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WWDC 2018: Apple bessert sein Ökosystem auf und enthüllt iOS 12, macOS Mojave und watchOS 5 – aber keine neue Hardware

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Tim Cook präsentiert auf der Entwicklerkonferenz WWDC / Screenshot: © Apple

Software, Software, Software: Auf der rund zweistündigen Keynote zum Start der Entwicklerkonferenz WWDC lieferte Apple die erwartete Leistungsschau seiner kommenden Betriebssysteme – iOS, macOS, watchOS und tvOS. Vor allem die zwölfte Generation von iOS stand mit neuen Augmented Reality- und Datenschutz-Anwendungen im Fokus. Auf ein erhofftes "One more Thing" in Form eines neuen Hardware-Produkts warteten Apple-Fans indes vergeblich.

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So lässt es sich präsentieren: Kurz bevor Apple-CEO Tim Cook die Bühne des McEnery Convention Center in San Jose betrat, leuchteten an der Technologiebörse Nasdaq erneut neue Bestmarken für die Apple-Aktie auf. Bei 193 Dollar wird der Kultkonzern aus Cupertino nun schon mit 950 Milliarden Dollar bewertet – die historische Bewertungsmarke von einer Billion Dollar ist zum Greifen nah.

Daran änderten auch die folgenden zweieinviertel Stunden der Apple-Keynote, die sich weitgehend an die Entwicklergemeinde richtete, nichts: neue Apple-Hardware, die die Umsätze treibt, wurde schlicht nicht angekündigt. Ein neues MacBook, ein neuer Mac oder wenigstens die Nachfolge-Generation der AirPods oder des HomePods: Fehlanzeige.

iOS 12 will dabei helfen, die auf dem iPhone verbrachte Zeit besser zu managen

Stattdessen brannten Tim Cook und Craig Federighi das erwartete Software-Feuerwerk der nächsten Betriebssystem-Generationen ab. Im Fokus stand dabei mit einer Präsentationszeit von über einer Stunde erwartungsgemäß das mit Abstand wichtigste Softwareprodukt Cupertinos: das mobile Betriebssystem iOS für iPhone und iPad, das im Herbst nun schon in der zwölften Version erscheint.

iOS 12 bietet zahlreiche neue Features, über die im Vorfeld bereits Gerüchte kursierten: etwa neue Funktionen, um die auf dem iPhone verbrachte Zeit besser im Blick zu haben und die verwendeten Apps besser zu kontrollieren.

Screen Time: App-Nutzung wird zeitlich beschränkt

Screen Time lautet ein neues Feature, das akkurat in einem Aktivitätsprotokoll darüber Auskunft gibt, wie viel Zeit ein Nutzer in bestimmten Apps verbracht hat und etwa Eltern über die Nutzungsgewohnheiten ihrer Kinder informiert. Nach Wunsch ist es künftig auch möglich, die Nutzungsdauer einer App zeitlich festzulegen.

Auch die bereits bekannte “Nicht stören”-Funktion wurde um neue Modi erweitert. Apple gibt Nutzern zudem die Möglichkeit,  die ständige Berieselung durch Push-Benachrichtigungen schneller und effektiver auszublenden.

FaceTime erhält Gruppenchat-Funktion, Fotos neue Features

Seit vielen Jahren bekannte Apple-Apps wurden zudem durch neue Funktionen aufgewertet: Die Foto-App erhält ab Herbst einen “Für Dich”-Tab, der Nutzern durch maschinelles Lernen bessere Fotoerlebnisse bieten soll – etwa in Form der beliebtesten Momente an einem Ort, die leichter und gezielter mit Freunden geteilt werden sollen.

Für viele Apple-Nutzer eine Erleichterung: Nach Jahren des Wartens ist über die Videotelefonie-Funktion FaceTime endlich ein Gruppenchat möglich – und das mit bis zu 32 Teilnehmern.

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Siri mit Shortcuts

Die bereits 2011 gelaunchte digitale Sprachassistentin Siri, die in den vergangenen Jahren deutlich hinter Amazons Antwort Alexa zurückgefallen ist, soll Apple-Nutzern mit Shortcuts den Alltag erleichtern.

Siri kann Nutzern ab Herbst eine Aktion zu einem bestimmten Zeitpunkt vorschlagen – etwa, um morgens einen Kaffee zu bestellen oder ein Training am Nachmittag zu beginnen. Benutzer können Verknüpfungen zudem individuell anpassen, indem sie einen einfachen Sprachbefehl erstellen, um die Aufgabe zu starten.

Apple News, Apple Books und Aktien-App mit Relaunch

Die jüngere Nutzerschaft wurde unterdessen  nicht nur mit neuen Emojis beglückt, sondern gar mit der Option, ein ganz persönliches Emoji zu erstellen – das Memoji. Mit dem ARKit 2 gibt Apple Entwicklern zudem weitere Möglichkeiten, neue Anwendungen für die Welt der Augmented Reality zu kreieren.

Des Weiteren überarbeitete Apple die Bücher-App, die künftig statt iBooks Apple Books heißt und verknüpfte die neu gestaltete Aktien-App, die künftig auch auf das iPad kommt, mit Apple News. Apropos Apple News: Auch Apples Nachrichtenangebot, das seit Jahren in Deutschland auf sich warten lässt, wurde einem Relaunch unterzogen.

Auch macOS und watchOS-Updates

Auch die weiteren Betriebssysteme wertet Apple durch neue Features auf: Die fünfte Generation von watchOS bietet Apple Watch-Nutzern ab Herbst nicht nur neue Trainingsmodi (etwa zum Wandern oder Yoga), sondern auch die Möglichkeit, sich gegenseitig in Wettkämpfen herauszufordern. Zudem spendiert der Techpionier Apple Watch-Trägern eine neue Walkie Talkie-Funktion und eine Podcast-App.

Apples ältestes Betriebssystem macOS, das in der 14. Generation der X-Version auf den Codenamen Mojave getauft wurde, erhielt zudem den im Vorfeld erwarteten Dark Mode, durch den Nutzer ihren Desktop zur besseren Bearbeitung in ein abgedunkeltes Farbschema verwandeln können.

Und nicht nur das: Apple-Chef Tim Cook ließ seinen zuletzt kritischen Äußerungen zu Social Media-Diensten Taten folgen und kündigte im Browser Safari neue Schutzfunktionen für Privatsphäre und Sicherheit an – etwa die erweiterte Intelligent Tracking Prevention durch die Social Media-Buttons wie “Gefällt mir” oder “Teilen” blockiert werden können – eine klare Breitseite gegen Facebook. Entsprechend gab die Aktie des weltgrößten Social Network moderat gegen den Markttrend nach, während Anteilsscheine von Apple um ein weiteres Prozent zulegten.

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