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Morgan Stanley: YouTube ist mehr wert als Netflix und Disney

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Es wäre ein Wertsteigerung um den Faktor 100: Die amerikanische Wall Street-Institution Morgan Stanley hat den fairen Wert für YouTube in einer Studie auf 160 Milliarden Dollar veranschlagt. Damit wäre Googles Video-Tochter mehr wert als die beiden aktuellen wertvollsten börsennotierten Medienkonzerne, Disney und Netflix. Google hatte YouTube 2006 für gerade mal 1,6 Milliarden Dollar übernommen.

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YouTube gilt im Silicon Valley als Blaupause für eine gelungene Übernahme eines aufstrebenden Start-ups in der Frühphase. Das war nicht immer so: 2006, als Sergey Brin und Larry Page 1,65 Milliarden Dollar für die nicht mal zwei Jahre alte Videoplattform überwiesen,  sahen die Google-Gründer seinerzeit wie Gambler aus, während die YouTube-Jungs Chad Hurley und Steve Chen den Deal ihres Lebens gemacht zu haben schienen.

Zwölf Jahre später könnten die Vorzeichen anders kaum ausfallen: Chen und Hurley erscheinen mit ihrem 1,65-Milliarden-Verkauf wie die Vorläufer von Instagram-Gründer Kevin Systrom, der seine boomende Tochter 2012 für 715 Millionen Dollar (an Facebook) ebenfalls sehr weit unter Wert verkaufte.

Morgan Stanley: YouTube ist 160 Milliarden Dollar wert

Was YouTube heute wert wäre, gilt an der Wall Street unterdessen ebenso als Multimilliarden-Dollar-Frage wie der Sache nach dem eigenständigen Wert von Instagram. Fest steht, dass die zugekauften Töchter in beiden Fällen maßgeblichen Anteil an der exorbitanten Wertsteigerung der Konzernmütter in den vergangenen Jahren an der Wall Street hatten.

Dow Jones-Mitglied Morgan Stanley hat in einer Kurzstudie, die dem Finanzportal Benziga vorliegt, eine neue Prognose aufgestellt, was die 12 Jahre alte Video-Plattform als eigenständiges Unternehmen wert wäre.

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Ergebnis: Mit geschätzten 160 Milliarden Dollar wäre YouTube mehr wert als die beiden wertvollsten börsennotierten  Medienkonzerne – Netflix (Börsenwert: 144 Milliarden Dollar) und Disney (155 Milliarden Dollar). Bei geschätzten Werbeerlösen von knapp 4 Milliarden Dollar im laufenden Jahr (in den USA) erscheint die Bewertung allerdings ziemlich sportlich.

YouTube treibt Monetarisierung mit neuem Musik-Streaming-Dienst voran

Einen zusätzlichen Umsatzturbo versucht YouTube unterdessen mit zwei neuen Premiumdiensten zu zünden, die in der vergangenen Woche gelauncht wurden. Das vor etwa zwei Jahren eingeführte „YouTube Red“ wird abgeschafft und von „YouTube Music“, ein Pendant zu Spotify und Apple Music, abgelöst. Die neue, leicht veränderte Version kostet monatlich zehn US-Dollar.

Der zweite Bezahldienst trägt den Namen „YouTube Premium“ und ist nur kombinierbar mit dem Musik-Abo. Der Nutzer muss dafür zwei US-Dollar mehr im Monat bezahlen, um keine Werbung mehr in Videos zu sehen.

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