Partner von:
Anzeige

Der Zaster-Zampano: So sieht Kai Diekmanns neues Finanzportal für Millennials aus

“Alles durch die Geldbrille betrachtet”: Kai Diekmann und sein neues Finanzportal Zaster
"Alles durch die Geldbrille betrachtet": Kai Diekmann und sein neues Finanzportal Zaster

Bislang war es für Kai Diekmann und seine Mitstreiter rund um die Digitalagentur StoryMachine geheime Kommandosache. Heute gab der frühere Bild-Herausgeber erste Details zu seinem neuen Finanzportal "Zaster" bekannt. Der 53-Jährige will damit ein vorwiegend junges Publikum für das Thema Geld begeistern – und nebenbei den von ihm und Top-Banker Leonhard Fischer aufgelegten "Zukunftsfonds" befeuern.

Anzeige

Über Geld spricht man nicht – das hat man. Solche oder ähnliche Alltagsweisheiten zeigen, dass die Deutschen zum Thema Finanzen ein eher verklemmtes Verhältnis haben. Für Diekmann, den gelernten Magier der Massen, ein Grund, sich in seinem Berufsleben nach Axel Springer diesem Gebiet zu widmen. Schließlich hätten, so sein Argument, in einer Umfrage 80 Prozent der Millennials angeben, lieber zum Zahnarzt zu gehen als zur eigenen Bank.

Dass die klassischen Geldinstitute mit ihrem mehr und mehr schrumpfenden Filalnetz verschärft unter die Räder der Digitalisierung geraten, ist nichts Neues. Auf die Frage, was danach kommt, gibt es allerdings noch keine wirklich überzeugende Antwort. Diekmann will nun zur Lösung beitragen, in bester Startup-Manier mit einem innovativen (natürlich digitalen) Angebot, dass Barrieren abbaut und alles ebenso einfach wie lukrativ macht. Seine Rechnung: Mit der eigenen Boulevard-Kompetenz und dem Sachverstand seines Partners und Freundes “Lenny” Fischer will er die Aufmerksamkeit auf ein von vielen vernachlässigtes Thema lenken und Interessierten parallel für Anlagen eine Verzinsung über dem Marktniveau ermöglichen.

Am Dienstag kommender Woche (22. Mai) soll www.zaster-magazin.de als Online-Finanz- und Verbrauchermagazin an den Start gehen. Entwickelt wurde das Konzept in den letzten Monaten von Christin Martens, ehemals Chefredakteurin des Axel-Springer-Titels Business Insider, als Projekt von StoryMachine. Erster Redaktionsleiter ist Marcus Schwarze, zuletzt Leiter Online bei der Funke-Zeitung Berliner Morgenpost. “Zaster betrachtet alles durch die Geldbrille, will Lust auf Geldanlage machen und das Tabuthema Geld aufbrechen“, so Diekmanns Credo.

 

Unverkennbar: Dem eher drögen Metier soll reichlich Sex-Appeal verpasst werden. Spaß, Unterhaltung und Spannung in Zusammenhang mit Zinseszins oder Optionsscheinen? Das klingt ambitioniert, wenn nicht gar ein bisschen verrückt, und könnte vielleicht genau deshalb funktionieren. Zumindest klotzt das StoryMachine-Team mächtig ran, um den eigenen Anspruch einzulösen: Mit Micky Beisenherz, Laura Karasek und Sven Michaelsen hat man drei namhafte Autoren mit Reichweiten- und / oder Qualitätsgarantie verpflichtet, die zum Start des Portals Texte beisteuern.

Anzeige

Sven Michaelsen, renommierter Fragesteller in Star-Interviews, stellt laut StoryMachine “erstmals den Lesern 100 hintergründige, philosophische und schreiend lustige Fragen zum Thema Geld”. Anwältin Laura Karasek werde der “existenziellen Frage” nachgehen, “warum die Phönizier zwar das Geld erfunden haben – aber nur so wenig davon”. Dschungelcamp-Texter Micky Beisenherz, u.a. auch stern-Stimme, sendet laut Ankündigung der Macher einen lautstarken #Kaufschrei! in die Welt der Millennials.

Darüber hinaus im Artikel-Angebot, dass fernab von Boulevard-Routinen auf der Website mit viel Weißraum daherkommt:  die 10 spannendsten Banküberfälle der Filmgeschichte, die besten Finanz-Podcasts oder die Rubrik „Was kostet eigentlich …“ Auch das Outing in Geldfragen soll nicht zu kurz kommen, etwa indem Menschen haarklein vorrechnen, wieviel sie verdienen und wofür sie ihr Geld ausgeben. Und, ganz trendy: Influencer vertrauen Zaster an, was sie auf Instagram und Youtube mit ihren Posen und platzierter Werbung einstreichen. Auch an die Vermarktung und das breitgefächterte Themenangebot für potenzielle Anzeigenkunden wurde gedacht: So gibt es z.B. eine Reise-Rubrik („Wieviel Weltreise bekomme ich heute für 1000, 3000 oder 10.000 Euro?“).

Die begehrte digitale und mobile Zielgruppe ist schließlich für Werbetreibende bekanntermaßen hochattraktiv. Mit dem Dreh, ein zugleich seriöses Finanz-Magazin zu schaffen, das “auch komplexe Themen über Geld unterhaltsam und leicht verständlich” aufbereitet, will Diekmann die Zahl der Deutschen, die am Kapitalmarkt investieren (derzeit lediglich acht Prozent) zudem signifikant erhöhen. Zu der Frage, ob Zaster nicht vor allem ein Marketing-Tool für seinen zeitgleich startenden “Zukunftsfonds” sein solle, stellt der Ex-Bild-Chefredakteur klar: “Auf Zaster werden keine redaktionellen Texte erscheinen, in denen der Zukunftsfonds beworben wird.” Vielmehr sei das Portal “auch als Werbe-Plattform für andere Finanzdienstleister gedacht”.

 

 

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. die Projekte werden krachend scheitern. Sowohl Zaster und erst recht auch der “Zukunftsfonds”. Aber Herr Diekmann hat natürlich das Recht, seine Kohle nach Belieben zu verbrennen. Is ja schliesslich genug vorhanden…

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia