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Manipulationsversuch der US-Zwischenwahlen: Facebook löscht zahlreiche Propaganda-Konten

Facebook-Moderatoren müssen sich mit belastenden und teils gewalttätigen Inhalten auseinandersetzen
Facebook-Moderatoren müssen sich mit belastenden und teils gewalttätigen Inhalten auseinandersetzen

Der Kampf gegen gezielte Falschmeldungen auf Facebook geht in die nächste Runde. Wie das Social Network heute mitteilte, sind Facebook im Zusammenhang mit den im Herbst stattfindenden Zwischenwahlen im US-Kongress erneut verdächtige Konten aufgefallen, die offenbar zu Propagandazwecken erstellt wurden. Der US-Internetriese schloss daraufhin insgesamt 32 verdächtige Seiten/Konten auf Facebook und Instagram. Die Spuren scheinen einmal mehr nach Russland zu führen.

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Die Aufarbeitung der US-Wahl 2016, aus der Donald Trump sensationell als Präsident hervorging, ist bis heute nicht abgeschlossen. Vor allem Facebook steht weiter für seine Rolle bei der Verbreitung von russischer Propaganda schwer in der Kritik.

Vor den im November anstehenden Zwischenwahlen will das weltgrößte Social Network nun erneut verdächtige Aktivitäten ausfindig gemacht haben. Wie die New York Times zuerst berichtete, habe Facebook eine koordinierte Kampagne ausfindig gemacht, die es sich zum Ziel gesetzt habe, die kommenden Zwischenwahlen (“Midterms”) im November, bei denen über die Zusammensetzung des Repräsentantenhauses und ein Drittel des Senats abgestimmt wird, zu manipulieren.

32 verdächtige Seiten und Konten auf Facebook und Instagram gesperrt

Facebook selbst gab in mehreren Blogeinträgen Einblick in den Vorfall. So habe das Social Network insgesamt 32 verdächtige Aktivitäten – darunter 17 Facebook-Profile, acht Facebook-Seiten und sieben Instagram-Profile – ausgemacht und die entsprechenden Konten gesperrt.

Facebooks Cybersecurity-Chef Nathaniel Gleicher erklärte in seinem Blogpost, die Fake-Konten und -Profile, die zwischen März 2017 und Mai 2018 erstellt worden waren, insgesamt 290.000 Nutzer erreicht hätten. Insgesamt 11.000 Dollar seien für 150 Werbeanzeigen in Facebook und Instagram aufgewendet worden.

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Die Spur führt wieder nach Russland

Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos erklärte zudem in seinem Blogeintrag, das Muster der Kampagne gleiche dem Vorgehen der russischen Internet Research Agency (IRA), die 2016 bei der US-Präsidentschaftswahl durch Manipulationsversuche aufgefallen war. Die Koordinatoren der Kampagne wären aber bei der Verschleierung weitaus raffinierter vorgegangen als die IRA 2016.

“Wir stehen einem entschlossenen, gut finanzierten Gegner gegenüber, der niemals aufgibt und beständig seine Taktik ändert”, resümierte das weltgrößte Social Network im Blogeintrag die Manipulationsbedrohung. Auswirkungen auf die angeschlagene Facebook-Aktie hatten die Erkenntnisse, die der Social Media-Riese mit dem FBI und dem US-Kongress teilte, nicht: die Anteilscheine legten im Handelsverlauf nach den schweren Ausverkäufen der letzten Tage wieder um ein Prozent zu.

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