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Ex-Fernsehspielchef des WDR weist Vorwürfe der sexuellen Belästigung zurück und beschuldigt den Sender

Der ehemalige Fernsehspielchef des WDR, Gebhard Henke
Der ehemalige Fernsehspielchef des WDR, Gebhard Henke

Gerade erst haben sich der WDR und sein ehemaliger Fernsehspieldirektor Gebhard Henke nach dessen fristloser Entlassung außergerichtlich geeinigt, da melden sich Henke und sein Anwalt Peter Raue via Interview in der Zeit zu Wort. Henke bestreitet erneut alle Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die zu seiner Kündigung führten. Sein Anwalt sieht in seinem Mandaten ein "Bauernopfer". 

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Gebhard Henkes Rechtsanwalt, Peter Raue, vermutet im Interview mit der Zeit, dass Frauen, die Henke bezichtigten, einen Schuldigen für berufliche Misserfolge gesucht hätten. “Diese Damen trösten sich, ‚das passiert mir natürlich nur, weil ich nicht mit ihm geschlafen habe – das wollte er nämlich, das habe ich in seinem Blick gesehen‘”, so Raue. “Dass der Misserfolg mit der Qualität ihrer Arbeit zu tun haben könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn.” Raue vermutet zudem , dass sein Mandat in der Öffentlichkeit als Sündenbock dienen solle. “Henke ist das Bauernopfer”, so Raue.

Henke selbst beschuldigt seinen ehemaligen Arbeitgeber, den WDR, anonyme Anschuldigungen gegen ihn übernommen zu haben, ohne diese geprüft zu haben: “Aber niemand sagt mir: Wer? Wann? Wo? Wie soll ein Mensch sich denn dagegen verteidigen?” Henke vermutet, der WDR habe an ihm ein Exempel statuieren wollen. “Der WDR wurde angegriffen, weil er in weiteren Fällen in der Vergangenheit offenbar nachlässig gehandelt hat”, sagt er in dem Interview. Und weiter: “Deshalb sind Intendant und Fernsehdirektor nun unter Druck, und den Dampf lassen sie bei mir ab.“ Der WDR musste sich in jüngerer Vergangenheit mit mehreren Vorwürfen wegen sexueller Belästigung gegen leitende Mitarbeiter auseinandersetzen.

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Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Übergriffe bestreitet Henke in dem Zeit-Interview erneut: “Ein Nein respektiere ich stets. Ich glaube, ich weiß, wo die Grenzen sind.” Und: „Ich bin mir keiner derartigen Handlung bewusst.“

Die Bestseller-Autorin Charlotte Roche, die Schauspielerin Nina Petri und acht weitere Frauen werfen Henke vor, Frauen aufgrund seiner einflussreichen Stellung sexuell bedrängt zu haben. Gegenüber Zeit Online hatte Roche ausführlich ihre Begegnung mit Henke geschildert. Henke verneint die Vorwürfe: “Es gab keine Übergriffe, keine sexuellen Annäherungen, gar noch verbunden mit dem Versprechen, das Eingehen auf meine angeblichen Avancen mit Jobs zu belohnen.” Wie es dann zu den Vorwürfen kam, erklärt er so: “Jemand, der Einfluss hat und Dinge befördern kann, dem kann man leicht vorwerfen, die Macht negativ genutzt und Leute ausgebremst zu haben. Auch wenn Beweise fehlen.”

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Alle Kommentare

  1. Was derzeit auch in Schulen an Burschendiskriminierung läuft und an Sexismus gegen Männer, Anschuldigungen aufgrund völlig normaler Aussagen, normalen Verhaltens, das absichtlich fehlinterpretiert wird, ist absolut nicht mehr hinzunehmen.

    Der Feminazismus ist mittlerweile so gesellschaftsfähig geworden, dass vor nichts mehr zurückgeschreckt wird, vor allen nicht vor Lügen.

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