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„Sandworm“: ZDF und WDR wurden offenbar von russischer Hackergruppe angegriffen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnte schon Mitte Juli vor möglichen Angriffen auf deutsche Medienhäuser

Der WDR und das ZDF sind laut einem Spiegel-Bericht Ziele der russischen Hackergruppe „Sandworm“ gewesen. Anfang Juni haben die russischen Hacker die IT-Systeme der öffentlich-rechtlichen Sender angegriffen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Womöglich sind dabei auch Daten abgeflossen.

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte schon Mitte Juli über mögliche Cyber-Angriffe auf deutsche Medienhäuser berichtet. Nun ist klar: Sowohl das ZDF als auch der ARD-Sender WDR sind im Visier der Angriffswelle gewesen. Das berichtet der Spiegel in einer Vorabmeldung.

Obwohl die Attacke früh erkannt worden sei, könne nicht ausgeschlossen werden, dass dabei Daten abgeflossen sind. Das ZDF bestätigte den Angriff, jedoch seien weniger als zehn Rechner betroffen. Zudem dementierte der Sender, dass Daten nach außen gedrungen sind. Der WDR wiederum hat sich aus „sicherheitstechnischen Gründen“ nicht zu der möglichen Attacke geäußert. Der Generalbundesanwalt will laut dem Spiegel nun das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt mit den Ermittlungen beauftragen.

„Sandworm“ ist ein mutmaßliches Hacker-Kollektiv aus Russland, das seit Jahren Cyber-Attacken gegen westliche Einrichtungen durchgeführt haben soll. Es untersteht angeblich dem russischen Militärgeheimdienst GRU. Laut US-Bundespolizei FBI ist die Einheit auch für einen der Hackerangriffe auf die US-Demokraten während der Wahl verantwortlich, schreibt der Spiegel. Deutsche Stellen würden dagegen annehmen, dass „Sandworm“ von einer weiteren GRU-Einheit gesteuert wird.

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