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Mit “Korea Tabs” ins Achtelfinale: Die schräge Titelseite des Berliner Kuriers zum letzten WM-Vorrundenspiel

“Korea Tabs” sollen Jogi Löw helfen, seine Mannschaft erfolgreich auf Südkorea einzustellen.
"Korea Tabs" sollen Jogi Löw helfen, seine Mannschaft erfolgreich auf Südkorea einzustellen.

Es ist Fußball-WM und damit die wohl schönste Zeit für den Boulevard. Vor allem die Spiele der deutschen Nationalmannschaft bieten Anlass für Schlagzeilen, die sich irgendwo zwischen äußerst kreativ und ziemlich doof bewegen. Der Berliner Kurier gibt sich alle Mühe, an beiden Enden der Skala aufzutauchen und titelt heute mit „Korea Tabs – Für ein blitzsauberes Achtelfinale“.

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Ob zum Pflegen eines Zahnersatzes oder als legendäres Reinigungsmittel für so ziemlich alles, was in studentischen Haushalten anfällt, “Corega Tabs” sind für ihre multifunktionalen Verwendungszwecke bekannt und berüchtigt. Der Berliner Kurier hat auf seiner heutigen Titelseite aber noch eine ganz neue Anwendung entdeckt: Als “Korea Tabs” helfen die Tabletten sogar Jogis Jungs in Russland! Einfach jedem Nationalspieler vor dem Spiel gegen Südkorea (16 Uhr, ZDF) eine Tablette geben – und siehe da, Deutschland kann wieder toll lachen und geht “blitzsauber” ins Achtelfinale.

Online legen die Berliner Boulevard-Profis noch einen oben drauf: “Mit festem Biss und gutem Halte sorgen Korea Tabs für den WM-Erhalt”, betitelt der Berliner Kurier sein eigens entworfenes Poster zum heutigen Spiel. In so einer Packung “Korea Tabs” findet der gemeine Fußballfan demnach elf “Schweinsteiger-Tabletten”, die – natürlich –  mit der speziellen “Miro-Clean-Formel” (in Anspielung auf Miroslav Klose) wirken. Schiefgehen kann nun offenbar nichts mehr, denn: “Korea Tabs” helfen gegen “99,9 Prozent der Zweifel am Weltmeister”.

Die “Korea-Tabs” des Berliner Kuriers helfen durch die “Miro-Clean-Formel”.

Traditionell lebt der Boulevard zu Welt- und Europameisterschaften auf den Titelseiten seine besonders kreative Seite aus. Vor dem Auftaktspiel zur WM 2002 gegen Saudi-Arabien (8:0) hieß es bei der Bild beispielsweise “Rudi, haudi Saudi!”. 2014 entschied sich das Blatt am Tag des letzten Gruppenspiels gegen die USA (1:0) für einen verprügelten Jürgen Klinsmann auf der Titelseite, der, in Anlehnung an die US-Flagge, als US-Nationaltrainer natürlich die Sterne sehen werde. Der Express hatte damals ein tolles Rezept für alle (Tor-)Hungrigen parat und setzte Hamburger statt Bratwürstchen auf die Titelseiten-Speisekarte.

So titelte die Bild vor dem letzten Gruppenspiel gegen die USA bei der WM in Brasilien vor vier Jahren.

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“Rudi, haudi Saudi! – der Ratschlag der Bild an Rudi Völler hat geholfen. Saudi-Arabien wurde bei der WM 2002 mit 8:0 vom Platz gefegt.

Hau-drauf-Titelseiten sind aber gewiss keine alleinige Spezialität des deutschen Boulevards. Auch die englischen Kollegen zeigen sich mitunter kreativ, wenn es um große Fußball-Turniere geht. Am Liebsten auch noch, wenn sich ein Bezug auf Deutschland und die Geschichte herstellen lässt: Als der DFB das schwarze Auswärtstrikot für die WM 2010 vorstellte, sah der Daily Star darin nicht weniger als die offizielle Rückkehr der SS-Uniformen.

Bild-Sport-Chefredakteur Matthias Brügelmann gab derweil in seinem heutigen WM-Briefing einen kleinen Einblick in die Kreativabteilung der Bild, die vor jedem Deutschland-Spiel einen internen Schlagzeilen-Wettbewerb veranstaltet. Zu Brügelmanns aktuellen Favoriten gehören unter anderem die Titel “Es gibt Reus, Baby!”, “Kroos macht Korea konfuzius” und “Schickt Korea in die Reha!”.

Na dann: “Gut Kick”, wie Klaas Heufer-Umlauf wohl sagen würde.

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