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LAE 2018: Focus und stern verlieren viele Entscheider unter den Lesern, SZ legt kräftig bei der Crossmedia-Reichweite zu

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Einmal im Jahr ermittelt die Leseranalyse LAE, welche Zeitungen, Zeitschriften, Online-Angebote und Apps wie sehr von "Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verwaltung" genutzt werden. Ergebnisse 2018: Focus und stern haben viele Print-Leser verloren, Zeit und Süddeutsche gewinnen hingegen am stärksten. Die größten Zuwachsraten verzeichnen Apps und bei der Crossmedia-Reichweite ist die Süddeutsche der einzige Gewinner unter den fünf Top-Marken.

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Bei den Tageszeitungen baute die Süddeutsche Zeitung ihren Vorsprung aus: 453.000 Entscheider lesen laut LAE pro Ausgabe das Blatt – ein Plus von 2,3% gegenüber 2017. Die Welt legt inklusive Welt kompakt an Werktagen ebenso zu wie das Handelsblatt, einziger Verlierer unter den Tageszeitungen ist die F.A.Z. Bei den Wochenzeitungen gibt es hingegen nur Gewinner – Zeit, VDI nachrichten und F.A.S. legten allesamt zu. Die Welt am Sonntag fehlt leider in der LAE-Auswertung, weil ihre Reichweite nur noch als Kombi zusammen mit der Welt ausgewiesen wird und nicht mehr einzeln.

LAE 2018: Die Ergebnisse
Leser pro Ausgabe
2018 vs. 2017
Tageszeitungen
1 Süddeutsche Zeitung 453.000 10.000 2,3%
2 Welt Print Werktag (Die Welt / Welt kompakt) 342.000 5.000 1,5%
3 Frankfurter Allgemeine Zeitung 334.000 -12.000 -3,5%
4 Handelsblatt 305.000 6.000 2,0%
Wochenzeitungen
1 Die Zeit 428.000 22.000 5,4%
2 VDI nachrichten 254.000 26.000 11,4%
3 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 211.000 14.000 7,1%
Daten-Quelle: LAE e.V. / Tabelle: MEEDIA

Zur Erinnerung: Die LAE ermittelt einmal pro Jahr u.a., welche Medien von “Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verwaltung” genutzt werden. Zu dieser Zielgruppe zählen diesmal

  • 567.000 Selbstständige/ Freiberufler mit Betrieben ab sechs Beschäftigte außerhalb der Wirtschaftszweige der “klassischen” freien Berufe
  • 494.000 Selbstständige/ Freiberufler mit mindestens einem/einer zusätzlichen Beschäftigten
  • 1.645.000 Leitende Angestellte („Angestellte mit selbstständigen, (begrenzt) verantwortlichen Tätigkeiten“ oder „Angestellte mit Führungsaufgaben und Entscheidungsbefugnissen“)
  • 228.000 Beamte im mittelbaren und unmittelbaren Dienst ab Besoldungsgruppe A14

Insgesamt kamen für die LAE 2018 also 2,934 Mio. Leute in die Wertung  – 17.000, bzw. 0,6% weniger als 2017. 79% der Befragten sind übrigens Männer, 50% im Alter von 50 aufwärts.

Bei den wöchentlichen Zeitschriften gibt es auf den ersten vier Plätzen nur Titel, die unter ihren Zahlen aus dem Vorjahr liegen, besonders Focus und stern verloren hier deutlich: 34.000 bzw. 42.000 Entscheider. Aufwärts ging es auf den Rängen 5 und 6 für Focus Money und die noch recht junge Frankfurter Allgemeine Woche.

Bei den monatlichen Titeln baut das manager magazin seinen Vorsprung durch ein 9.000-Leser-Plus aus, dahinter folgen mit Capital, Markt und Mittelstand und dem Handwerk Magazin drei Verlierer. Für die Creditreform ging es noch klar nach oben, die anderen Zeitschriften liegen in etwa auf Vorjahresniveau.

LAE 2018: Die Ergebnisse
Leser pro Ausgabe
2018 vs. 2017
Wöchentliche Zeitschriften
1 Der Spiegel 907.000 -2.000 -0,2%
2 Focus 560.000 -34.000 -5,7%
3 Stern 548.000 -42.000 -7,1%
4 Wirtschaftswoche 296.000 -8.000 -2,6%
5 Focus Money 186.000 7.000 3,9%
6 Frankfurter Allgemeine Woche 83.000 10.000 13,7%
Monatliche Zeitschriften
1 Manager Magazin 321.000 9.000 2,9%
2 Capital 259.000 -17.000 -6,2%
3 Markt und Mittelstand 234.000 -11.000 -4,5%
4 Handwerk Magazin 228.000 -15.000 -6,2%
5 Creditreform 172.000 12.000 7,5%
6 Brand eins 151.000 -2.000 -1,3%
7 Der Handel 145.000 2.000 1,4%
8 Cicero 127.000 -1.000 -0,8%
9 Impulse 126.000 -3.000 -2,3%
Daten-Quelle: LAE e.V. / Tabelle: MEEDIA

Ein Wachstum ist allgemein noch bei den klassischen Online-Angeboten zu verzeichnen. Unter den 19 ausgewerteten Websites finden sich nur drei, die ihre 2017er-Zahlen nicht erreicht haben, darunter der Tabellenführer Spiegel Online, der aber nur 0,2% einbüßte. Zudem ging es für die Welt und brand eins nach unten. Die größten Gewinner nach absoluten Leserzahlen heißen Süddeutsche und F.A.Z., prozentual gesehen gewannen die kleineren Markt und Mittelstand, etailment und Cicero am deutlichsten hinzu.

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LAE 2018: Die Ergebnisse
Nutzer pro Monat
2018 vs. 2017
Online-Angebote
1 spiegel.de 1.175.000 -2.000 -0,2%
2 focus.de 878.000 17.000 2,0%
3 sueddeutsche.de 651.000 51.000 8,5%
4 faz.net 629.000 47.000 8,1%
5 welt.de 581.000 -16.000 -2,7%
6 zeit.de 558.000 17.000 3,1%
7 stern.de 522.000 23.000 4,6%
8 handelsblatt.com 458.000 21.000 4,8%
9 wirtschaftswoche.de 323.000 2.000 0,6%
10 manager-magazin.de 233.000 7.000 3,1%
11 capital.de 195.000 10.000 5,4%
12 ingenieur.de 195.000 14.000 7,7%
13 creditreform-magazin.de 136.000 15.000 12,4%
14 marktundmittelstand.de 119.000 21.000 21,4%
15 handwerk-magazin.de 96.000 9.000 10,3%
16 cicero.de 95.000 14.000 17,3%
17 etailment.de 95.000 15.000 18,8%
18 brandeins.de 94.000 -3.000 -3,1%
19 impulse.de 72.000 0 0,0%
Daten-Quelle: LAE e.V. / Tabelle: MEEDIA

Die größten Zuwachsraten sind bei den Smartphone-Apps zu beobachten. Hier gewannen 15 der 16 Marken hinzu – allesamt um mehr als 10%. Nach unten ging es einzig für das Handwerk Magazin. Ganz oben finden sich wiederum die Apps von Spiegel und Spiegel Online, dahinter folgen die Focus-Apps und die der Süddeutschen Zeitung. Die Zeit- und Zeit-Online-Apps gewannen auf Rang 6 heftige 77,8% hinzu, Capital auf deutlich geringerem Niveau auf Platz 11 sogar 80%.

LAE 2018: Die Ergebnisse
Nutzer pro Monat
2018 vs. 2017
Smartphone-Apps
1 Spiegel / Spiegel Online 285.000 68.000 31,3%
2 Focus / Focus Online 187.000 50.000 36,5%
3 Süddeutsche Zeitung 130.000 39.000 42,9%
4 stern 109.000 17.000 18,5%
5 F.A.Z. 109.000 35.000 47,3%
6 Die Zeit / Zeit Online 96.000 42.000 77,8%
7 Welt 94.000 12.000 14,6%
8 Handelsblatt 70.000 14.000 25,0%
9 Wirtschaftswoche 42.000 7.000 20,0%
10 VDI Nachrichten 33.000 5.000 17,9%
11 Capital 27.000 12.000 80,0%
12 Manager Magazin 21.000 2.000 10,5%
13 Creditreform Magazin 20.000 9.000 81,8%
14 Handwerk Magazin 11.000 -2.000 -15,4%
15 Impulse 11.000 2.000 22,2%
16 Brand eins 9.000 2.000 28,6%
Daten-Quelle: LAE e.V. / Tabelle: MEEDIA

Über Nutzer-Zuwächse freuen sich auch die Tablet-Apps, wenn auch nicht über solche dramatisch wie die für Smartphones. Auch hier führen Spiegel und Spiegel Online vor Focus und Focus Online sowie der Süddeutschen Zeitung. Ein großer Gewinner ist auch hier Die Zeit bzw. Zeit Online, sowie abseits der Top Ten Der Handel und die Creditreform. Nutzer eingebüßt haben einzig die VDI Nachrichten und das Handwerk Magazin.

LAE 2018: Die Ergebnisse
Nutzer pro Monat
2018 vs. 2017
Tablet-Apps
1 Der Spiegel / Spiegel Online 232.000 24.000 11,5%
2 Focus / Focus Online / Focus-Magazin 136.000 25.000 22,5%
3 Süddeutsche Zeitung 128.000 23.000 21,9%
4 F.A.Z. / F.A.S. 104.000 15.000 16,9%
5 Die Welt 87.000 8.000 10,1%
6 Handelsblatt 78.000 7.000 9,9%
7 stern 76.000 8.000 11,8%
8 Die Zeit / Zeit Online 72.000 21.000 41,2%
9 Wirtschaftswoche 39.000 6.000 18,2%
10 VDI Nachrichten 34.000 -1.000 -2,9%
11 Capital 31.000 6.000 24,0%
12 Manager Magazin 27.000 6.000 28,6%
13 Der Handel 27.000 11.000 68,8%
14 Creditreform 17.000 6.000 54,5%
15 Impulse 10.000 0 0,0%
16 Brand eins 10.000 0 0,0%
17 Handwerk Magazin 7.000 -1.000 -12,5%
Daten-Quelle: LAE e.V. / Tabelle: MEEDIA

Spannend wird es nun, wenn man die Print-, Online- und App-Zahlen zusammen führt und gemeinsame Crossmedia-Reichweiten errechnet. Wegen unterschiedlicher Erscheinungsweisen sind diese Zahlen zwar immer wieder nur bedingt vergleichbar, dennoch sind sie überaus interessant. Neun der 19 Marken verzeichnen laut LAE 2018 demnach steigende Crossmedia-Reichweiten, zehn fallende. Unter den fünf Top-Marken verlieren gleich vier: Spiegel, Focus, stern und Welt. Nach oben ging es hier nur für die Süddeutsche Zeitung. Wie schon bei den Print-Reichweiten verloren auch hier Focus und stern am deutlichsten.

Zuwächse verzeichnen ab Rang 6 auch noch die F.A.Z., das Handelsblatt, das manager magazin, die VDI nachrichten (plus 30.000 / 9,6%!), die Creditreform, brand eins, Der Handel und Cicero.

LAE 2018: Die Ergebnisse
Leser pro Ausgabe + Nutzer pro Woche
2018 vs. 2017
Crossmedia+App-Reichweite
1 Der Spiegel LpA + spiegel.de NpW + App(s) NpW 1.656.000 -16.000 -1,0%
2 Focus LpA + focus.de NpW + App(s) NpW 1.192.000 -45.000 -3,6%
3 Stern LpA + stern.de NpW + App(s) NpW 907.000 -43.000 -4,5%
4 Süddeutsche Zeitung LpA + Süddeutsche.de NpW + App(s) NpW 876.000 22.000 2,6%
5 Welt Print Werktag LpA + welt.de NpW + App(s) NpW 779.000 -32.000 -3,9%
6 F.A.Z. LpA + faz.net NpW + F.A.Z. App NpW 777.000 7.000 0,9%
7 Die Zeit LpA + zeit.de NpW + App(s) NpW 768.000 -3.000 -0,4%
8 Handelsblatt LpA + handelsblatt.com NpW + App(s) NpW 622.000 8.000 1,3%
9 Wirtschaftswoche LpA + wirtschaftswoche.de NpW + App(s) NpW 506.000 -11.000 -2,1%
10 Manager Magazin LpA + manager-magazin.de NpW + App(s) NpW 442.000 3.000 0,7%
11 Capital LpA + capital.de NpW + App(s) NpW 363.000 -25.000 -6,4%
12 VDI Nachrichten LpA + vdi-nachrichten.com NpW + App(s) NpW 344.000 30.000 9,6%
13 Markt und Mittelstand LpA + marktundmittelstand.de NpW 302.000 -4.000 -1,3%
14 Handwerk Magazin LpA + handwerk-magazin.de NpW 266.000 -17.000 -6,0%
15 Creditreform LpA + creditreform.de NpW + App(s) NpW 238.000 18.000 8,2%
16 Brand eins LpA + brandeins.de NpW + App(s) NpW 208.000 2.000 1,0%
17 Der Handel LpA + derhandel.de NpW 199.000 5.000 2,6%
18 Cicero LpA + cicero.de NpW + App(s) NpW 176.000 1.000 0,6%
19 Impulse LpA + impulse.de NpW + App(s) NpW 167.000 -7.000 -4,0%
Daten-Quelle: LAE e.V.                                                          Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. Interessant, ich lese Spiegel.de nicht mehr, weil ich sowohl den Werbeblogger ausschalten muss als auch meine Kommentare nicht veröffentlicht werden. Zudem ist dort alles jenseits reiner Nachrichten und Kommentare Bezahlware. Bei Zeit.de werden fast alle meine Kommentare publiziert und ich habe dort nur unauffällige Werbung. Da ich Werbung anschauen muss, also mit meinen Daten bezahle, zahle ich sonst nichts mehr.

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