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“Entschleunigungstag” ohne Statements: CDU-Ministerpräsident Günther empfiehlt Ruhetag für Medien und Politik

Ministerpräsident Daniel Günther
Ministerpräsident Daniel Günther

Ist diese Aussage dem besonders entspannten Jamaika-Feeling an der Küste geschuldet oder etwa ein ernsthafter Vorschlag? Im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) plädierte der schleswig-holsteinische CDU-Ministerpräsident Daniel Günther für einen politikfreien Entschleunigungstag pro Woche - auch in den Medien.

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In dem RND-Gespräch ging es um sein erstes Jahr an der Spitze der Jamaika-Koalition in Kiel und einen neuen Politikstil für den der Christdemokrat stehe. Teil dieses liberaleren und entspannteren Umgangs, sei das “Günther-Prinzip”, auf einen Ruhetag pro Woche zu pochen. An diesem Tag will der 44-Jährige ausschließlich für die Familie da sein.

Wie praktikabel das ist, wird sich erst noch zeigen müssen. An dieser Stelle sei an den ehemaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erinnert, der einmal pro Woche seine Tochter selbst aus der Kita in Goslar abholen wollte.

Auf die Frage, ob Günther seinen Kollegen grundsätzlich empfehlen würde, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und die “aufgeregte Schnappatmung zu dämpfen”, antwortete der CDU-Ministerpräsident:

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Unbedingt. Ein politikfreier Tag pro Woche würde allen gut tun. Auch den Medien. Seriös ist das nicht, wenn immer schneller die politische Spirale gedreht wird. Da bleibt kaum noch Zeit zur wirklichen Überlegung. Kein Mensch kann sieben Tage pro Woche auf höchstem Niveau durcharbeiten. Politik sollte sich zusammen mit den Medien auf einen Entschleunigungstag in der Woche verständigen.

Welchen Tag sich Günther dafür ausgeguckt hat, verrät er nicht. Grundsätzlich geht der Vorschlag natürlich an der Realität aller Medienhäuser und dem globalen Politikbetrieb vorbei. Bundesweites Aufsehen dürfte dem Jamaika-Chef mit der Idee aber gewiss sein.

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