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Podcasts, Virtual Reality und Messenger-Dienste: Deutsche glauben an Innovation, sind aber Bezahlmuffel

Vielen technologischen Trends sind Deutsche aufgeschlossen, zahlen wollen sie dafür jedoch nicht
Vielen technologischen Trends sind Deutsche aufgeschlossen, zahlen wollen sie dafür jedoch nicht

Virtual Reality (VR), Podcasts, Messenger und Livestreaming – eine neue Studie von Statista zeigt, wie sehr Deutsche an Medieninnovationen glauben. Technologische Trends im Journalismus hätten durchaus gute Chancen auch beim Konsumenten anzukommen. Einziger Haken: Was die Zahlungsbereitschaft angeht, zeigen sich die Befragten reserviert.

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Welche Innovationen stehen hoch im Kurs?

Unter den 1.000 Befragten aus ganz Deutschland sehen zwei Drittel Livestreaming als Trend an, der sich am ehesten im Medienmarkt durchsetzen wird. Jeder zweite glaubt an Virtual und Augmented Reality, 45 Prozent rechnen auch den Messenger-Diensten eine Erfolgschance aus. Dagegen sehen lediglich 27 Prozent der Befragten in Podcasts und Sprachassistenten einen nachhaltigen Trend, der den Markt durchdringen kann.

Nachdenklich sollten Medienmacher bei der Zahlungsbereitschaft werden, denn hier scheint sich auch weiterhin eine Kostenlos-Kultur durchzusetzen. Bei keinem der sieben genannten journalistischen Formate wäre eine Mehrheit bereit, Geld dafür auszugeben. Am besten schneiden noch Livestreaming (29 Prozent) und VR (25 Prozent) ab.

Wie steht es um Podcasts und Messenger-Dienste?

Obwohl etwas mehr als die Hälfte der Befragten schon einmal einen Podcast gehört hat und auch elf Prozent dies in Zukunft nachholen wollen, glauben nur 27 Prozent der Teilnehmer an einen dauerhaften Markterfolg. 38 Prozent haben bislang keinen Podcast gehört. Thematisch werden vor allem Reportagen, Nachrichten und Interviews zu Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Unterhaltung von rund der Hälfte der Befragten am liebsten gehört. Hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft zeigt sich, dass mehr als die Hälfte (56 Prozent) weniger als fünf Euro monatlich für Podcast-Angebote ausgeben würde, zehn Euro und mehr wären lediglich fünf Prozent bereit zu zahlen.

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Messenger-Dienste wie Facebook und WhatsApp sollen nach Meinung der Befragten Journalismus-freie Zonen bleiben, so das Ergebnis der Studie. Bislang nutzt lediglich ein Drittel derartige Angebote, 14 Prozent wollen dies bald ausprobieren. Dieses Drittel nutzt Messenger-Angebote von Medien zu 73 Prozent für den Nachrichtenkonsum. Der weitaus größere Teil, nämlich 54 Prozent, lehnt journalistische Formate bei WhatsApp & Co. ab. Gründe dafür sind unter anderem die Wahrung der Privatsphäre (55 Prozent), der Datenschutz (45 Prozent) und die Sorge vor zu viel Werbung (54 Prozent). Ohnehin stünden die Monetarisierungschancen auf wackligen Füßen, denn rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer gibt an, dass sie Werbung von Dritten nicht gut bis unmöglich finden.

Wer hat die Studie durchgeführt?

Die repräsentative Studie hat Statista im Auftrag von nextMedia.Hamburg durchgeführt. Dazu hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut 1.000 Deutsche zu ihrer Einstellung rund um Medieninnovationen und Zahlungsbereitschaft befragt. Die Umfrage fand zwischen dem 17. und 24. Mai statt.

(tb)

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