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Aufstieg in die Bundesliga: Ex-Gruner + Jahr-Vorstand Torsten-Jörn Klein wird Aufsichtsratschef von Hertha BSC

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Vom angestellten Verlagsvorstand zum Internetunternehmer: Der frühere Gruner + Jahr-Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein ist vielschichtig aktiv. Jetzt macht sich der gebürtige Berliner im Sport einen Namen. Der Geschäftsmann übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat des Fußballvereins Hertha BSC.

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In Berlin ist er für seine sportlichen Höchstleistungen bekannt. Hier war Torsten-Jörn Klein einst Meister im Rettungsschwimmen. Jetzt sorgt der Geschäftsmann erneut in der Hauptstadt für Furore – diesmal im Fußball. Der ehemalige Gruner + Jahr-Auslandsvorstand wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Berliner Fußballvereins Hertha BSC e.V gewählt, teilt der Verein mit. Sein Stellvertreter wird der langjährige Fußball-Profi Andreas Schmidt.

Klein gehört dem Kontrollgremium des Bundesligisten bereits seit 2004 an – und ist dabei in bester Gesellschaft. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hatte zuletzt der frühere Bertelsmann- und G+J-Manager Bernd Schiphorst bekleidet, der aber eine Wiederwahl verzichtete, um einen Generationswechsel einzuleiten: „Ich freue mich sehr auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Aufsichtsrat und beglückwünsche den neuen Vorsitzenden und seinen Stellvertreter, da sie für wirtschaftliche und sportliche Kompetenz stehen“, erklärt Hertha BSC-Präsident Werner Gegenbauer.

Für Klein ist die neue Aufgabe eine Herzensangelegengeit. Geboren 1964 in Berlin-Lichtenberg ist der heutige Wahl-Hamburger seit 1997 Vereinsmitglied bei Hertha BSC und hat seither ein Faible für den traditionsreichen Fußballverein, der auch gern als „Alte Dame“ bezeichnet wird. Doch nicht nur sportlich ist er der Bundeshauptstadt verbunden. In Berlin hat der Geschäftsmann einst einen Teil seiner beruflichen Karriere absolviert. Jahrelang leitete der heutige Familienvater von zwei Kindern die Berliner Zeitung – so will er aus dem einstigen DDR-Blatt eine Art Washington Post machen. Der Anspruch ist groß. Damals befindet sich die Regionalzeitung noch im Besitz von Gruner + Jahr. 2004 wird Klein in den G+J-Vorstand berufen und steuerte dort zuletzt das gesamte internationale Geschäft.

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Nach seinem Ausscheiden bei der Hamburger Bertelsmann-Verlagstochter macht sich der Geschäftsmann als Internetunternehmer selbstständig. Er gründet die Holding TJK Growth Invest. Fast unbemerkt der Öffentlichkeit baut er sich ein kleines Reich an Firmenbeteiligungen auf: Mal engagiert sich der gewiefte Investor an Online-Marktplätzen für Luxusmode wie Rebelle.de, mal an FinTech‘s wie Givve.com oder kapilendo.de. “Ich beteilige mich nur an Firmen, deren Geschäftsmodell ich bis ins kleinste Detail verstehe und bei denen mich das Management persönlich überzeugt”, erläutert er einst seine Anlagestrategie.

Jüngst gelingt ihm ein neuer Coup. Er gründet den Hammerbrooklyn.DigitalCampus, einer der wichtigsten Zukunftsprojekte für die digitale Wirtschaft Hamburgs. Weitere gewichtige Partner sind hier die Hamburger Hochbahn, der Autokonzern Volkswagen, die Deutsche Bahn, Siemens sowie Handelskammer. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben durch das Hamburgische WeltwirtschaftsInstitut, das bei der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft organisieren soll.

Wenn sich Klein geschäftlich engagiert, gilt er als pingelig und detailversessen. “Ich gehe tief runter in den Maschinenraum und prüfe jede Firma auf Herz und Nieren”, betonte der Manager als er zu seinen vielschichtigen privaten Firmenengagements befragt wurde. Damit dürfte sich Hertha BSC auf einiges gefasst machen. Ob der Transfer von Spielern oder die Vereinskasse – Klein wird auf seinen Lieblingsverein ein wachsames Auge haben.

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