-Riesen

Amazon-Chef Jeff Bezos: Ärger im Warenlager?
Amazon-Chef Jeff Bezos: Ärger im Warenlager?

Der britische Guardian berichtet von krankmachenden und unmenschlichen Arbeitsbedingungen in US-Warenlagern des E-Commerce-Riesen Amazon. Die Zeitung nennt Beispiele von Mitarbeitern, die bleibende gesundheitliche Schäden davongetragen hätten oder sogar obdachlos geworden seien. Amazon erklärt, dass Sicherheit am Arbeitsplatz oberste Priorität habe.

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Es ist nicht der erste Medienbericht, der sich mit angeblich schlechten Arbeitsbedingungen bei Amazon befasst, was der britische Guardian in einer aktuellen Reportage aufschreibt, sind aber besonders krasse Fälle. So soll die 49-jährige Vickie Shannon Allen mehrere Unfälle in einem Amazon-Lager in den USA gehabt haben, weil der Arbeitsplatz laut ihrer Aussage nicht den Sicherheitsstandards entsprach. Allen stritt sich mit der Firma um Kompensationszahlungen wegen ihrer krankheitsbedingten Abwesenheitszeiten aufgrund eines Rückenleidens. Am Ende habe der Tech-Gigant ihr eine Woche bezahlte Auszeit angeboten und 24 bezahlte Extra-Stunden. Hierfür hätte sie aber eine Verschwiegenheitserklärung abgeben sollen. Allen weigerte sich und verlor ihren Job, so der Guardian-Bericht. Mittlerweile sei die Frau obdachlos und lebe in ihrem Auto.

Der Guardian zählt noch weitere Fälle auf, die allerdings teils Jahre zurückliegen, in denen Amazon sich mit Mitarbeitern um Kompensationszahlungen und Krankheitsausfälle gestritten habe. Oftmals würde die Verantwortung von Amazon auf Zeitarbeitsfirmen abgewälzt, die die Arbeiter vermitteln. Laut der Darstellung von Allen würden Amazon-Manager Mitarbeiter befragen, wann sie Toilettenpausen nehmen und wie lange. Außerdem würde die Leistung und Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters akribisch erfasst. Wegen des hohen Drucks und der unsicheren Arbeitsbedingungen, vor allem in den Warenlagern, sei Amazon auf der Liste der “Dreckigen Dutzend”-Firmen gelandet, die die unsichersten Arbeitsplätze in den USA aufweisen. Die Liste wird vom National Council for Occupational Safety and Health in den USA herausgegeben.

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Amazon selbst erklärt zu den Vorwürfen, dass die Sicherheit der Mitarbeiter oberste Priorität habe. Amazon verwies zudem auf das firmeneigene Safety Leadership Program, als Beispiel dafür wie man Arbeitsplatzsicherheit proaktiv angehe.

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Alle Kommentare

  1. Nicht zuletzt auf solcher Ausbeutung von Arbeitskraft beruhen letztlich die Börsenerfolge jener Konzerne, deren Chefs Multimilliardäre sind und die, wie es in der Apple-Jubelstory heißt, von „Analysten geadelt” werden. Die Mordsgewinne reduzieren sich allemal auf eine uralte Wahrheit: Wären die Armen nicht arm, so wären die Reichen nicht reich.

    Andererseits wissen die Leser hier, dass es Wichtigeres gibt: nämlich den Kampf gegen „Lügenpresse” und „Umvolkung”, den die üblichen Verdächtigen, die Kläuse und Felixe, auch heute wieder unter gnädiger Meedia-Aufsicht führen werden. Gute Unterhaltung dabei!

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