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„Schmerzhafter Stellenabbau“ um bis zu zehn Prozent: Saarbrücker Zeitung kündigt „Restrukturierung“ an

Reagiert auf den strukturellen Wandel in Regional-Verlagen: Joachim Meinold, Geschäftsführer der Saarbrücker Zeitungsgruppe, will "in den kommenden Jahren" bis zu 100 Stellen abbauen

Die Saarbrücker Zeitungsgruppe reagiert auf steigende Kosten und den weiter einbrechenden Werbemarkt mit einem Stellenabbau. Das Haus werde „in den kommenden Jahren“ bis zu 100 Stellen in Verlag und Redaktion seiner Titel Saarbrücker Zeitung, Trierischer Volksfreund und Pfälzischer Merkur reduzieren, teilt der Verlag mit.

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Damit könnte die Gruppe etwas mehr als zehn Prozent seiner dort verfügbaren Stellen streichen. 950 Mitarbeiter zählt das Unternehmen in Verlag und Redaktion. Über Tochterfirmen kommen rund 3.200 Zusteller hinzu. Als Grund für den „schmerzhaften Stellenabbau“ nennt Joachim Meinold, Vorsitzender der Geschäftsführung, die steigenden Kosten in der Zeitungszustellung sowie die sinkenden Einnahmen aus der Werbevermarktung. „Wir können uns trotz vergleichsweise guter Ergebnisse in unseren Heimatmärkten den dauerhaft negativen Rahmenbedingungen für die Branche nicht mehr entziehen“, so der Chef des Verlages, der seit 2013 mehrheitlich zur Rheinischen Post gehört, weiter.

Die „Restrukturierung“ wolle man möglichst einvernehmlich mit den Arbeitnehmervertretern vornehmen und versuchen, sozialverträgliche Lösungen zu finden. Mit dem Programm sollen auch Doppelstrukturen abgebaut und Synergien geschlossen werden. Für die Redaktion bedeutet das, überregionale Inhalte stärker auszutauschen, auch eine „Optimierung der Struktur der Lokalausgaben“ wird angekündigt.

Für die Saarbrücker Zeitungsgruppe arbeiten 950 Mitarbeiter in Verlagen und Redaktionen sowie rund 3200 Zusteller bei Tochterunternehmen. Zur Firmengruppe gehört auch der inter-nationale Digital-Dienstleister AMPLEXOR mit 1.850 Mitarbeitern in 22 Ländern. Mehrheitsgesellschafter der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei ist die Rheinische Post Mediengruppe in Düsseldorf. Weitere Anteile liegen bei der Gesellschaft für Staatsbürgerliche Bildung Saar und einer Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter.

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