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Springer stellt Verlagen Open-Source-Tool für DSGVO-Zustimmung zur Verfügung

Springer-CEO Mathias Döpfner und sein Chief Operating Officer Corporate Digital Platforms, Moritz Holzgraefe
Springer-CEO Mathias Döpfner und sein Chief Operating Officer Corporate Digital Platforms, Moritz Holzgraefe

Am Freitag tritt die neue DSGVO (Datenschutz Grundverordnung) in Kraft und die damit verbundene Nervosität scheint bei allen Beteiligten zuzunehmen. Unzählige Newsletter bitten derzeit um Bestätigung, Bücher zum Thema führen die Bestsellerlisten an. Axel Springer will nun anderen Publishern und Partnern bei einem konformen Umgang bei den Tracking-Technologien für personalisierte Angebote helfen und stellt seine Einwilligungs- und Transparenz-Software zum Start der DSGVO als Open-Source-Lizenz kostenlos zur Verfügung.

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Zum Start konnten die Berliner Burda Forward als Kooperationspartner gewinnen. Die Münchner wollen sie gleich bei allen ihren Marken implementieren.

Mit der DSGVO gelten ab dem 25. Mai auch neue Vorgaben für die Nutzung von Cookies und anderen Tracking-Technologien. Mit seinem „Opt-in and Transparency Layer“ (OIL) hat Springer nun eine Software entwickelt, die nach Ansicht des Verlages den neuen Anforderungen gerecht werde “und die gesetzeskonforme Personalisierung von Inhalten und Werbeangeboten auch zukünftig ermöglicht”, wie es in einer Mitteilung von Springer heißt.

Nach Auffassung der Berliner dürfte in Deutschland der Gebrauch von Tracking-Technologien auch weiterhin ohne vorherige Zustimmung erlaubt sein, solange Nutzern eine Opt-out-Möglichkeit eingeräumt werde.

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„Statt den dominierenden US-Plattformen das Feld zu überlassen, wollen wir gemeinsam mit der europäischen Verlags- und Werbebranche einheitliche Standards entwickeln, die dem gesamten Ökosystem zugutekommen”, kommentiert Moritz Holzgraefe, Chief Operating Officer Corporate Digital Platforms bei Axel Springer. “Deshalb bieten wir unsere Software unter einer Open-Source-Lizenz kostenlos an – je mehr Unternehmen an diesem Projekt teilnehmen, desto besser.“

Die OIL-Software unterstützt die durch das International Advertising Bureau Europe verabschiedeten Rahmenbedingungen, die branchenweit einheitliche Standards bei der Verwendung von Nutzerdaten erarbeitet.

Seit Wochen schwelt zudem ein Streit zwischen den Verlagen und den internationalen Verlegerverbänden ( News Media Association, News Media Alliance oder auch dem European Publishers Council) und Google. Die Publisher und ihre verschiedenen Ad-Tech-Partner wollen die nötigen Nutzerzustimmungen gesammelt einholen, Google hatte dem erst einmal nicht zugestimmt und für den morgigen Donnerstag zu einem Treffen geladen.

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