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Software-Fehler: 14 Millionen Facebook-Nutzer posteten öffentlich, ohne es zu wollen

Das Unbehagen gegenüber Facebook bleibt groß
Das Unbehagen gegenüber Facebook bleibt groß

Neue unangenehme Entdeckung für Nutzer des weltgrößten Social Networks: Gleich 14 Millionen Facebook-Mitglieder waren von einem Software-Fehler betroffen, durch den private Beiträge für jedermann sichtbar wurden. Der Bug ereignete sich zwischen dem 18. und 27. Mai. Nutzer wurden inzwischen benachrichtigt. Facebook entschuldigte sich wieder einmal; das Unbehagen, wie sicher die persönlichen Daten beim weltgrößten Social Network tatsächlich aufgehoben sind, bleibt indes.

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Es ist die Grundsatzfrage seit Tag eins der Facebook-Nutzung: Was ist öffentlich, was privat? Eigentlich sollte durch die Privatsphäre-Einstellungen alles geregelt sein: Symbole zeigen deutlich an, was öffentlich mit allen Mitgliedern des weltgrößten sozialen Netzwerks geteilt wird – und was nur mit Freunden bzw. mit ausgewählten Freunden.

Soweit die Theorie. Dass die Grenzen zwischen privat und für jedermann zugänglich in der Praxis bei der Nutzung von Facebook indes schon mal verschwimmen können, hat im März erst der Datenskandal um Cambridge Analytica deutlich gemacht. Die Datenaffäre schien nach Mark Zuckerbergs Entschuldigungsmarathon erfolgreich abgehakt, die Aktie notiert inzwischen höher als vor dem Skandal.

Status Updates von 14 Millionen Facebook-Nutzern wurden ungewollt öffentlich

“Es ist unsere Verantwortung, Deine Informationen zu schützen. Wenn wir das nicht können, haben wir diese Verantwortung nicht verdient”, schrieb Mark Zuckerberg im März in einer ganzseitigen Anzeige. Nicht einmal zehn Wochen später könnten 14 Millionen Nutzer dem Facebook-Chef nun erneut vorhalten, dieser Verantwortung nicht gerecht geworden zu sein.

Wie der US-Internetriese nämlich gestern selbst eingestand, wurden privat gepostete Status Updates von 14 Millionen Nutzern zwischen dem 18. und 22. Mai wegen eines Software-Fehlers tatsächlich öffentlich angezeigt. Es dauerte weitere fünf Tage, bis Facebook am 27. Mai die ursprünglichen Einstellungen der betroffenen Nutzer wiederherstellte.

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“Wir entschuldigen uns für den Fehler”

Auf einen engen Freundeskreis begrenzte Status Updates, Fotos oder andere Posts von 14 Millionen Facebook-Mitgliedern könnten also über einen Zeitraum von zehn Tagen von potenziell 2,2 Milliarden Nutzern gesehen worden sein. Facebook benachrichtigte die betroffenen Nutzer inzwischen.

Facebooks Privatsphäre-Chef Erin Egan entschuldigte sich zudem in einem Statement, das dem Techportal TechCrunch vorliegt, für den Fehler – wieder einmal.

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