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7.800 Neu-Abos für Spiegel+ – Magazin-Macher ziehen positive erste Bilanz des neuen Bezahlmodells

So präsentieren die Spiegel-Chefs Klaus Brinkbäumer (Magazin) und Barbara Hans (Online) Spiegel Plus auf der Website
So präsentieren die Spiegel-Chefs Klaus Brinkbäumer (Magazin) und Barbara Hans (Online) Spiegel Plus auf der Website

Der Spiegel zieht schnell ein erstes positives Fazit zu seinem neuen Digital-Bezahlmodell Spiegel+. Das Nachrichtenmagazin teilt via Medium.com mit, dass Stand 12. Juni, also zwei Wochen nach Start, 7.800 neue Abos für Spiegel+ abgeschlossen wurden. Hinzu kämen  5.600 Alt-Abos des täglichen "Daily"-Angebots und rund 60.000 Alt-Abos der Digital-Ausgabe des Spiegel. Macht summa summarum 73.400 Abos für Spiegel+.

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Die Macher zeigen sich damit sehr zufrieden. “Am Starttag lag die Zahl der Aboabschlüsse erwartungsgemäß mit deutlich über 2.000 sehr hoch und auch das lange Fronleichnam-Wochenende hat uns einen Peak mit deutlich über 1.500 Abschlüssen beschert; ein Phänomen, das wir auch vom Einzelverkauf kennen”, heißt es in dem Artikel des Spiegel auf Medium.com. Der Spiegel nutzt die Plattform seit kurzem, um interne Entwicklungen und Arbeitsprozesse zu kommunizieren.

Die Zahlen der Neu-Abos sind freilich mit Vorsicht zu genießen, denn der erste Monat ist bei Spiegel+ – wie bei anderen Angeboten auch – gratis, quasi ein Probemonat. Der Spiegel schreibt, die Zahl derjenigen, die nach einem Probemonat dabeibleiben, liege üblicherweise bei 15 bis 20 Prozent: “Wir gehen davon aus, dass sich Spiegel+ langfristig in dieser Quotenregion einpendeln wird. Es wird allerdings noch einige Monate dauern, bevor wir hier belastbare Zahlen haben. ”

Im Spätsommer sind zudem Marketingmaßnahmen für das neue Angebot geplant, die auch auf Facebook laufen sollen und von denen sich die Macher einen weiteren Abo-Boost versprechen. Haupt-Verkaufsargument seien die Geschichten aus dem Spiegel. Folgende Artikel hätten in den ersten Tagen von Spiegel+ für besonders viele Abo-Abschlüsse gesorgt:

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Der neue, tägliche “Daily”-Newsletter mit einer Tageszusammenfassung, der aus der eingestellten digitalen Tageszeitung gleichen Namens hervorging, komme aktuell auf knapp 170.000 Abos. 6.000 davon seien neue Abonnenten, der Rest besteht aus den Verteilern des Morgen-Newsletters “Die Lage”, des “Tag”-Letters sowie den bisherigen “Daily”-Abonnenten.

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Alle Kommentare

  1. Noch gibt es gebrauchte Exemplare des Linguisten-Klassikers „Aus dem Wörterbuch des Unmenschen” (zum Inhalt siehe zum Beispiel die Rezension http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41758416.html). Gäbe es die drei Verfasser noch, gäbe es in den Zeiten von Twitter überhaupt noch eine Tradition der Sprachkritik, so hätte die Vokabel „Macher” gute Chancen, in einer eigentlich dringend nötigen Neuauflage dieses Buches Aufnahme zu finden.

    Auch eine Analyse des jüngsten Merkel-Auftritts bei Anne Will würde zeigen, wie auffällig oft die Kanzlerin das Hilfsverb „machen” benutzte, um den Schein von Entschlossenheit und „Handlungsstärke” zu manifestieren. Und zwar in auffälliger Parallele zur dröhnenden Rhetorik ihres Vorgängers Gerhard Schröder, der sich ja am liebsten als breitbeiniger Prototyps des ständig machenden Machers inszenierte.

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