Partner von:
Anzeige

Facebook testet Paid-Content-Modell für Gruppen – eine Option für Nachrichtenredaktionen?

paid-content-facebook.jpg

Facebook testet derzeit ein neues Bezahlmodell. Administratoren populärer Facebook-Gruppen haben im Rahmen dieses Tests die Möglichkeit, für bestimmte Inhalte eine monatliche Gebühr zu verlangen. Dabei ähnelt das Modell den Paid-Ansätzen vieler Medienmarken.

Anzeige
Anzeige

Laut Angaben von Facebook nutzen rund eine Milliarde Menschen die Gruppenfunktion des sozialen Netzwerks. Grund genug für die Konzernchefs, ein Bezahlmodell zu testen. Zwischen 4,99 und 29,99 US-Dollar gehen im Rahmen eines jetzt startenden Testprojekts an die Administratoren ausgewählter Facebook-Gruppen. Diese haben als Themenschwerpunkte vor allem Haushaltstipps, Ratschläge für Eltern oder Kochrezepte. Die reine Mitgliedschaft in einer dieser Gruppen ist nach wie vor kostenlos, während die Gebühr lediglich für zusätzliche Gruppeninhalte, wie Tutorials oder exklusive Videos, erhoben wird.

Sollte die Testphase von Erfolg gekrönt sein und bei den Nutzern gut ankommen, wird Facebook das Modell wahrscheinlich dauerhaft etablieren und dann möglicherweise auch eine Gewinnbeteiligung verlangen. Aktuell verdienen neben den Gruppen-Administratoren nur Apple und Google mit, da die Zahlung über ihre Dienste iOS und Android abgewickelt wird.

Anzeige

Dennoch täte sich in dem Modell eine neue Einnahmequelle für die Hosts von Facebook-Gruppen auf, möglicherweise also auch für Medienmarken. Torsten Beeck, Head of Platform Partnerships and Engagement bei Spiegel Online, äußerte sich gegenüber aber MEEDIA verhalten: “Spiegel Online ist bei verschiedenen Alpha-Tests auf Facebook engagiert. Grundsätzlich haben wir ein Interesse, dass unsere hochwertigen Inhalte auch zu direkten Erlösen auf den jeweiligen Plattformen führen. Ob der Nutzerdialog, den wir generell so zugänglich wie möglich halten, im Rahmen dieser kostenpflichtigen Gruppen tatsächlich als Erlösquelle geeignet ist, wird sich erst noch zeigen. Wir knüpfen zurzeit keine Erwartungen an einen solchen Test.“

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia