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“Wir trauern um Schland 2006-2018”: Das Presse-Echo im In- und Ausland zum historischen WM-Aus der DFB-Elf

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Auf den vierten Weltmeistertitel folgt das Allzeittief: Noch nie war eine deutsche Nationalmannschaft bei einer Fußballweltmeisterschaft in der Vorrunde ausgeschieden – bis jetzt. Nach dem blamablen 0:2 gegen Südkorea ist für die DFB-Elf die WM in Russland bereits nach drei Spielen zu Ende – als Gruppenletzter. Das historische Ausscheiden der Mannschaft führt in der hiesigen und vor allem internationalen Presse zu erwartbar deftigen Schlagzeilen.

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Das Echo der hiesigen Presselandschaft fällt nach dem historischen Debakel moderat und analytisch aus – für beißende Kritik scheint es noch zu früh:

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: “WM-Albtraum! So haben wir mehr auch nicht verdient Das ist die größte Blamage der deutschen WM-Geschichte! (…) Das 0:2 gegen Südkorea ist das peinliche Ende einer katastrophalen Gruppenphase. Ein Albtraum.”

Focus: “Vielen Dank für alles, Herr Löw – aber es ist jetzt leider Zeit zu gehen. Kein Bundestrainer vor ihm hatte auch nur annähernd so eine konstante Bilanz wie Joachim Löw, spielerisch hob er Deutschlands wichtigste Fußballmannschaft auf ein unbekanntes Niveau. Nach insgesamt 14 Jahren beim DFB bedeutet das Aus in Russland auch das Ende eines Kapitels. Leider.”

Spiegel Online: “Tatsächlich fehlte der Mut, der Glaube, die Begeisterung von Anfang an, ganz offensichtlich der Mannschaft, aber mau war die Stimmung auch im ganzen Land: Kein Vergleich mit 2006, mit 2010, von 2014 ganz zu schweigen. Deutschland ist bleiern geworden seither.”

Süddeutsche Zeitung: “Das Absurde am Scheitern der deutschen Elf ist, dass es sich über die Vorrunde angekündigt hat und trotzdem keiner daran glauben wollte. Das hat auch mit einer Aufgeblasenheit im Team zu tun.”

Welt: “Mit einer blamablen Leistung scheidet Deutschland sang- und klanglos als Gruppenletzter der WM aus. Vor allem die Offensive versagt gegen Südkorea auf ganzer Linie. ”

Zeit Online:  “Was ist denn da passiert? Deutschland hat also gegen Südkorea verloren und ist damit in der  Vorrunde der WM ausgeschieden. Bei aller Vorsicht vor Übertreibungen, und es ist ja auch nur Fußball, aber: Das ist historisch. Das ist einer deutschen Mannschaft noch nie passiert. Nicht einmal in schlimmsten, schon längst vergessen geglaubten Rumpelfußballzeiten.”

 

Ganz anders der Tenor im Ausland. Die internationale Presse zerreißt die DFB-Elf nach der historischen Pleite förmlich und überzieht die Nationalmannschaft nach jeder Lesart mit Spott, Häme und einer gehörigen Portion Schadenfreude:

Blick: “Mega-Blamage! Gruppenletzter! Weltmeister Deutschland fährt nach Hause. Die Riesen-Sensation ist Tatsache!”

Neue Zürcher Zeitung: “Deutschland hat den Generationenwechsel nicht geschafft. Der Weltmeister tritt in Russland schon nach der Vorrunde die Heimreise an. Im Team fehlt es an Leader-Figuren und auch an Ideen. (….) Der Triumph von 2014 ist weit weg.”

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Der Kurier: “Historisches WM-Aus: Deutschland scheitert an Südkorea. Der Weltmeister ist draußen: Nach einer Blamage im letzten Spiel beendet Deutschland die WM als Gruppenletzter.”

Der Standard: “Ausgeweltmeistert: Deutsches WM-Out nach 0:2 gegen Südkorea. Der Titelverteidiger muss nach einer blutleeren Vorstellung die Heimreise antreten.”

De Teelegraaf: “Schade Deutschland, alles ist vorbei”. (auf deutsch)

The Daily Mail: “Auf Wiedersehen!” (auf deutsch)

The Sun: “Kein Engländer auf dem Planeten wird jemals müde werden – egal wie es hier mit den Three Lions weitergeht –, dieses Ergebnis immer wieder fröhlich zu zitieren.”

The Guardian: “So endet die Welt also: Nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern. Es gibt Ereignisse, die so apokalyptisch sind, dass man meint, dass sie nicht einfach passieren werden. Man denkt, sie werden durch ein Donnergrollen angekündigt, durch Eulen, die Falken fangen, durch Pferde, die sich selbst essen. Zumindest sollte da ein bisschen Wut sein, ein vereitelter Versuch, während die Energie schwindet. Und doch ist Deutschland ohne den Hauch des Widerstands erstmals seit 80 Jahren in der Vorrunde ausgeschieden. Es gab keinen Sturm, es gab keinen Drang.”

The New York Times: “Deutschland, der Inbegriff einer dynamischen Tormaschine, die selten stottert, ist mit dem 0:2 gegen Südkorea in unrühmlicher Weise zusammengebrochen. (…) Deutschland, so stellt sich heraus, findet doch nicht immer einen Weg. Das ist etwas, worüber Kroos und seine Mitspieler nun vier Jahre nachdenken können.”

Wall Street Journal: “Es gibt noch drei Wochen Fußball. Die WM wurde nicht abgesagt. Aber zum ersten Mal seit 1950 findet die KO-Phase der wichtigsten Fußballturniers ohne die verlässlichste Mannschaft statt.”

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