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Selbst Apple-Chef Tim Cook gibt zu: „Ich benutze mein iPhone zuviel“

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CEO Tim Cook und das wichtigste Produkt in Apples Konzerngeschichte: das iPhone © Apple

Es ist die am intensivsten geführte Debatte der Techbranche: Wie viel Internet- und Social Media-Nutzung ist gut für den Anwender? Apple bietet seinen Kunden in der nächsten Generation seines mobilen Betriebssystems iOS zusätzliche Kontrolle für die Smartphone-Nutzung. Selbst Apple-Chef Tim Cook bekannte in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN, dass er erstaunt darüber sei, wie intensiv er das iPhone in den vergangenen Jahren genutzt habe. "Zu oft und zu viel", lautet Cooks selbstkritisches Urteil.

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Es war eines der Highlights der gestrigen WWDC-Keynote, auf der Apple im Kleinen Aufbesserungen seiner Betriebssysteme vornahm: etwa das neue iOS-Feature Screen Time.

Screen Time gibt akkurat in einem Aktivitätsprotokoll darüber Auskunft, wie viel Zeit ein Nutzer in bestimmten Apps oder im Ganzen mit seinem iPhone verbracht hat. Nach Wunsch ist es künftig auch möglich, die Nutzungsdauer einer App zeitlich festzulegen.

Tim Cook gesteht: “Ich benutze mein iPhone zuviel”

Um das neue Feature Screen Time, die dabei helfen soll, die auf den iPhone verbrachte Zeit besser im Blick zu haben und die verwendeten Apps besser zu kontrollieren, entsprechend medial anzupreisen, machte Apple-Chef Tim Cook im Anschluss an die Keynote ein bemerkenswertes Bekenntnis.

“Ich dachte, dass ich (in der iPhone-Nutzung) ziemlich diszipliniert war, aber ich lag falsch”, erklärte der Vorstandschef des wertvollsten Konzerns der Welt gegenüber dem Nachrichtensender CNN.

Tim Cook: Viel zu oft das iPhone angefasst

“Als ich die Datenauswertung (von Screen Time) bekommen habe, musste ich feststellen, dass ich viel mehr Zeit (mit dem iPhone) verbracht habe als ich gedacht hätte”, erklärte Cook gegenüber CNN-Reporterin Laurie Segall, ohne im Detail die Apps zu nennen, die er am häufigsten genutzt hatte.

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Cook bekannte zudem: “Die Häufigkeit, wie oft ich das iPhone angefasst habe, war viel zu hoch”, gab der 57-Jährige zu, der in den vergangenen Monaten durch Kritik an Social Media-Diensten aufgefallen war.

Deutliche Abgrenzung von Facebook

“Es gibt einige Dinge, die ich meinem Neffen nicht erlaube; ich möchte zum Beispiel nicht, dass er auf einem Social Network aktiv ist”, hatte der Apple-CEO zu Jahresbeginn erklärt und damit in den immer größeren Chor der Kritiker aus dem Silicon Valley eingestimmt, die ihre Bedenken über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Technologieprodukten wie Smartphones und Social Networks äußerten.

In der Folge hatte Cook vor allem Facebook immer wieder scharf kritisiert und Apple als Unternehmen positioniert, das kein Interesse an der Sammlung von Nutzerdaten habe.

„Die Möglichkeit, dass jeder weiß, welche Seiten du jahrelang besucht hast, wer deine Kontakte sind, wer deren Kontakte sind, welche Dinge man mag oder nicht mag und jedes intime Detail deines Lebens kennt – das sollte meiner Meinung nach nicht existieren“, hatte Cook etwa auf dem China Development Forum in Peking Ende März gesagt.

 

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