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Cover-Check: schwache Kiosk-Zahlen für “Die deutsche Frage”, “Das zerrissene Land” und den “Kampf um die Macht”

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In der Magazinwoche 25 wurden die ganz großen Zeilen und Optiken ausgepackt: Der Spiegel bezeichnete die "Flüchtlingskrise" als "Die deutsche Frage", der Focus zeigte Horst Seehofer als großen düsteren Schatten hinter Angela Merkel und der stern stellte die Kanzlerin gar in teuflischem Rot dar und bezeichnete Deutschland als "Das zerrissene Land". Erfolg im Einzelhandel hatten sie alle keinen.

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Nachdem Der Spiegel mit zwei Ausgaben immerhin seinen 3-Monats-Durchschnitt im Einzelverkauf übertroffen hatte, ging es mit Heft 25/2018 nun wieder unter das Soll. Laut IVW wurden in Supermärkten, Kiosks, Tankstellen und anderen Pressehändlern 171.423 Exemplare abgesetzt – weniger als im 3-Monats-Durchschnitt von derzeit 178.600 und erst recht weniger als im 12-Monats-Durchschnitt von 192.000 Einzelverkäufen. Offenbar war das Interesse der potenziellen Spiegel-Käufer am Thema Migration und “Flüchtlingskrise” nicht mehr so hoch. “Die deutsche Frage” war damit auch der schwächste Spiegel im Einzelhandel seit sechs Wochen. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, erreichte die Nummer 25 eine verkaufte Auflage von 690.463, darunter 66.758 ePaper.

Über das Cover des stern wurde viel diskutiert: Mit der teuflischen Bundeskanzlerin, die unter der Erde, die von Flüchtlingsströmen bevölkert ist, komplett in rot abgebildet wurde, und der ermordeten Susanna F., die darüber im Himmel zu sehen ist, stellten die Macher die Szenerie um die Flüchtlingspolitik Merkels sehr vereinfacht dar. Man könnte es auch “populistisch” nennen. Geholfen haben das Cover und die Diskussion dem Heft dennoch nicht: Mit 143.903 Einzelverkäufen lief es auch hier schlechter als in den Vorwochen. Der 3-Monats-Durchschnitt von 146.200 Exemplaren und der 12-Monats-Durchschnitt von 156.500 wurden ebenfalls verfehlt. Insgesamt wechselte das Heft mit der Zeile “Das zerrissene Land” genau 529.701 mal den Besitzer, 21.908 mal davon als ePaper.

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Ausnahmsweise politisch ging es auch auf dem Cover des Focus zu. Mit “Kampf um die Macht” widmete sich auch das Burda-Magazin dem Streit um die richtige Asylpolitik. Doch auch der Focus blieb im Einzelhandel überdurchschnittlich oft in den Regalen liegen. 53.144 Einzelverkäufe sind fast 19.000 weniger als in der Vorwoche und rund 26.000 weniger als zwei Wochen zuvor. Der 3-Monats-Durchschnitt von 60.100 Einzelverkäufen wurde ebenso verfehlt wie der 12-Monats-Durchschnitt von 65.700. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 408.440 Exemplaren, inklusive 35.115 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Es zeigt deutlich, dass die Bürger die Nase voll haben von diesen Themen. Die einzigen die es nicht bemerkt haben, sind die Öffentlich-Rechtlichen in ihrem Glasturm. Migration, Trump, Putin, der Sultan…wird seit 3 Jahren durchgekaut-raufrunterrauf….aber ein Politik für uns Bürger…nada. Oh – Jens Spahn – der einzige, der mit einer starken Erhöhung des Pflegepflichtversicherungsbeitrags an 2019 die Bürger in Hochstimmung versetzt hat. Sonst wird nichts geliefert – Sommerpause.

  2. Sehen wir es doch positiv. Ein paar Hektar Wald weniger werden für Zeitungspapier gerodet. Das stärkt die Ökobilanz. Der Zeitungsausträger ist auch früher fertig und hat mehr Freizeit.

  3. Der Verkaufspreis bei den Magazinen und vor allem der Qualitäts Tageszeitungen ist schlicht weg zu hoch.
    Für die FAZ nun schon 4,20 Euro hin zu legen ist einfach zu hoch, bei mir springt sofort der DM Rechner an.über 8,00
    DM, Niemals.

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