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Schweigers Kino-Krimi holt eine der schwächsten “Tatort”-Quoten der jüngeren Vergangenheit

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Til Schweiger im "Tatort: Tschiller - Off Duty"

Til Schweiger wird es als Beweis dafür sehen, dass der Sendeplatz mitten im Sommer ein miserabler war: Sein Kino-"Tatort: Tschiller - Off Duty" war mit einem Marktanteil von 18,6% einer der schwächsten der vergangenen Jahre. Nur 5,34 Mio. sahen am Sonntagabend zu. De facto sehen die Zahlen aber eher nach der logischen Fortsetzung des schon zwischen Fall 1 und 4 zu beobachtenden abnehmenden Interesse am Ermittler Tschiller aus.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Til Schweigers Kino-“Tatort” ohne Quotenglück

Nur 5,34 Mio. sahen also Til Schweigers fünften “Tatort: Tschiller – Off Duty”, der im Februar 2016 mit sehr wenig Erfolg (277.300 Besucher) im Kino lief. Die 5,34 Mio. sind die schwächste “Tatort”-Zahl seit Jahren, doch besser vergleichbar mit anderen Fällen ist wegen des Sendetermins in der Ferienzeit, in der ohnehin weniger Menschen fernsehen der Marktanteil. Der lag am Sonntagabend bei 18,6%. Kein Minusrekord, aber einer der schwächsten Zahlen der vergangenen Jahre. Vergleichbar ist er etwa mit dem unseligen Mundart-Impro-“Tatort: Babbeldasch” mit Lena Odenthal, der im Februar 2017 17,4% holte. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 1,85 Mio. bessere 19,2% – eine unterdurchschnittliche Zahl, die aber nicht zu den schwächsten der jüngeren Vergangenheit gehört. Hier gab es in den vergangenen Jahren sogar Fälle mit weniger als 15% – u.a. auch wieder “Babbeldasch”. Sprich: “Tschiller – Off Duty” war vor allem im Gesamtpublikum für “Tatort”-Verhältnisse ein Misserfolg – ob es aber nur am Hochsommer-Sendeplatz oder auch am generell mangelnden Interesse an Til Schweiger als “Tatort”-Ermittler” lag, lässt sich anhand der nackten Einschaltquoten nicht sagen. Für das abnehmende Interesse spricht, dass nach dem Mega-Erfolg der Tschiller-Premiere 2013 mit 12,74 Mio. Sehern und 33,6% schon bei Film 4 im Januar 2016 nur 7,76 Mio. und 20,1% übrig waren. Die nun erreichten 18,6% sehen also nach logischer Fortsetzung dieser Tendenz aus.

2. Die Formel 1 knackt die 5-Mio.-Marke und holt grandiose 35,5%, um 20.15 Uhr kommt “Inga Lindstöm” dem “Tatort” relativ nah

Über die 5-Mio.-Marke sprang am Sonntag neben dem “Tatort” und der zuvor gezeigten 20-Uhr-“Tagesschau” (5,33 Mio. / 21,2%) auch die Formel 1: 5,06 Mio. sahen den Silverstone-Grand-Prix am Nachmittag bei RTL – ein grandioser Marktanteil von 35,5%. Zum Vergleich: 2017 sahen das entsprechende Rennen 4,74 Mio. (32,7%) – beide Werte wurden also verbessert. Der aktuelle Erfolg von Sebastian Vettel tut den Quoten also offenbar gut. Um 20.15 Uhr kam das ZDF dem “Tatort” am nächsten: 4,07 Mio. sahen eine drei Jahre alte “Inga Lindström”-Wiederholung, der Abstand zwischen “Tatort” und ZDF-Film war also deutlich kleiner als gewohnt.

3. “Tatort” im jungen Publikum deutlicher vorn, RTL verliert in der Prime Time gegen ProSieben und Sat.1

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Bei den 14- bis 49-Jährigen war Til Schweigers Kino-“Tatort” wie oben beschrieben etwas erfolgreicher als insgesamt. Mit 1,85 Mio. jungen Zuschauern und 19,2% gewann der Krimi den Sonntag recht souverän vor der Formel 1 (1,33 Mio. / 28,9%) und der 20-Uhr-“Tagesschau” (1,25 Mio. / 16,4%). Während RTL also am Nachmittag mit dem Autorennen sehr erfolgreich war, lief es in der Prime Time nicht so gut: “96 Hours – Taken 3” wollten diesmal nur 810.000 14- bis 49-Jährige sehen – schwache 8,4%. Davor platzierten sich sowohl ProSieben, als auch Sat.1: ProSieben mit ordentlichen 1,02 Mio. und 10,7% für “Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows”, Sat.1 mit guten 880.000 und 9,5% für “Blind Side”.

4. Erfolgreicher Film-Abend bei RTL II

In der zweiten Privat-TV-Liga sprang auch RTL II mit einem Film über das eigene Normalniveau: 620.000 14- bis 49-Jährige schalteten den zehn Jahre alten Kinohit “Die Welle” ein, der Marktanteil lag bei guten 6,5%. Bei Vox sahen ebenfalls 620.000 die “Promi Shopping Queen”, die damit aufgrund der längeren Sendezeit einen Marktanteil von 7,0% einfuhr. kabel eins landete mit den “spektakulärsten Kriminalfällen” unterdessen bei nur 390.000 jungen Zuschauern und 4,1%. Für RTL II ging es übrigens auch ab 22.25 Uhr noch erfolgreich weiter: “Final Destination 5” erreichte mit 440.000 14- bis 49-Jährigen sogar 7,4%.

5. Nitro stark mit “CSI”-Serien, zdf_neo grandios mit “Marie Brand”

Über dem Soll landete am Abend auch wieder der RTL-Ableger Nitro mit seinen “CSI”-Wiederholungen: “CSI: Miami”, “CSI: NY” und “CSI” erreichten bei den 14- bis 49-Jährigen in der Prime Time, also zwischen 20.15 Uhr und 22.55 Uhr 2,5% bis 2,8%, um 22.55 Uhr mit einer weiteren “CSI”-Folge dann sogar 3,2%. Im Gesamtpublikum nahm zdf_neo dem “Tatort” noch viele Zuschauer ab: 1,89 Mio. Krimifreunde entscheiden sich statt für Til Schweiger für eine Wiederholung aus der “Marie Brand”-Reihe. Diese Zahl entsprach um 20.15 Uhr einem Marktanteil von 6,5%. “Schneewittchen muss sterben” erreichte um 21.45 Uhr noch 1,01 Mio. und 4,2%. Ebenfalls noch über dem Soll landete in der Prime Time das WDR Fernsehen mit “Wunderschön” (1,24 Mio. / 4,3% um 20.15 Uhr), sowie das NDR Fernsehen mit “Kaum zu glauben!” (1,11 Mio. / 4,2% um 21.45 Uhr).

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Alle Kommentare

  1. Tja, der Nuk Schnuller. Alle lieben ihn abgöttisch. Aber die meisten genieren sich doch sehr, es zu zeigen.

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