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Tom Buhrow muss Stellung beziehen: WDR-Rundfunkrat beschäftigt sich mit Belästigungsvorwürfen

WDR-Intendant Tom Buhrow
WDR-Intendant Tom Buhrow

Die Vorwürfe sexueller Belästigung sind am heutigen Dienstag brisantes Thema im WDR-Rundfunkrat. Das Aufsichtsgremium hat dazu Intendant Tom Buhrow aufgefordert, bei seiner Sitzung zu den aktuellen Berichten Stellung zu beziehen. Die Rundfunkräte können im Anschluss auch Fragen stellen. Berichte des WDR-Intendanten gehören regelmäßig zu den Tagesordnungspunkten, wenn der Rundfunkrat zusammenkommt.

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Der WDR hatte zuletzt zwei Mitarbeiter nach Vorwürfen sexueller Belästigung freigestellt. Einer davon war der Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke. Im aktuellen Spiegel erheben sechs Frauen teils schwere Vorwürfe gegen Henke; die Vorwürfe reichen von 1990 bis mindestens 2015. Unter ihnen ist auch TV-Moderatorin und Bestsellerautorin Charlotte Roche. Gebhard Henke selbst ist nach seiner Freistellung selbst an die Öffentlichkeit gegangen und bestreitet alle Vorwürfe wegen sexueller Belästigung.

Der WDR hatte erklärt, allen Hinweisen mit Sorgfalt nachgehen zu wollen. Mitte April beschloss die WDR-Geschäftsleitung ein Maßnahmenpaket für eine bessere Prävention gegen sexuelle Belästigung. Zudem soll die frühere Gewerkschaftschefin und EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies prüfen, wie der WDR mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen ist. “Es sind Fehler passiert, ganz sicher», sagte Buhrow bei der Vorstellung der Personalie. “Es tut mir leid um jeden einzelnen Fall.” Allerdings glaube er nicht, dass grundsätzliche Defizite vorliegen, indem das Thema sexuelle Belästigung beim WDR ausgeblendet oder nicht ernst genommen worden wäre.

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In der Sitzung des Rundfunkrates am Dienstag stehen nun – neben anderen Themen wie die Informationsreise des WDR zur re:publica oder die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung – auch die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung auf der Tagesordnung. Darin heißt es zu dem Punkt “Bericht des Intendanten”: “Auch hat ihn der Rundfunkrat gebeten, zu den aktuellen Berichten über sexuelle Belästigungen im WDR Stellung zu beziehen. Im Anschluss stehen der Intendant und die Mitglieder der Geschäftsleitung, die ebenfalls an den Sitzungen teilnehmen, den Rundfunkrät/innen Rede und Antwort.” Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 14.15 Uhr in Köln.

Mit Material der dpa.

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