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Dauer-Wahlkämpfer Donald Trump: Kein US-Politiker investiert mehr in Facebook-Werbung

Donald Trump nutzt Facebook, um seine politischen Botschaften an die Wähler zu bringen
Donald Trump nutzt Facebook, um seine politischen Botschaften an die Wähler zu bringen

Kein anderer US-Politiker gibt auf Facebook mehr Geld für Werbung aus als Donald Trump. Der US-Präsident und seine Wiederwahl-Organisation haben seit Mai 274.000 Dollar für Anzeigen auf dem Sozialen Netzwerk gezahlt, ergab eine Untersuchung der New York University. Dadurch erreicht Trump auch die meisten Nutzer. Demokratische Politiker sind deutlich zurückhaltender.

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Trump und sein “Political Action Committee” (PAC) liegen sowohl bei den Werbeausgaben als auch bei den dadurch erreichten Nutzern vor der amerikanischen Non-Profit-Organisation Planned Parenthood, die medizinische Dienste in den USA anbietet. Die Organisation hat 188.000 Dollar in Facebook-Anzeigen investiert, etwa zwei Drittel der Ausgaben Trumps.

Die Zahlen beziehen sich auf eine Erhebung von Forschern der New York University für die New York Times. Sie erlaubt einen tiefen Blick auf die Ausgaben von US-Politikern und politischen Organisationen, der erst durch Facebooks Transparenz-Maßnahmen möglich wurde. Seit Mai archiviert das Soziale Netzwerk politische Werbung und macht sie allen Nutzern zugänglich.

Trump wirbt mit verschiedenen Texten

Das Online-Archiv zeigt, für welche Kampagnen Trump aktuell wirbt. Seit gestern etwa spielt sein Werbeteam auf Facebook Anzeigen für eine Medien-Vertrauens-Umfrage auf Trumps Webseite aus. Dabei testet das Kommitee verschiedene Varianten – mal erscheint die Werbung mit einem Video, mal ist ein Bild mit persönlichem Text zu sehen. Auch die Zielgruppen unterscheiden sich. Pro Anzeige investiert das Team jedoch kaum mehr als 100 Dollar.

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Werbeanzeige von Donald Trump (Quelle: Archive of Ads With Political Content, Facebook)

Zuvor hat der US-Präsident Werbung für Brett Kavanaugh geschaltet, den er als Richter an den Supreme Court holen will. Dieser muss aber erst mal durch eine schwierige Abstimmung im Senat.

Die Forscher haben 449 politische Werber in den USA ausfindig gemacht, 210 von ihnen haben eher linke, 124 eher rechte und 115 neutrale Anzeigen aufgegeben. Von den Top-20-Werbern sind immerhin 12 Demokraten.

Der Einzige, der Trump als politischer Akteur nahekommt, ist der demokratische Kongressabgeordnete von Texas, Beto O’Rourke. Er gab seit Mai 194.400 Dollar für Werbeanzeigen auf Facebook aus, erreichte aber lediglich 13 Millionen Leute. O’Rourke tritt im November gegen den republikanischen Senator Ted Cruz an.

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Alle Kommentare

  1. Die Überschrift ist extrem zweideutig.

    War das absichtliche Headline-Irreführung mit dem Reiznamen Trump – oder ein syntaktisches Versehen?

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