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Alphabet-Quartalszahlen: Die Google-Mutter übertrifft die Wall Street-Erwartungen und schießt auf neue Allzeithochs

Larry Page und Sergey Brin: Das “G” macht auch bei Alphabet weiter die Musik
Larry Page und Sergey Brin: Das "G" macht auch bei Alphabet weiter die Musik

Im Wettkampf um den Börsenthron meldet sich ein alter Bekannter zurück: Alphabet springt nach Vorlage seiner neusten Geschäftszahlen an der Wall Street auf neue Allzeithochs und ist mit einem Börsenwert von 875 Milliarden Dollar wieder erster Apple-Verfolger. Auslöser für den nachbörslichen Kurssprung von mehr als fünf Prozent war eine besser als erwartete Quartalsbilanz. Die Google-Mutter übertraf sowohl beim Umsatz als auch Gewinn die Erwartungen der Analysten.

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Erneute Machtdemonstration in Mountain View: Zwischen Anfang April und Ende Juni erlöste Google-Mutter Alphabet vor Abzug von Traffic-Akquisitionskosten mit 32,7 Milliarden Dollar den höchsten Umsatz der Konzerngeschichte – ein beachtlicher Zuwachs von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als der knapp 20 Jahre alte Internetpionier noch 26 Milliarden Dollar umgesetzt hatte.

Die Konsensschätzungen, die bei Umsätzen von 32,17 Milliarden Dollar gelegen hatten, wurden damit deutlich übertroffen. Auch nach Abzug von Traffic-Akquisitionskosten erlöste Alphabet mit 26,24 Milliarden Dollar mehr als von Analysten erwartet, die durchschnittlich mit 25,55 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Gewinn legt um 24 Prozent zu

Ähnlich dynamisch fiel der Gewinnzuwachs aus: Netto hatte der nun wieder knapp vor Amazon wertvollste Internetkonzern im zweiten Quartal des neuen Geschäftsjahres 8,26 Milliarden Dollar nach 6,26 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum verdient – ein Zuwachs von enormen 24 Prozent. Der Gewinn je Aktie  fiel mit 11,75 Dollar je Anteilsschein entsprechend weitaus höher aus als von Analysten erwartet, die mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 9,66 Dollar gerechnet hatten.

Der Gewinnsprung wurde jedoch durch die vergangene Woche von der EU verhängte Rekordstrafe gemindert. Durch die bereits eingerechnete Einmalzahlung, die Google anfechtet, hätte Alphabet im Dreimonatszeitraum von Anfang April bis Ende Juni lediglich 3,19 Milliarden Dollar verdient.

 „Andere Wetten“ verbrennen 732 Millionen Dollar
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Die  „Anderen Wetten“ (wie das selbstfahrende Auto oder etwa Project Loon, aber nicht mehr die Smart Home-Aktivitäten um Nest), die Alphabet in der Holding-Struktur gesondert ausweist, weiteten ihre Verluste unterdessen stark aus, während die Umsätze zulegten.

Nach Erlösen von 97 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum setzen die „Other Bets“ nunmehr 145 Millionen Dollar um, verbrannten dabei allerdings 732 Millionen Dollar.  Im Vorjahreszeitraum hatten die Nettoverluste noch 633 Millionen Dollar betragen.

Anleger reagierten zufrieden auf Alphabets neustes Zahlenwerk und schickten die Aktie nachbörslich zunächst um mehr als 5 Prozent nach oben. Bei Kursen von 1275 Dollar stellte die Google-Mutter ein neues Allzeithoch auf und wird nun bereits mit einer Marktkapitalisierung von 875 Milliarden Dollar bewertet. Alphabet überholte damit nach Handelsschluss Amazon hauchdünn und ist hinter Apple wieder der zweitwertvollste Konzern der Welt.

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