Anzeige

„Bei uns darf jeder mal ‘rauf, geil oder?“: StadtRad blamiert sich mit sexistischer Facebook-Werbung

Irgendwie logisch, dass sich die Hamburger Velo-Verleiher von StadtRad mit Platten auskennen. Allerdings scheinen sie auch Experten für ganz platten Humor zu sein. Mit einem maximal anzüglichen Facebook-Posting vergriff sich die Bahn-Tochter nun derart im Ton, dass man vorsorglich lieber mal den entsprechenden Social-Media-Eintrag löschte.

Anzeige

Eigentlich wollten die Hamburger beim US-Netzwerk nur Reklame für ihr Leih-Fahrräder machen und wählten als zu bewerbendes Alleinstellungsmerkmal den Umstand aus, dass man die Bikes in der ersten halben Stunde kostenlos fahren kann. So weit so gewöhnlich.

Weit ungewöhnlicher, allerdings im negativen Sinne, fiel dann der entsprechende Werbetext aus, den die Hamburger verbreiteten. Dieser lautete: „Die erste halbe Stunde ist kostenlos. Das gibt’s nicht mal auf der Reeperbahn.”

Abgerundet wird das anzügliche Herrenwitz-Posting mit dem Posting-Teaser: „Bei uns darf jeder mal rauf. Geil, oder?“

Viele User fanden das weniger geil, sonder eher zum Aufschreien. Und so gab es einige Kritik an der sexistischen Werbung, inklusive der Ankündigung, die Reklame beim Werberat zu melden.

Mit Bezug auf die #Metoo- und #Aufschrei-Debatte äußerte sich Anna Gallina von den Grünen gegenüber der Hamburger Morgenpost: „Das allerletzte. An Euch ist ja wohl alles vorbeigegangen“.

Erste Reaktion des Social-Media-Teams von StadtRad: „Tut uns leid, dass es Deinen Humor nicht trifft, doch weder beleidigen wir jemanden noch verurteilen wir eine Person aufgrund des Geschlechts”. Dazu posteten die vermeintlichen Facebook-Experten noch ein Zwinker-Smiley.

Ganz so entspannt sah man das Posting bei der Bahn-Tochter dann doch nicht, denn mittlerweile ist es gelöscht.

Dabei scheint man beim Social-Media-Team der Velo-Verleiher durchaus die Nachrichtenlage zu kennen und auch fähig, ganz fluffige Texte zu passenden aktuellen News zu schreiben, wie dieses HSV-Posting zeigt.

Mund abputzen, weiterradeln! #nurderHSV

Gepostet von StadtRAD Hamburg am Samstag, 12. Mai 2018

Anzeige