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Nach Provokationen beim Schweden-Spiel: DFB erteilt TV-Medien-Koordinator Stadionverbot

Stadionverbot wegen Provo-Jubel: DFB TV-Medien-Koordinator Uli Voigt
Stadionverbot wegen Provo-Jubel: DFB TV-Medien-Koordinator Uli Voigt

Nach dem Siegtor von Toni Kroos beim Spiel Deutschland vs. Schweden hatten zwei offizielle DFB-Mitarbeiter mit offensiven Jubel-Gesten in Richtung schwedische Bank provoziert. Die Fifa ermittelt in der Sache. Der DFB zieht nun weitere Konsequenzen. Die beiden Funktionäre erhielten Stadion-Innenraum-Verbot. Einer der beiden ist Uli Voigt, der die Zusammenarbeit mit den TV-Sendern koordiniert.

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Der andere betroffene Funktionär ist Georg Behlau, Büroleiter der Nationalmannschaft. Die Entscheidung habe der Verband in gemeinsamer Absprache mit den beiden Betroffenen getroffen, um “ein deutliches Zeichen der Einsicht” für deren unsportliches Verhalten zu setzen – unabhängig von einer Entscheidung der Fifa-Disziplinarkommission, die noch aussteht.

Der DFB äußerte sich auch in einer Stellungnahme zu dem Vorfall: “Es war ein emotionales Spiel. Am Ende war die eine oder andere Reaktion oder Geste unseres Betreuerstabes in Richtung der schwedischen Bank zu emotional. Das entspricht nicht unserer Art”. Teammanager Oliver Bierhoff sagte in der ARD: “Das darf nicht passieren.”

Gerade Voigt müsste eigentlich über die mediale Wirkung solcher Bilder Bescheid wissen. Von 1986 bis 1999 war er bei Sat.1 Fußball- und Tennis-Reporter, später arbeitete er als Fußballchef von RTL. 2005 wechselte er zum DFB. Dort koordiniert er die Zusammenarbeit mit den TV-Sendern, organisiert Interviewanfragen und entwirft Konzepte für Spielerporträts.

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Alle Kommentare

  1. HART ZUM BALL – FAIR ZUM GEGNER

    Dem sportlichen Gegner – auch in der Hitze des Wettkampfs – mit Respekt zu begegnen, seine Chancengleichheit zu wahren, das ist dienen als Kompass für erfolgreiches Handeln in vielen Lebenssituationen. Fairness. Faire Prinzipien.

    Das schreibt der DFB auf seiner Homepage. Provozieren des Gegners bei einem ,mehr als glücklichem Sieg. ( Klarer Elfer und Rote Karte gg. Boateng nicht gewertet) Dazu das Ablichten mit Diktator Erdogan ohne jegliche Konsequenzen.

    Der DFB agiert wie Merkel, Wasser predigen und Wein trinken. Die Verlogenheit der deutschen Eliten ist schon sehr widerlich.

    1. Verstehe ich nicht. Der DFB zeigt doch mit der Reaktion, die beiden Herren auszuschließen, dass er ein Verhalten, das seinen Werten widerspricht, nicht duldet. Was soll der DFB denn sonst tun?

      Abgesehen davon: Die Aktion war unsportlich, unprofessionell und einfach unnötig, ja. Zugleich wurde niemand etwa persönlich beleidigt oder tätlich angegriffen, also bitte nicht übertreiben!

  2. welche Mannschaft? Es gibt tausende. Oder meinen Sie die Deutsche Nationalmannschaft? Mit dieser Bezeichnung liesse sie sich exakt identifizieren.

    1. An den – wenn auch nicht ganz richtig gesetzten – Anführungszeichen sollten Sie doch sehen, dass Kevin selbst auf den Namen anspielt, den der DFB der deutschen Nationalmannschaft als Markennamen verpasst hat („Die Mannschaft“).

      Sie sind sich also offensichtlich, was die Verwendung dieser Bezeichnung angeht, einig und sollten Ihre Kritik also eher an den DFB richten als an Kevin!

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