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Zu schnelles Wachstum: Tesla streicht neun Prozent aller Stellen und entlässt 3000 Mitarbeiter

Unter Dauerdruck: Tesla-CEO Elon Musk
Unter Dauerdruck: Tesla-CEO Elon Musk

Der Elektroautobauer Tesla will aus wirtschaftlichen Gründen massiv Stellen abbauen. Dies gab Tesla-Chef Elon Musk in einer E-Mail an seine Mitarbeiter bekannt, in der es heißt, dass etwa neun Prozent aller Stellen gestrichen werden solle. Bei einer Belegschaft von über 37.000 Vollzeitangestellten bedeutet dies, dass mehr als 3.000 Beschäftigte ihren Job verlieren werden.

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„Wir müssen eine schwierige Entscheidung treffen und etwa neun Prozent unserer Kollegen des gesamten Unternehmen entlassen“, schrieb Elon Musk in der Mail, die er am Dienstag auch bei Twitter teilte. Durch die Kündigungen sollen Kosten gesenkt und Tesla profitabler werden.

Weiter erklärte Musik in dem Schreiben, dass es ihm bei den Entlassungen nicht allein ums Geld gehe: „Da Tesla in den fast 15 Jahren seines Bestehens noch keinen Jahresgewinn gemacht hat, ist unsere Motivation offensichtlich nicht der Profit.“ Vielmehr sei es in den vergangenen Jahren zum Aufbau einiger “aus heutiger Sicht überflüssiger und teilweise doppelt besetzter Positionen” gekommen, so Musk. Der Jobabbau werde zudem keine Stellen in der Produktion betreffen und die Fertigungsziele des Elektroautos Model 3 in den kommenden Monaten nicht belasten.

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Seit dem offiziellen Produktionsstarts von Model 3 im Sommer 2017 hat Tesla große Probleme: So liegt die Produktion bereits ein halbes Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Bislang liegen dem Elektroautobauer bereits über 400.000 Bestellungen für das Fahrzeug vor, die wöchentliche Produktionsrate lag jedoch zuletzt bei gerade einmal 3.500 Stück. Diese soll nun bis Ende Juni auf 5.000 Autos pro Woche erhöht werden.

Derzeit werden in den USA außerdem mehrere Unfälle untersucht, bei denen Teslas mit eingeschaltetem Autopilot-System auf Hindernisse wie stehende Fahrzeuge sowie einen Betonpoller auf der Autobahn auffuhren. Erst vor wenigen Tagen erklärten Unfallermittler der US-Behörde NTSB im vorläufigen Bericht zu einem tödlichen Crash im März in Kalifornien, der Autopilot habe einen Tesla Model X in Richtung des Betonpollers auf der Autobahn beschleunigt.

Mit Material der Dpa.

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