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Netflix’ Content-Chef erklärt Serien-Erfolgsrezept: “30 Prozent Datenanalyse, 70 Prozent Bauchgefühl”

Netflix-CEO Reed Hastings hat eine der größten Erfolgsgeschichten der Internet-Ära geschrieben
Netflix-CEO Reed Hastings hat eine der größten Erfolgsgeschichten der Internet-Ära geschrieben

Der Wahnsinn geht weiter. Im heutigen Handelsverlauf an der Wall Street hat Netflix nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs ein neues Allzeithoch aufgestellt. Das Geheimnis des unwiderstehlichen Erfolgs der unzähligen Serien hat Content-Chef Ted Sarandon unterdessen Branchenportal Vulture verraten: Bei der Entscheidung, welcher Stoff verfilmt wird, verlassen sich die Netflix-Manager weiter auf ihren Instinkt – und nicht so sehr auf Datenanalyse.

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Die US-Medienbranche ist nach dem wegweisenden Urteil von Bundesrichter Richard Leon, nach dem Telekompionier AT&T Mediengigant Time Warner ohne weitere Auflagen übernehmen kann,  in Aufruhr. Eine weitere Konsolidierung der Medienbranche mit neuen Übernahmen erscheint wahrscheinlich.

Das Ziel von neuen Akquisitionen, wie sie Disney mit der Übernahme von 21st Century anstrengt, ist immer das Gleiche: Den schier unaufhaltsamen Siegeszug des inzwischen wertvollsten Medienkonzerns der Welt zu stoppen – Netflix.

Netflix: Kursverdopplung in nicht einmal sechs Monaten

Doch der 20 Jahre alte Internetpionier scheint kaum zu stoppen. Tatsächlich werden die Ausmaße von Netflix’ Höhenflug immer atemberaubender: Das erste Börsenjahr 2018 ist nicht einmal zur Hälfte vorbei, und die Aktie des Streaming-Anbieters hat sich fast verdoppelt.

Einen gewissen Anteil daran hat heute die Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Die Wall Street-Institution hat Netflix’ Kursziel einen Tag nach dem Time Warner-Urteil mal eben von 390 auf 490 Dollar aufgestockt – und den Höhenflug der Netflix-Aktie damit weiter befeuert.

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Goldman Sachs: Netflix gibt im laufenden Jahr 14 Milliarden Dollar für Inhalte aus

Fundamental untermauert das CEO Reed Hastings von Quartal zu Quartal mit explosivem Wachstum, für das sich der Streaming-Pionier allerdings massiv verschuldet. Wie Goldman Sachs vorrechnet, investiert Netflix in diesem Jahr nicht nur 8 Milliarden Dollar für eigene Inhalte, sondern inklusive der Lizenzrechte für eingekaufte Filme und Serien ingesamt tatsächlich 14 Milliarden Dollar.

Doch der Erfolg in Form explosiv steigender Abonnentenzahlen gibt CEO Reed Hastings bei seinem gigantischen Inhalte-Investment recht. Doch wie kommt die hohe Serien-Treffsicherheit des wertvollsten Medienkonzerns der Welt, dem gerne unterstellt wird, datengetrieben Inhalte produzieren zu lassen, tatsächlich zustande?

“70 Prozent Bauchentscheidung, 30 Prozent Datenanalyse”

Content-Chef Ted Sarandos lüftete das Geheimnis gegenüber dem Branchenportal Vulture. “70 Prozent sind eine Bauchentscheidung, 30 Prozent basieren auf Datenanalyse”, erklärt  Sarandos. Die meisten Entscheidungen, die Netflix beim Für und Wider einer Serie fälle, seien “informierte Ahnungen und Intuition.”

Daten würden entweder die schlechtesten Vorstellungen befeuern oder das bestätigen, was man eh tun wolle. Zudem komme es vor, dass Netflix’ Manager die Erkenntnis aus ihrer Datenanalyse bewusst ignorieren würden, wenn eine bestimmte Leidenschaft für ein Projekt vorhanden sei.

 

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