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“Neues kulinarisches Leitmedium”: So sieht das Cover von Gruners Feinschmecker-Rivalen B-EAT aus

Beef-Chefredakteur Jan Spielhagen wird auch den neuen Titel B-Eat leiten
Beef-Chefredakteur Jan Spielhagen wird auch den neuen Titel B-Eat leiten

Zuwachs im Segment der Food-Magazine. Marktführer ist hier mit rund 70.000 verkauften Exemplaren die zum Jahreszeiten-Verlag gehörende Zeitschrift Der Feinschmecker. Jetzt fährt der Konkurrent Gruner + Jahr dem Platzhirschen in die Parade und bringt B-Eat. Der Neuling kommt Anfang September mit 100.000 Exemplaren auf den Markt. Der Copypreis könnte dabei günstiger sein als der des Jalag-Rivalen.

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Bislang hat sich Gruner + Jahr zu den wesentlichen Eckdaten seines neuen Food- und Gastanomie-Magazins B-Eat bedeckt gehalten. Jetzt hat das Hamburger Zeitschriftenhaus weitere Einzelheiten zum geplanten Print-Produkt genannt. Danach soll die erste Ausgabe am 4. September erscheinen. Zudem ist in diesem Jahr noch eine weitere Ausgabe vorgesehen. Auch die Erscheinungsfrequenz für das nächste Jahr hat Gruner + Jahr nun kommuniziert. So sollen 2019 sechs Hefte von dem Newcomer erscheinen – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Printhaus wohl von einer erfolgreichen Markteinführung ausgeht.

 

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Viel interessanter sind aber noch andere Eckwerte. So plant Gruner + Jahr von der ersten B-Eat-Ausgabe im September 100.000 Exemplare in den Markt zu geben. Den Copypreis will das Hamburger Zeitschriftenhaus allerdings nicht verraten – auch auf Nachfrage von MEEDIA nicht. Die Zurückhaltung bei der Preisstrategie ist verständlich. Denn der G+J-Neuling B-Eat gilt in Branchenkreisen als ein frontaler Angriff auf dem Marktführer Der Feinschmecker, der im Hamburger Jahreszeiten-Verlag erscheint. Hier bewegt sich der Copypreis bei knapp unter 10 Euro. In der Branche rechnet man damit, dass G+J-Produktchef Stephan Schäfer einen ähnlichen hohen Copypreis wählt. Vermutet wird, dass der Abgabepreis von B-Eat um ein bis zwei Euro unter dem Marktführer Feinschmecker liegen könnte.

Mit dem neuen Gastronomie- und Restaurantführer von Gruner + Jahr könnte die Auflage des Feinschmecker unter Druck geraten. Im 1. Quartal 2018 hatte der Titel rund 69.747 Exemplare verkauft. Das ist ein Minus gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von rund 2,7 Prozent. Bezogen auf das 1. Quartal 2018 zählte der Feinschmecker 18.688 Exemplare, der Einzelverkauf bewegt sich bei 12.283 Heften. Das Magazinkonzep des Konkurrenten B-Eat stößt in die ähnliche Richtung. So will der Titel vor allem Neueröffnungen und Restaurant-Klassiker testen und bekannte wie bisher unentdeckt talentierte Köche, Winzer sowie themenaffine Prominente porträtieren. Außerdem soll der neue Titel über kulinarische Reiseziele und aktuelle Foodtrends berichten. “Restaurants sind die neuen Kathedralen und die Köche die neuen Superstars”, beschrieb jüngst Jan Spielhagen das Heftkonzept, der als Beef-Chef künftig auch für B-Eat verantwortlich zeichnet. B-Eat soll das “neue kulinarische und gastronomische Leitmedium im deutschsprachigen Raum” werden. Auch der Feinschmecker testet die Restaurant-Szene und bringt dazu einen entsprechenden Guide heraus.

Im Food-Segment hat der Jalag seine Position erst jüngst weiter ausgebaut und damit wohl auch die Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz geweckt. So startete der norddeutsche Verlag jüngst den Titel „Iss dich gesund“. Auch mit dem Testimonial-Magazin Johann Lafer verstärkte der Jalag hier seine Marktpräsenz. Von der ersten Ausgabe im September 2017 verkaufte das Printhaus mehr als 75.000 Exemplare, davon knapp 30.000 Exemplare im Einzelverkauf. Die Zahl der Abonnenten bewegt sich auf 5000 zu. „Unser Ziel ist es, die Frequenz mittelfristig zu erhöhen, die Entscheidung hierzu ist aber noch nicht gefallen. Mit der nächsten Ausgabe werden wir den Copypreis von fünf auf sechs Euro anheben“, nannte jüngst Jalag-Geschäftsführer Peter Rensmann gegenüber MEEDIA seine ehrgeizigen Ziele.

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Alle Kommentare

  1. was soll eine neue “fresszeitschrift” im Markt. Speisen oder
    Tafeln ist keine Kultur mehr, sondern “Event”. Man muss sich
    nur die Kleiderordnung ansehen und ergänzend wie mit den
    Bestecken umgegangen wird. Vom Anfassen der Gläser
    gar nicht erst zu reden. Alles Tellererlebnisse mit den kein
    Wein korrespondieren kann, außer einem “Neutrumwein”.
    ein geschmortes Bressehuhn mit Trüffeln und den passenden
    Wein kann man wahrscheinlich nur noch in Oberbergen finden.
    Küche muss nicht neu erfunden werden, siehe Walterspiel

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