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No Future für Kai Diekmanns Zukunftsfonds? Finanz-Website moniert minimalen Geldzufluss von “normalen Anlegern”

Die Macher hinter dem “Zukunftsfonds”: Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann (l.), Ex-Investmentbanker Leonhard Fischer
Die Macher hinter dem "Zukunftsfonds": Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann (l.), Ex-Investmentbanker Leonhard Fischer

Droht der mit großen Worten gestartete Zukunftsfonds von Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und seinem Partner und Jugendfreund, Ex-Investmentbanker Leonhard "Lenny" Fischer, zum Rohrkrepierer zu werden? Die Website Finanz-Szene.de des früheren FTD-Journalisten Heinz-Roger Dohms hat in einem Artikel moniert, dass der Zukunftsfonds kaum Mittel-Zuflüsse von normalen Anlegern habe. Laut "Zukunftsfonds" sei es unseriös, sich vor dem Ablauf von 12 Monaten zu konkreten Zahlen zu äußern.

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Finanz-Szene.de schreibt, der von Diekmann und Fischer mit ihrer Deutschen Fondsgesellschaft (DFG) aufgelegte “Zukunftsfonds” generiere momentan “kaum Zuflüsse von normalen Anlegern”. Als der Fonds vor drei Wochen an den Start ging habe er ein Volumen von 11,97 Mio. Euro gehabt. Seither seien Netto-Zuflüsse “im Bereich weniger Zehntausend Euro” zu verzeichnen gewesen. Diese Zahlen sprächen dafür, dass kaum mehr als ein paar Dutzend Anleger in den “Zukunftsfonds” investiert hätten, schreibt Finanzjournalist Dohms. Das sei ein Debakel, gemessen am langfristigen Ziel des Fonds, ein Volumen von 20 Milliarden Euro zu erreichen, so Finanz-Szene.de.

Zu den Investoren, die das Startkapital von knapp 12 Mio. Euro beisteuerten gehörte mit knapp zwei Millionen Euro außerdem wohl der “Multi Leaders Fund” (MLF) der von der Greiff Capital Management AG verwaltet wird. Deren Vorstand, Volker Schilling, sei wiederum gleichzeitig der Fondmanagers des “Zukunftsfonds”. Die DFG sieht darin kein Problem, da der MLF ein Volumen von 162 Mio. Euro habe und der Anteil am “Zukunftsfonds” nur 1,2% betrage. Außerdem sei der “Zukunftsfonds” als Anlageobjekt für den MLF sehr gut geeignet.

Gegenüber Finanz-Szene.de hat die DFG erklärt: „Über konkrete Zahlen möchten wir uns vor Ablauf der ersten 12 Monate nicht äußern, denn das wäre schlichtweg unseriös. Beim Launch eines digitalen neuen Produkts steht in den ersten Monaten das Kennenlernen im Vordergrund – das Wachstum tritt erst nach 12-­15 Monaten ein. Entscheidend wird die Entwicklung der kommenden 12 Monate sein. Im Übrigen haben wir mit dem Start der Abverkaufs-Kampagne noch nicht begonnen. Der Launch dieser Kampagne ist für die nächsten Wochen geplant.“

Kai Diekmann kritisierte auf Twitter, dass Finanz-Szene.de die Antworten der DFG nicht in voller Länge veröffentlicht hat. Diekmann reichte dies nach, indem er die kompletten Antworten der DFG als Screenshots publik machte.

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Schon kurz nach Bekanntgabe des “Zukunftsfonds” hatten sich einige Finanzexperten kritisch zu dem Vorhaben geäußert. Daniel Saurez, Co-Chef des Investmentportals Feingold und Ex-FTD-Redakteur, warnte, dass Sparer mit dem “Zukunftsfonds” ein böses Ende erleben könnten. Thomas Soltau, Vorstandsvorsitzender von FondsDiscount.de und der wallstreet:online Capital AG bezeichnete den “Zukunftsfonds” als “Marketing-Gag”.

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