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“You don’t have to shout at me”: BBC-Interviewerin bringt AfD-Politikerin Beatrix von Storch in Erklärungsnot

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Am Dienstagabend war die AfD-Politikerin und Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch für ein Interview der britischen Nachrichtensendung "BBC Newsnight" zugeschaltet. Es ging vordergründig um die deutsche Asylpolitik, Moderatorin Emily Maitlis stellte einige unbequeme Fragen, die die AfD-Frau nicht gerade gut aussehen ließen.

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Fairerweise muss man Beatrix von Storch zugestehen, dass mancher Stotterer vermutlich der englischen Sprache geschuldet war. Doch auch so brachte die “BBC Newsnight”-Moderatorin Emily Maitlis die AfD-Politikerin ein ums andere Mal in Argumentationsnot, fragte immer immer wieder kritisch nach und konfrontierte von Storch mit AfD-Slogans. Etwa damit, dass der Islam laut einem Wahlplakat der Partei nicht zu Deutschland gehöre. Von Storch erwiderte widersprüchlich zu ihrem eigenen Slogan, dass es nicht um Religion gehe, sondern lediglich um illegale Einwanderer.

Gegen Ende des Interviews kam die BBC-Moderatorin auch auf den Tweet von US-Präsident Donald Trump zu sprechen, in dem er von zunehmender Kriminalität in Deutschland spricht – und den Beatrix von Storch retweetete. Auf Maitlis’ Frage, ob von Storch wisse, dass das faktisch falsch sei, erwiderte die AfD-Politikerin, dass die Gesamtzahl der Verbrechen in Deutschland zurückgegangen sei, etwa weil weniger Fahrraddiebstähle gemeldet würden. Gewaltdelikte wie Mord und Vergewaltigung seien hingegen mehr geworden. Etwas anderes zu behaupten sei “Fake News”.

Maitlis berief sich erneut auf die offizelle Kriminalstatistik 2017, es entbrannte ein kurzes Wortgefecht, bevor von Storch damit endete, dass die Moderatorin sie doch bitte nicht so anschreien solle. Ob dies nur ein Vorwand war, um nicht antworten zu müssen, kann nur spekuliert werden. Ob es hingegen aus ihrer Sicht sinnig war, das Interview mit einem Seitenhieb auf Emily Maitlis auf Twitter zu teilen, darf bezweifelt werden.

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