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Apple-Quartalszahlen: Die iPhone-Absätze stagnieren, aber die Servicesparte wächst rasant

Apple-CEO Tim Cook: Nach der Keynote ist vor der Keynote
Apple-CEO Tim Cook: Nach der Keynote ist vor der Keynote Foto: © Apple

Wieder besser als erwartet: Apple konnte bei Vorlage der Geschäftszahlen für das zweite Kalenderquartal die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Im traditionell schwächsten Quartal des Jahres, das unmittelbar dem Launch eines neuen iPhones vorausgeht, setzte der iKonzern mit 41,3 Millionen iPhones praktisch soviele Smartphones wie vor einem Jahr ab. Dafür übertraf der iKonzern bei Umsatz und Gewinn die Konsensschätzungen der Wall Street. Die Aktie legte nachbörslich um knapp 3 Prozent zu und flirtet mit einem neuen Allzeithoch.

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Es ist das Apple-Quartal des Jahres, das in erster Linie chronistischen Wert hat: Das Juni-Quartal ist Geschichte, die Welt wartet auf das neue iPhone, das im September erwartet wird.

Apple konnte die Wall Street-Erwartungen jedoch zum Teil deutlich überbieten und vor dem wichtigsten Produktlaunch des Jahres ein kleines Ausrufezeichen setzen. In den 91 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juni entwickelten sich die Geschäfte weitgehend besser als von Analysten vorausgesagt.

Apple übertrifft Wall Street-Schätzungen

Bei Umsätzen von 53,4 Milliarden Dollar (+ 17 Prozent) verdiente Apple einen Nettogewinn von 11,5 Milliarden Dollar (+32 Prozent) bzw. 2,34 Dollar je Aktie (+40 Prozent). Analysten hatten zuvor mit Erlösen von 52,3 Milliarden und einen Gewinn je Aktie von 2,18 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Treiber der Geschäftsentwicklung war einmal mehr das mit Abstand wichtigste Produkt der Konzerngeschichte: das iPhone. Angetrieben vom im November vergangenen Jahres gelaunchten iPhone X konnte der wertvollste Konzern der Welt mit 41,3 Millionen Geräten lediglich 300.000 Einheiten mehr verkaufen als im Vorjahreszeitraum.

Die Wall Street-Schätzungen, die bei 42 Millionen Einheiten gelegen hatten, wurden damit  leicht verfehlt. Das bis zu 1320 Euro teure OLED-iPhone steigerte jedoch den Durchschnittsverkaufspreis auf 724 Dollar, der damit deutlich über den Konsensschätzungen von 694 Dollar lag. Die iPhone-Umsätze legten im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprechend gleich um 20 Prozent zu.

iPad legt minimal zu, Mac bricht ein

Die iPad-Sparte, die vor einem Jahr nach 13 Quartalen mit sinkenden Absätzen wieder steigende Umsätze bei den verkauften Einheiten verzeichnen konnte, setzte den Aufwärtstrends moderat fort. Nach 11,4 Millionen Einheiten im Vorjahreszeitraum konnte Apple zwölf Monate später nunmehr 11,55 Millionen iPads absetzen – also ein Prozent mehr.

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Deutlich nach unten zeigt dagegen der Trend der ältesten Konzernsparte. Nach 4,3 Millionen verkauften Macs konnte der iKonzern im zweiten Kalenderquartal 2018, das für Apple bereits das dritte des laufenden Fiskaljahres ist, tatsächlich nur noch 3,7 Millionen Einheiten verkaufen – ein happiges Minus von 13 Prozent.

Servicesparte und Apple Watch-Absätze mit explosivem Wachstum

Spektakulär fiel unterdessen die Entwicklung in der Servicesparte aus. Die Service-Unit, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und vor allem des vor drei Jahren gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt, legte um weitere 31 Prozent zu. Nach Umsätzen von 7,27 Milliarden im Vorjahresquartal konnte Apple nunmehr Erlöse von bereits 9,55 Milliarden Dollar verbuchen – und damit die Analystenerwartungen übertreffen, die noch bei 9,16 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Während Apple-CEO Tim Cook genaue Verkäufe der Apple Watch bis heute verschweigt und die Smartwatch weiter mit dem iPod, Accessoires, Apple TV und AirPods in der Kategorie „Andere Produkte“ versteckt, legt der Erlöszuwachs der Konzernsparte von einer Milliarde Dollar bzw. um 37 Prozent anhaltend starke Apple Watch-Absätze nahe, wie Apple-Blogger Neil Cybart (“Above Avalon”) herausarbeitet.

Ausblick über Erwartungen, Aktie kratzt an Allzeithochs

Auch der Ausblick auf das September-Quartal fiel besser aus als von der Wall Street erwartet. Während die Konsensschätzungen der Analysten noch bei Umsätzen von 59,3 Milliarden Dollar gelegen hatten, stellte Tim Cook zwischen Anfang Juli und Ende September Erlöse von 60 bis 62 Milliarden Dollar in Aussicht, was auf einen starken iPhone-Launch  noch im September hindeutet.

Anleger reagierten begeistert auf Apples neues Zahlenwerk und schickten die Aktie nachbörslich um mehr als 3 Prozent auf 196 Dollar nach oben – und damit knapp auf ein neues Allzeithoch, auf dem der Techpionier nun schon mit 965 Milliarden Dollar bewertet wird. Die historische Bewertungsmarke von einer Billion Dollar befindet sich damit in unmittelbarer Reichweite.

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