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Wer schüttelt hier “blutige Hände”? So schlagfertig reagiert Lothar Matthäus auf einen scharfen Bild-Kommentar

Ohne Worte aber mit Bild: Bild-Kolumnist Lothar Matthäus kontert auf Twitter einen scharfen Bild-Kommentar
Ohne Worte aber mit Bild: Bild-Kolumnist Lothar Matthäus kontert auf Twitter einen scharfen Bild-Kommentar

Bild-Chef Julian Reichelt hat den Ex-Fußballer und aktuellen WM-Kolumnisten der eigenen Zeitung, Lothar Matthäus, in einem Kommentar scharf dafür kritisiert, dass er neben dem russischen Staatschef Wladimir Putin posiert und ihm die Hand gegeben hat. Matthäus konterte auf Twitter schlagfertig mit einem Foto aus dem Jahr 2016, das Bild-Vize Nikolaus Blome zeigt, wie er ebenfalls Putin die Hand schüttelt. Das Bild sorgt für zahlreiche Reaktionen im Social Web.

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Es gibt zahlreiche Stimmen auf Twitter, die die Reaktion von Matthäus als gelungen bezeichnen. Hier nur ein Beispiel:

Aber es gibt auch vereinzelt Kritik:

Das Foto, das Bild-Vize Nikolaus Blome zeigt, wie er dem “mörderischen Despoten” (O-Ton Reichelt) die Hand gibt, entstand bei einem Interview, das Blome zusammen mit dem früheren Bild-Chef Kai Diekmann (auch im Foto zu sehen) mit Putin geführt hat. In seinem aktuellen Kommentar greift Julian Reichelt scharf die Instrumentalisierung von Sport-Großereignissen durch autokratische Regime an:

Stellen wir uns nur für einen Augenblick vor, diesen Wahnsinn einer syrischen Mutter zu erklären, deren Sohn von einer russischen Bombe zerfetzt wurde, während er vor einigen Wochen im Ronaldo-Trikot auf der Straße kickte und im Horror des Krieges vielleicht noch Vorfreude auf die WM seiner Mörder empfand.

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Dabei schont er auch nicht den eigenen Bild-Kolumnisten Lothar Matthäus:

Mitten in diesem obszönen Schauspiel taucht nun Lothar Matthäus auf, der als Weltmeister von 1990 und Rekordnationalspieler unser Land und als Kolumnist bei dieser WM auch BILD repräsentiert, und steht breit grinsend neben Wladimir Putin, dem ein Trikot mit seinem Namen überreicht wird. Artig bedankt er sich für das tolle Turnier.

Überschrieben ist Reichelts Kommentar mit: “Matthäus sollte keine blutigen Hände schütteln”

Nun ist es freilich schon ein Unterschied, ob man nach dem Händedruck ein Interview führt oder für eine Trikot-Übergabe zu PR-Zwecken posiert. Als Konter zu der zugespitzten Überschrift, erzielt Matthäus’ Posting aber durchaus Wirkung. Zumal Matthäus in weiteren Tweets seine Einstellung noch näher ausführte:

Man kann geteilter Meinung sein über die PR-Aktion von Lothar Matthäus für Wladimir Putin. Seine Reaktion auf Twitter auf den Bild-Kommentar war allerdings zumindest sehr schlagfertig und originell. Entweder Matthäus hat hier in Sachen Kommunkation einiges dazugelernt oder er hat ziemlich gute Berater …

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Alle Kommentare

  1. “Entweder Matthäus hat hier in Sachen Kommunkation einiges dazugelernt oder er hat ziemlich gute Berater …”

    Und Sie, lieber Autor (oder Autorin? oder Unentschlossene? ), haben ziemlich gute Ghostwriter.

    1. Es ist eine Unverschämtheit wie ein kleiner Schreiberling eines zweitklassigen Internetportals einen auf geistige Überlegenheit gegenüber einer Fußball-Ikone macht… Lachhaft!

  2. Oder Bild und Matthäus haben den Gag vorher abgesprochen. Denn soviel Geist ist Matthäus normal nicht zu zu trauen

    1. Sie scheinen Herrn Matthäus ja gut zu kennen, wenn Sie sich solch ein Urteil erlauben können. Sei‘s drum.
      Ich sehe und höre ihn „nur“ regelmäßig auf Sky und darf Ihnen sagen, dass er dort absolut kompetente und einfallsreiche Analysen liefert. Eindeutig „unabgesprochen“.

  3. Der Sport war, ist und sollte immer ein unpolitisches und völkerverbindendes Ereignis sein.
    Es scheint eher, das können wir auch in der Vergangenheit großer sportlicher Ereignisse sehen, das die Politk(er) sich in dem Rampenlicht des Sport stellen und nicht wie hier suggeriert der Sportler.
    Ich persönlich sehe in diesem Fall Herrn Matthäus als einen Botschafter des Sports und es ist eher zu erwarten, das man bei Herrn Putin im Sinne einer Völkerverständigung mehr Resultate erwarten könnte, als wenn Herr Matthäus einem auf der Straße die Hand geschüttelt hätte.
    Es wird vieles aus dem Moment heraus aufgebauscht, ohne sich große Gedanken um den eigentlichen Sinn des Sports zu machen.
    Es ist allemal besser wenn unsere Kinder auf dem Sportfeld gewinnen oder verlieren, als das sie es auf einem Kriegsschauplatz tun müssten.

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