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Brasilianische Sportreporterin am Rande eines WM-Spiels belästigt, aber sie reagiert geistesgegenwärtig

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Bei der Fußball-WM in Russland ist am Sonntag eine brasilianische Sportreporterin vor laufender Kamera sexuell belästigt worden. Doch geistesgegenwärtig drehte sie den Spieß um, entlarvte den Übeltäter und hielt ihm gleich mal eine deutliche Standpauke.

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Die brasilianische Sportreporterin Julia Guimaraes bereitete sich am Sonntag gerade auf eine Berichterstattung im Rahmen des WM-Spiels zwischen Japan und dem Senegal vor, als plötzlich von der Seite ein Mann auf sie zu kam und versuchte, ihr einen Kuss auf die Wange zu geben. Guimaraes reagierte schnell, zog den Kopf weg und machte dem Passanten unmissverständlich klar, was sie von seinem Vorstoß hielt.

Mehrmals wiederholte sie energisch, dass er so etwas nie wieder gegenüber einer Frau tun solle, da es falsch und unhöflich sei. Ihre deutliche Ansage endete mit der Forderung nach mehr Respekt. Der Mann selbst, der sich mit einem verstohlenen Grinsen ganz schnell wieder aus dem Staub gemacht hatte, gab nur ein kurzes “I am sorry” von sich.

Wie die Reporterin im Nachhinein von ihrem Arbeitgeber Globo TV zitiert wird, war dies bereits der zweite Fall von sexueller Belästigung, der ihr während der WM in Russland widerfahren war. Der erste trug sich demnach am Rande der Partie zwischen Ägypten und Uruguay zu.

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Vorfälle wie dieser sind in Brasilien kein Einzelfall. Im Frühjahr 2018 wurde auf Twitter eine Aktion unter dem Hashtag “DeixaElaTrabalhar” gestartet, was so viel heißt wie “Lass sie arbeiten”. In einem zu diesem Hashtag erstellten Video rufen Reporterinnen zu Respekt gegenüber ihrem Geschlecht und ihrer Arbeit auf. Zwischen den Aussagen werden Bilder eingespielt, auf denen sie, ähnlich wie zuletzt Guimaraes, vor laufender Kamera sexuell belästigt werden.

Der Hashtag sowie das dazugehörige Video wurden in den letzten Tagen wieder aktiv genutzt, nachdem die Belästigung an Julia Guimaraes publik geworden war.

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