Partner von:
Anzeige

Ausblick auf Apples Quartalszahlen: Das lange Warten auf die iPhone-X-Nachfolger

CEO Tim Cook muss wieder einmal beweisen, dass er die Erwartungen der Wall Street erfüllen kann © Apple
CEO Tim Cook muss wieder einmal beweisen, dass er die Erwartungen der Wall Street erfüllen kann © Apple

Heute ist es wieder so weit: Apple legt sein Zahlenwerk für das Juni-Quartal vor, das traditionell zu den schwächeren Bilanzzeiträumen zählt. Entsprechend verhalten sind die Erwartungen: Da viele Kunden ihre iPhone-Käufe bis zum Launch der neuen Modelle im September zurückstellen, rechnen Analysten im zweiten Kalenderquartal mit lediglich 41,6 Millionen verkauften Smartphones.

Anzeige
Anzeige

Stellt Apple im September gleich drei iPhone-X-Nachfolger vor? Kommen die drei Modelle auch allesamt noch im September in den Handel? Und wie viel günstiger wird das mutmaßlich 6,1 Zoll große LCD-iPhone? Das sind die Fragen, die Apple-Aficionados in diesen Tagen umtreiben.

Bevor es in die ganz heiße Gerüchtephase einen Monat vor dem mutmaßlichen Launch geht, muss Apple heute an der Wall Street noch einmal Business as usual verrichten. Als Höhepunkt der bisherigen Berichtssaison muss Apple vor seinen Aktionären über die Geschäftsentwicklung im Juni-Quartal Rechenschaft ablegen.

iPhone-Zurückhaltung dominiert das Juni-Quartal

Wenn die jüngsten Quartalsergebnisse der Internetrivalen ein Indikator sind, droht Apple-Aktionären heute nach Handelsschluss möglicherweise Ungemach – sowohl Facebook als auch Netflix  wurden nach ihren Zahlenwerken regelrecht verprügelt. Der Schock über Facebooks Bilanz belastet Tech- und Internetaktien bereits den dritten Tag in Folge.

Traditionell ist der Bilanzzeitraum von Anfang April bis Ende Juni der schwächste im Geschäftsjahr des wertvollsten Konzerns der Welt, der seit sechs Jahren sein neues iPhone jeweils im September präsentiert. Entsprechend groß dürfte die Käuferzurückhaltung beim mit Abstand wichtigsten Produkt des iKonzerns in den Monaten vor dem Launch sein: Nur wer es unbedingt muss, wird in diesen und den vergangenen Wochen noch ein iPhone kaufen bzw. gekauft haben – die neue Ware dürfte schließlich bereits in eineinhalb Monaten in gleich dreifacher Ausführung in die Läden kommen.

Erneute iPhone-Stagnation erwartet, Servicesparte auf Überholspur
Anzeige

Nach 52,2  Millionen Einheiten im vergangenen Quartal rechnet die Wall Street nunmehr mit lediglich 42 Millionen verkauften iPhones, die wiederum einer Absatzsteigerung von gerade einmal zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen würden.

Eine echte Antwort, um einer Stagnation des iPhones zu begegnen, hat Tim Cook unterdessen in der Servicesparte gefunden, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und vor allem des vor drei Jahres gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt. Nach Erlösen von 7,3 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal rechnet die Wall Street nunmehr bereits mit Umsätzen in Höhe von 9,16 Milliarden Dollar, was einem Absatzplus von respektablen 26 Prozent entsprechen würde.

Apple Watch-Absätze dürften explodieren

Während iPad und Mac mit ebenfalls stagnierenden Absätzen keine besondere Rolle in Apples Bilanz spielen dürften, könnte die Konzernsparte “Andere Produkte” dank steigender Apple Watch- und AirPod-Absätze und erstmaliger HomePod-Erlöse erneut zweistellig zulegen. Die Konsensschätzungen liegen bei einem explosiven Absatzzuwachs der Apple Watch von 2,8 auf 4,6 Millionen Einheiten.

Unter dem Strich rechnet die Wall Street bei Umsätzen von 52,3 Milliarden Dollar (+ 15 Prozent) mit einem Gewinn je Aktie von 2,16 Dollar (+ 29 Prozent). Im Vergleichszeitraum im Vorjahr hatte Apple noch 45,4 Milliarden Dollar umgesetzt und einen Gewinn je Aktie von 1,67 Dollar erzielt.

Weitaus wichtiger als die Geschäftsergebnisse des vergangenen Quartals dürfte allerdings der Ausblick auf den laufenden Dreimonatszeitraum werden, der maßgeblich einen Hinweis auf den Launch der neuen iPhones geben dürfte. Analysten rechnen  im September-Quartal durchschnittlich mit einem Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 59,3 Milliarden Dollar.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia