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Medien-Woche: Lorenz Maroldt spricht über die Paid-Content-Pläne mit dem Tagesspiegel und Checkpoint

Im Medien-Woche-Podcast: Tagesspiegel-Chefredakteur und Mr. Checkpoint Lorenz Maroldt
Im Medien-Woche-Podcast: Tagesspiegel-Chefredakteur und Mr. Checkpoint Lorenz Maroldt

Mit dem Podcast "Die Medien-Woche" sind Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) diesmal zu Gast bei Lorenz Maroldt in Berlin. Gemeinsam mit Stephan-Andreas Casdorff bildet er beim Tagesspiegel das aktuell am längsten amtierende Chefredakteurs-Duo bei einer deutschen Zeitung. Maroldt spricht über die lange Seehofer-Nacht, den harten Zeitungsmarkt Berlin, die Fußball-WM und er verrät einiges über die Paid-Content-Pläne mit dem Tagesspiegel und seinem Checkpoint-Newsletter.

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Lorenz Maroldt wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Bereits 1992 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis, 2014 wurde er gemeinsam mit seinem “Zwilling” (O-Ton Maroldt) Stephan-Andreas Casdorff vom Medium Magazin in der Kategorie “Chefredaktion regional” geehrt. 2015 gewann er für den von ihm entwickelten Newsletter “Checkpoint” den Grimme Online Award und 2016 wurde er erneut in der Kategorie “Chefredaktion regional” geehrt, nicht zuletzt auch für “Checkpoint”.

Jahrelang hat Maroldt den frühmorgendlichen und sehr ausführlichen Berlin-Newsletter im Alleingang gestemmt. Eine Herkules-Arbeit, die er mit jahrelangem Schlaf-Defizit bezahlte, wie er selbst erzählt. Seit einiger Zeit hat er nun einige weitere Autoren dazu geholt. Auch im Hinblick darauf, so Maroldt im Podcast-Interview, weil er den “Checkpoint”-Letter nach den Sommerferien ausbauen will (in der Ferienzeit erscheint “Checkpoint” statt täglich nur zweimal pro Woche).

Der Ausbau des Letters gehört zu größeren Paid-Content-Plänen, die der Tagesspiegel hat. So ist laut Maroldt ein eigenständiges Digitalabo geplant, wobei eine erweiterte “Checkpoint”-Version eine Rolle sielen kann. Es gehe darum, “Checkpoint auf verschiedene Ebenen zu bringen. Ein kostenloses Angebot und andere Angebote als Teil des Digital-Abos”, so Maroldt im Medien-Woche-Podcast. Bislang spielt der Tagesspiegel im Paid-Content-Geschäft nur mit seiner E-Paper-Ausgabe mit, dies allerdings sehr erfolgreich.

Was das Pricing betrifft, so empfindet er die bisherigen Paid-Content-Angebote deutscher Verlagshäuser als im Schnitt zu teuer: “Ich glaube, dass wir mit einem relativ niedrigen Preis aber einem sehr guten Angebot, das sehr vielfältig ist, mehr erreichen können.” Als positives Beispiel für Paid-Content nennt Maroldt das erste Background-Angebot des Tagesspiegel für die Energiewirtschaft. Background ist ein hochpreisiges und spitz positioniertes Digital-Produkt, das sich an ein Fachpublikum wendet. Beim Tagesspiegel arbeiten alleine für Background Energie sieben Redakteure. Dabei finden Themen aus Background auch ihren Weg in die Zeitung und umgekehrt unterstützt die Zeitungsredaktion die Background-Mannschaft, zum Beispiel bei Recherchen. Für Maroldt ist das ein gelungenes Beispiel für neue Wege mit Paid Content, die weg führen von einer reinen Fixierung auf eine möglichst groß Reichweite.

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Seiner Ansicht nach hat der Tagessiegel mit seinen Angeboten (neben Checkpoint gibt es noch wöchentliche, hyperlokale “Leute”-Newsletter zu jedem Berliner Bezirk und einen Morgenlage-Letter) genügend Alleinstellungsmerkmale, die die Einführung eines Bezahlmodells rechtfertigen.

Darüber hinaus sprechen wir mit Maroldt noch über den harten Berliner Zeitungsmarkt, wie er die lange-Seehofer-Nacht der Medien erlebt hat, was er von der Debatte um eine Reform des EU-Urheberrechts hält und was ihn bei der Berichterstattung über die Fußball-WM so richtig geärgert hat.

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Feedback können Sie gerne an medien-woche@meedia.de oder medien-woche@weltN24.de senden. Viel Spaß beim Hören!

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Alle Kommentare

  1. Ist das nicht der Linke Stürmer?
    Von Werbeschalten der Regierung gepampert? Und Pressetechnisch voll auf Linie. Die kriegen doch immer die Fragen an Politiker schon vorher. Und wenn die dann noch eine eigene stellen soll der jeweilige dann erklären, wie er es schaft so toll zu sein.

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