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Studie zum Nachrichtenkonsum: Mehrheit der Nutzer fühlt sich durch Falschmeldungen verunsichert und sucht vertrauenswürdige Medien

Falschnachrichten zu erkennen, ist für viele Befragte eine große Schwierigkeit
Falschnachrichten zu erkennen, ist für viele Befragte eine große Schwierigkeit

Die Studie "In News We Trust" hat 16.000 Menschen gefragt, wie sie Nachrichten konsumieren und welchen Einfluss Falschnachrichten auf ihre Mediennutzung habe. Das Ergebnis: Soziale Medien genießen einen schlechten Ruf. Ein Viertel der Befragten stuft sie als sensationsgierig oder gar als Fake ein.

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Was sind zentrale Ergebnisse?

Online und TV sind die bevorzugten Medien, wenn es um den Nachrichtenkonsum geht. Ein Drittel aller Befragten präferiert Nachrichtenportale im Netz, immerhin 31 Prozent holen sich ihre Informationen wie eh und je aus den Fernsehnachrichten. Deutlich wichtiger sind Online-Publikationen – darunter fallen laut Studie Websites wie SpiegelOnline oder die Welt News App – für die Gruppe der Millennials: Dort gaben 7 von 10 Teilnehmern an, sich vor allem dort zu informieren. Die Erwachsenen mit erwachsenen Kindern, also die etwas betagteren Jahrgänge, nutzen lediglich zu 27 Prozent Online-Medien. In dieser Gruppe spielt das Fernsehen eine wichtigere Rolle.

Die Hälfte aller Befragten greift im Schnitt bis zu fünfmal täglich auf Nachrichten in unterschiedlichen Medien zurück. 30 Prozent konsumieren sogar sechs bis 20 mal am Tag aktiv. Nur eine Minderheit kümmert sich weniger als alle zwei bis drei Tage um das lokale und globale Geschehen.

Die Studie offenbart zudem, dass soziale Medien wie Facebook, Twitter & Co. ein schlechtes Image haben. Zwar beziehen mehr als 60 Prozent ihre Nachrichten darüber, doch es mangelt an Vertrauen. Lediglich jeder neunte Teilnehmer hält die Werbe- und Markeninhalte, die ihm in den sozialen Netzwerken präsentiert werden, für glaub- bzw. vertrauenswürdig.

Auch bei der Frage, welche Begriffe man mit einzelnen Gattungen verbindet, wir den sozialen Medien ein maues Zeugnis ausgestellt: Je rund ein Viertel hält soziale Netzwerke für fake –bei den Deutschen verbinden gar 40 Prozent Social Media mit dem Begriff “Fake News” – , abhängig machend und sensationsgierig, gleichwohl aber auch für einflussreich. Lediglich fünf Prozent schätzen sie als anspruchsvoll ein. Doch auch Online-Publikationen werden nur von acht Prozent als anspruchsvoll eingestuft. Allerdings gelten sie unter den Befragten als akkurat (22 Prozent) und fungieren als Wissensvermittler (35 Prozent).

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Welche Auswirkungen haben Falschmeldungen?

“Hat ‘Fake News’ Sie dazu veranlasst, Ihre Nachrichten in Publikationen zu suchen, denen Sie vertrauen?”, lautete die Frage zu den Auswirkungen von Falschmeldungen. 79 Prozent der Studienteilnehmer antworten darauf, dass es viel wahrscheinlicher oder etwas wahrscheinlicher sei. In den einzelnen Altersgruppen fallen die Ergebnisse etwas deutlicher aus: 84 Prozent der 16- bis 34-Jährigen und 77 Prozent der Altersgruppe 35-54 haben sich durch den Anstieg der Falschmeldungen veranlasst gefühlt, Nachrichten bei anderen Anbietern zu suchen. Auf welche Quellen die Befragten ausweichen, und ob es sich dabei dann um seriöse Portale handelt, hat die Umfrage nicht erhoben.

Wer hat die Studie durchgeführt?

Das Umfrageinstitut Censuswide hat im Februar 2018 16.000 Personen in den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Italien, Mexico und Brasilien befragt. Das Institut wurde vom Videoinventar-Vermarkter Teads beauftragt. In jedem Land antworteten 2.000 Teilnehmer in einem Online-Fragebogen hinsichtlich des Konsums von Nachrichten und der Wahrnehmung zwischen qualitativ hochwertigen Publikationen und sozialen Medien. Die Befragten mussten mindestens 16 Jahre alt sein und aktiv Nachrichten konsumieren, das heißt zumindest einmal täglich. 51,5 Prozent der Teilnehmer sind weiblich, 41,6 Prozent der gesamten Stichprobe sind Erwachsene zwischen 35 und 54 Jahren, 38 Prozent sind sogenannte Millennials.

(tb)

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