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Expansion im Fernsehgeschäft: Mediengruppe Madsack greift nach Lokal-TV-Sendergruppe in Dresden

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Die Mediengruppe Madsack fasst nach dem Rückzug bei Hannover TV auf dem lokalen Fernsehmarkt wieder Fuß. Die niedersächsische Regionalzeitungsgruppe plant über ihr Leipziger Verlags- und Druckhaus, bei der lokalen TV-Sendergruppe Fernsehen in Dresden GmbH einzusteigen. Dadurch wird die Madsack-Tochter für Werbekunden interessanter. So könnten der ostdeutsche Verlag und der Lokalsenderverbund crossmediale Angebote schmieden, um das Vermarktungsgeschäft anzukurbeln.

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Ob Chemnitz, Dresden, Leipzig – die Fernsehen in Dresden GmbH deckt einen großen Verbreitungsraum in Sachsen ab. Jetzt will die Mediengruppe Madsack über ihre Tochtergesellschaft Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG (LDVG) bei der Lokalsendergruppe einsteigen. Das Unternehmen strebt eine Minderheitsbeteiligung von maximal 33 Prozent, bestätigt ein Sprecher der Mediengruppe Madsack gegenüber MEEDIA.

Strategisch verstärkt der niedersächsische Regionalzeitungsverlag damit seine Präsenz in Sachsen. Bei der LDVG erscheinen 15 Zeitungen, darunter die Dresdner Neueste Nachrichten und die Leipziger Volkszeitung. Mit dem Beteiligungs-Deal könnte das Verlagshaus für Werbekunden noch interessanter werden. „Die neuen Partner werden ihre ohnehin schon länger bestehende Zusammenarbeit im Sinne des Medienwandels nun zukünftig noch weiter verstärken und passende Synergien erschließen, um damit spezielle crossmediale Angebote zu schaffen, die Leser- und Zuschauerwünschen einerseits und Erwartungen von Werbekunden andererseits Rechnung tragen“, erklärte jüngst der Fernsehsender in eigener Sache.

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Noch steht der Einstieg der LDVG aber unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Kartellamt. Wie ein Madsack-Sprecher auf MEEDIA-Anfrage betont, werde die geplante Beteiligung zu keinen Veränderungen im operativen Geschäft führen. Laut der Fernsehen in Dresden GmbH übernimmt die Leipziger Madsack-Tochter die Anteile des Telefonbuchverlags Sachsen GmbH & Co. KG. Das Unternehmen war an dem sächsischen Lokalfernsehverbund mehr als zehn Jahren beteiligt.

Die Höhe der Beteiligung der LDVG an der Fernsehen in Dresden GmbH sei medienrechtlich unbedenklich. Sie würde sich den Vorgaben des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes entsprechend unter 33% bewegen. Die übrigen Anteile halte unverändert die Dresdner Haeswe GmbH, heißt es. Damit engagiert sich die Mediengruppe Madsack wieder im Fernsehgeschäft. Der Printkonzern war zuletzt von 2008 bis 2012 an der Hannover TV GmbH mit 24,9 Prozent beteiligt. Madsack ist ferner seit Jahren über die TVN Group in der Fernsehproduktion aktiv.

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