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Umfangreiches Nutzer-Feedback zu Spiegel+: (fast) werbefreie Digitalabo-Variante ist denkbar

Produkt-Chef Stefan Plöchinger , Logo-Entwürfe für das neue Spiegel+: endlich ein schlüssiges Konzept
Produkt-Chef Stefan Plöchinger , Logo-Entwürfe für das neue Spiegel+: endlich ein schlüssiges Konzept

Die Spiegel-Redaktion hatte bei der Vorstellung des künftigen neuen Digital-Bezahlmodells Spiegel+ Leser dazu aufgerufen, Feedback zu geben. 115 Leute sind in den ersten Tagen dem Aufruf gefolgt und sind Lob, Kritik und Anregungen losgeworden. Der Spiegel hat in seinem Entwickler-Blog die wichtigsten Fragen und Wünsche der Nutzer zusammengefasst. Dabei ergeben sich auch einige Neuigkeiten. So bleibt der Spiegel dem Online-Kiosk Blendle erhalten und es könnte ein (fast) werbefreies Spiegel+-Abo geben.

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Eine Frage der Nutzer bezog sich auf den Einsatz von AdBlockern, bzw. ob dies bei Spiegel+ möglich sein würde. Die Antwort der Redaktion:

Werbeblocker verhindern, dass wir Geld mit Anzeigen verdienen — das ist für unsere Finanzierung ein Problem, auch wenn wir durch Abos Erlöse über die Anzeigen hinaus erhalten. Zugleich verstehen wir, dass einige unserer Abonnenten diesen Wunsch haben. Wir denken deshalb über ein 95-Prozent-Werbefrei-Abo nach (100 Prozent sind wegen einzelner Integrationen zum Beispiel in Podcasts schwierig) bzw. über eine deutlich günstigere SPIEGEL+-Zusatzoption.

Das ist interessant. Gegen einen Aufpreis könnte also eventuell eine (fast) werbefreie Variante von Spiegel+ angeboten werden. Von Presse-Flatrates und Micropayment hält man dagegen eher wenig:

Ansätze für eine Presse-Flatrate haben in Deutschland bisher kaum funktioniert; über Portale wie Blendle erwirtschaften wir nicht genug Einnahmen — abgesehen davon, dass eine faire Aufteilung und überhaupt ein Konsens vieler verschiedener Medienhäuser, die aus guten Gründen ihre inhaltliche wie wirtschaftliche Diversität pflegen, schwierig zu organisieren wäre.

Nicht zuletzt weil man die Einnahmen aus dem bisherigen Micropayment-Angebot Spiegel Plus, das zusammen mit dem Dienstleister LaterPay realisiert wurde, als zu gering erachtet, setzt der Spiegel künftig komplett auf ein Flatrate-Abo. Trotzdem bleibt der Spiegel dem Online-Kiosk Blendle treu. Einzelne Spiegel-Artikel werden dort auch nach dem Start von Spiegel+ käuflich sein.

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Generell zeigte sich viele Nutzer sehr zufrieden mit dem neuen Konzept. Gelobt wurde vor allem die Vereinfachung der verworrenen Bezahl-Strukturen. Ein Nutzer regte an, so genannte “Rückhol-Artikel” einzuführen, also Artikel, die gesammelte Reaktionen zu bestimmten Stories veröffentlichen. Die Spiegel-Redaktion antwortete, dass es solche Artikel heute schon gebe aber diese vielleicht zu schlecht auffindbar seien. Die Kolumne von Harald Schmidt und das Duell zwischen den Spiegel-Kolumnisten Jakob Augstein und Jan Fleischhauer sollen in der neuen Bezahlversion erhalten bleiben.

Nachgedacht wird im Hause Spiegel auch über besondere Angebote von Spiegel+ für Bildungseinsrichtungen wie Schulen und Universitäten.

Fest geplant sind zudem exklusive Podcasts innerhalb des Bezahlangebots. Den Anfang wird der bislang nur bei Audible erhältliche Spiegel-Podcast “Sagen, was ist” machen. Für den jugendlichen Spiegel-Online-Ableger Bento sei kein Bezahlmodell geplant, dafür beim Spiegel-Schwester-Titel manager magazin. Das Wirtschaftsmagazin biete demnächst ein eigenständiges, digitales Premium-Abo an.

Starten soll Spiegel+ zum Beginn der Ferienzeit im Sommer, ein exaktes Datum gibt es nicht.

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Alle Kommentare

  1. “Umfangreiches Nutzer-Feedback zu Spiegel+….115 Leute sind in den ersten Tagen dem Aufruf gefolgt und sind Lob, Kritik und Anregungen losgeworden !
    115 …ist das jetzt viel oder wenig ?

  2. Vielen Dank, Sie sprechen mir aus der Seele! Diese Produkte, die ich um das frühere Flagschiff FAZ ergänze, sind nur noch Realsatire. Das ist wirklich wie die Aktuelle Kamera und der Schwarze Kanal zusammen gefasst…

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