Partner von:
Anzeige

Netflix forciert Wachstum: 1000 Eigenproduktionen bis Jahresende

Netflix: Der Himmel ist die (Wachstums-)Grenze
Netflix: Der Himmel ist die (Wachstums-)Grenze

Es ist ohne jede Frage die größte Erfolgsgeschichte der Medienbranche im laufenden Jahrzehnt: Netflix. Auf enorme 140 Milliarden Dollar ist der Börsenwert des Streaming-Pioniers inzwischen angewachsen, Disney ist fast eingeholt. Dass Netflix keine Anstalten macht, sich auf seinem Erfolg auszuruhen, verdeutlichte Content-Chef Ted Sarandos auf einer Branchenkonferenz in New York. So gab Sarandos das ambitionierte Ziel von 1000 Eigenproduktionen bis Ende des Jahres aus – fast die Hälfte davon ist in den nächsten sieben Monaten zu sehen.

Anzeige

Netflix’ Siegeszug scheint unaufhaltsam. Die hyperbolische Wachstumsstory des US-Streaming-Anbieters von Serien und Filmen, der in den späten 90er-Jahren noch als Versender von DVDs begonnen hatte, hat in den vergangenen Monaten nochmals an Dynamik gewonnen.

Auch im abgelaufenen Märzquartal konnte Netflix sein Wachstum erneut beschleunigen: Die Umsätze zogen um mehr als 40 Prozent an, die Gewinne explodierten gar um 62 Prozent. Der Grund dafür ist der immer rasantere Zugewinn von neuen Abonnenten: Allein 7,4 Millionen Neukunden verbuchte CEO Reed Hastings in den ersten 90 Tagen des Jahres.

Man kommt bei dem Überangebot an neuen Serien und Filmen kaum mehr mit

Um seine inzwischen auf 125 Millionen Mitglieder gewachsene Kundschaft bei Laune zu halten, bietet Netflix eine immer breitere Programmpalette an. Das Gefühl dürfte viele langjährige Kunden in den letzten Monaten beschlichen haben: Man kommt bei dem Überangebot an neuen Serien und Filmen kaum mehr mit. “Safe”, “The Rain”, “Die Einkreisung”: Es gibt buchstäblich jede Woche mindestens eine neue interessante Serie…

Die Content-Offensive ist das Ergebnis von Netflix’ immer weiter aufgestocktem Inhalte-Budget, das in diesem Jahr bereits enorme 8 Milliarden Dollar beträgt. Bisher hat CEO Reed Hastings ein Geheimnis daraus gemacht, in welchem Verhältnis sich das Budget zwischen Eigenproduktionen und Lizenzgebühren für Fremdproduktionen bewegt.

85 Prozent des neuen Content-Budgets für Eigenproduktionen investiert

Content-Chef Ted Sarandos wurde gestern auf der Branchenkonferenz ‘MoffettNathanson’s Media & Communications Summit’ in New York konkreter. So offenbarte Sarandos, dass 85 Prozent des neuen Content-Budgets für Eigenproduktionen investiert werden. (Unklar bleibt, ob sich die Angabe auf den Etat seit Jahresbeginn bezieht oder ab sofort).

Anzeige

Die Vorgaben sind schließlich höchst sportlich: Mehr als 1000 Eigenproduktionen (Serien, Filme, Dokumentarfilme) will Netflix seinen Zuschauern bis Jahresende in seinem Archiv anbieten – enorme 470 Inhalte sollen davon zwischen heute und Jahresende gezeigt werden, berichtet das Branchenorgan Variety.

“Verstehe nicht, warum Disney so lange braucht”

Angesichts des enormen Content-Katalogs und der immer rasanter wachsenden Mitgliederzahl scheint Netflix’ Vorsprung auf dem Streaming-Markt fast uneinholbar. Hollywood-Pionier Walt Disney, an der Wall Street mit einem Börsenwert von 150 Milliarden Dollar nur noch hauchdünn vor Netflix wertvollster Medienkonzern der Welt, hat für das nächste Jahr den Start seines Streaming-Dienstes angekündigt.

“Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht, warum sie so lange brauchen”, bügelte Ted Sarandos den einst übermächtigen Content-Rivalen auf dem Mediengipfel in New York ab.

Die Wall Street teilt Sarandos’ Einschätzung: Während die Disney-Aktie seit Jahresbeginn um knapp 5 Prozent an Wert eingebüßt hat, haben die Anteilsscheine von Netflix in den ersten viereinhalb Monaten des Jahres bereits sagenhafte 71 Prozent zulegt.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia