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Belästigungsvorwürfe: WDR und ehemaliger Fernsehfilmchef Gebhard Henke einigen sich außergerichtlich

Der ehemalige Fernsehspielchef des WDR, Gebhard Henke

Wie der WDR heute Mittag bestätigte, hat er sich mit seinem ehemaligen Fernsehfilmchef Gebhard Henke außergerichtlich geeinigt. Der Sender hatte Henke im Juni aufgrund mehrerer Vorwürfe wegen sexueller Belästigung fristlos gekündigt.

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Eine ursprünglich für heute anberaumte Verhandlung vor dem Kölner Arbeitsgericht wurde abgesagt. Zuerst hatte der Spiegel über eine außergerichtliche Einigung berichtet, mittlerweile wurde diese auch vom WDR bestätigt. In einer Pressemitteilung heißt es:

Nachdem das Vertrauensverhältnis zwischen dem WDR und Prof. Henke nicht mehr herzustellen ist, haben die Parteien entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden.

Über weitere Details haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Hintergrund für den Gerichtstermin waren die Vorwürfe mehrerer Frauen gegen Henke, sie sexuell belästigt zu haben. Ebenfalls im Spiegel erhoben im Mai dieses Jahr sechs Frauen, darunter etwa die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche Anschuldigungen. Laut WDR-Angaben sollen es mehr als zehn Frauen gewesen sein, die Henke sexuelle Übergriffe vorwarfen.

Der WDR reagierte im Juni auf die Vorwürfe und entließ Henke, der in seiner Position unter anderem für den „Tatort“ zuständig war, fristlos. Der 63-Jährige selbst bestritt die Vorwürfe immer wieder. Bei besagtem Termin heute vor dem Kölner Arbeitsgericht wollte er gegen seine Entlassung ursprünglich Widerspruch einlegen, wozu es jetzt nicht mehr kommt.

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