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Übernahmestreit bei Brainpool: Darf Stefan Raab seine restlichen Anteile an Banijay verkaufen?

Stefan Raab will seine restlichen Brainpool-Anteile verkaufen
Stefan Raab will seine restlichen Brainpool-Anteile verkaufen

Stefan Raab hatte im März seine restliche Beteiligung von 12,5 Prozent an der Fernsehproduktionsfirma Brainpool an den französischen Fernsehproduzenten Banijay verkauft. Dagegen erwirkte Brainpool-Gründer Jörg Grabosch eine einstweilige Verfügung, gegen die Banijay wiederum Widerspruch eingelegt hat. Über diesen Widerspruch wird am heutigen Donnerstag vor dem Landgericht Köln verhandelt.

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Den Namen Brainpool kennt im Fernsehgeschäft jeder. Seit Ende der 90er Jahre ebnete die Kölner Produktionsgesellschaft vor allem Stefan Raab mit vielen ProSieben-Sendungen den Weg zu großer Popularität. Heute produziert Brainpool Formate wie “Schlag den Henssler”, “Pussy Terror TV” mit Carolin Kebekus und “Pastewka”. Raab hat sich mittlerweile zurückgezogen und im März auch seine restliche Beteiligung von 12,5 Prozent an der Firma verkauft. Erworben wurden die Anteile von dem französischen Fernsehproduzenten Banijay. Dem Unternehmen gehörte bis dato schon die Hälfte von Brainpool, zusammen mit Raabs Rest-Beteiligung besaßen sie schließlich 62,5 Prozent und damit die Mehrheit. Anschließend setzte Banijay die Ablösung des Brainpool-Gründers Jörg Grabosch durch.

Dagegen ging der Fernsehmanager jedoch per einstweiliger Verfügung vor. Das Landgericht Köln erklärte, dass zuerst eine rechtmäßige Prüfung der Beschlüsse erfolgen müsse. Grabosch und seine Anwälte werten diese als “krass rechtswidrig”, weil eine qualifizierte Mehrheit der Brainpool-Gesellschafter den Veränderungen nicht zugestimmt habe. Dagegen legte wiederum die Beteiligungsgesellschaft Widerspruch ein. Darüber wird am Donnerstag ab 11.30 Uhr vor dem Landgericht Köln verhandelt. Mit einem Erscheinen von Raab selbst ist nicht zu rechnen.

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Das Verhältnis von Brainpool und Banijay Entertainment gilt schon seit Jahren als angespannt: Stefan Raabs Rücktritt aus der TV-Öffentlichkeit im Jahr 2015 war ein massiver Einschnitt in das Produktionsgeschäft von Brainpool. Nicht nur mussten 80 Mitarbeiter entlassen werden, auch versuchte Banijay seitdem vermehrt, Formate wie das von ihnen produzierte “Undressed” (RTL II) in dem Programmkatalog unterzubringen.

nb/dpa

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