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Steigende Pensionskosten: Rechnungshof stellt dem Bayerischen Rundfunk ein mittelmäßiges Spar-Zeugnis aus

BR-Intendant und ARD-Vorsitzender: Ulrich Wilhelm
BR-Intendant und ARD-Vorsitzender: Ulrich Wilhelm

Der aktuelle ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm wirbt um eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags und warnt vor Programmeinschnitten. In seinem eigenen Haus, dem BR, muss er beim Sparen mit gutem Beispiel vorangehen. Finanzprüfer haben untersucht, ob dieser Anspruch in die Tat umgesetzt wurde.

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Der Bayerische Rundfunk (BR) hat seine Finanzlast aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter abgemildert, aber bis Ende 2020 droht noch eine Bilanzlücke von 400 Millionen Euro. Dies ergibt sich aus dem Bericht, den der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) am Dienstag in München veröffentlicht hat. Die Finanzprüfer würdigen darin den Sparkurs des öffentlich-rechtlichen Senders und fordern weitere Maßnahmen.

Dem BR sei es gelungen, bis Ende 2016 seinen ursprünglich geplanten Finanzbedarf um 102 Millionen Euro zu verringern. Er müsse aber “seine Strukturen weiter nachhaltig verschlanken und Geschäftsprozesse bei Produktion und Redaktionen weiter optimieren”, heißt es in dem Prüfberich. Wegen der niedrigen Zinsen werde die Pensionslast weiter steigen.

Das Grundgehalt des Intendanten Ulrich Wilhelm stieg von 2012 bis 2016 um 18 Prozent auf 366.656 Euro. Hauptgrund dafür war die Erhöhung der Bezüge mit Beginn der zweiten Amtszeit 2016. Wilhelm liegt damit weiter unter dem Jahresgehalt des WDR-Intendanten Tom Buhrow, der mit 399.000 Euro an der ARD-Spitze steht. Auf Bezüge in Aufsichtsgremien von Tochterfirmen und Beteiligungen des BR hat Wilhelm dem Bericht zufolge seit seinem Amtsantritt 2011 verzichtet.

Der Bayerische Rundfunk finanziert sich vor allem aus dem Rundfunkbeitrag. Bis 2020 ist er auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt. Im Jahr 2016 standen dem BR 883,6 Millionen Euro an Beitragsgeldern zur Verfügung. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei 5.375.

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