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Fehlstart bei Datenallianz-Dienstleister Verimi: Identitätsplattform hat bislang nur 13.000 registrierte Nutzer

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Das haben sich Axel Springer, Deutsche Bank und Allianz als Gesellschafter der Login-Allianz Verimi wohl anders gedacht. Laut einem Bericht des zu Gruner + Jahr gehörenden Wirtschaftsmagazins Capital haben sich bei der Identitäts-Plattform bis Mitte Juni lediglich 13.000 Nutzer registriert. Die Zeitschrift spricht von einem „Fehlstart“.

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Die Turbulenzen um die Login-Allianz Verimi reißen nicht ab: Erst gab die frühere Bild-Managerin Donata Hopfen die Führung der Identitätsplattform ab – angeblich wegen eines Streits über die künftige Führungsstruktur im Unternehmen, jetzt legt das Berliner Unternehmen auch noch einen Fehlstart hin. Laut dem Wirtschaftsmagazin Capital haben sich bei dem Digital-Angebot bis Mitte Juni bislang lediglich 13.000 Nutzer registriert. Verimi war Anfang April gestartet. Als Grund für die schwache Resonanz bei den Nutzern macht Verimi-Geschäftsführer Torsten Sonntag offenbar das fehlende Marketing verantwortlich. So ist das Unternehmen mit seinem Dienst online gegangen, „ohne dass wir ein Markteinführungskonzept gestartet hätten“, betont der Geschäftsmann gegenüber Capital. Verimi will mit seinem Angebot Online-Nutzern einen sicheren Zugang zu Webportalen verschaffen und damit den US-Diensten wie Google, Facebook & Co. Paroli bieten. Denn bislang melden sich die Nutzer bei den Plattformen der US-Anbieter an, um Geschäfte im Web abzuwickeln.

Will das Berliner Start-up aber am Markt einen Erfolg feiern, müsste die „Plattform auf einige Millionen Nutzer kommen“, meint Capital. So hätten auch die zehn großen Gesellschafter rund um die Allianz, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Lufthansa und Axel Springer dem Dienst bislang nicht „ausreichend Schubkraft“ gebracht. Bislang seien an die Plattform lediglich die Deutsche Bank und die Bundesdruckerei angeschlossen, heißt es. In den kommenden Wochen sollen die Verimi-Gesellschafter Telekom und Allianz folgen, im September dann die Lufthansa mit ihrem Vielfliegerprogramm Miles & More, so Capital. Dass der Online-Dienst bislang nicht mehr neue Partner und Nutzer gefunden hat, liegt offenbar an fehlenden Angeboten am Markt. „Bislang gibt es zu wenig attraktive Angebote, um Nutzer anzulocken. Und solange keine Nutzer da sind, ist es für mögliche neue Partner wenig attraktiv einzusteigen“, schreibt das Wirtschaftsmagazin. Ein Verimi-Sprecher erklärt auf MEEDIA-Anfrage: “Wir haben bewusst einen leisen Start mit wenigen Anwendungspartnern gewählt und bislang noch keine Marketing-Kampagne gestartet”. Die Gesellschafter Allianz und Telekom sowie weitere Anwendungspartner gingen im Juli live. Weitere seien in den Startlöchern, wodurch “sich die Nutzerzahlen schnell erhöhen” würden.

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