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Snap stürzt bei unter 11 Dollar auf neue Allzeittiefs: Analysten geben Snapchat-Mutter auf

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Die Bilanz des App-Anbieters mit dem Geister-Logo zeigt wenig Fortschritte

Das Gruseln will nicht enden. Nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen kam Snapchat an der Wall Street so schwer unter die Räder, dass die Aktie auf neue Allzeittiefs bei unter 11 Dollar abstürzte. Nicht nur, dass das Redesign, das Ende vergangenen Jahres ausgerollt wurde, von Nutzern nicht angenommen wurde – der Stories-App-Anbieter lebt auch weiter über seine Verhältnisse, wie die tiefrote Geschäftsbilanz beweist. Angesichts der Übermacht von Facebook werfen Analysten nun das Handtuch.

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Der Kylie Jenner-Indikator hat nicht getrogen. Im Februar setzte die jüngste Kardashian-Schwester einen Tweet ab, der Snap mehr als eine Milliarde Dollar kostete. Inhalt: „Öffnet Ihr Snapchat auch nicht mehr – oder geht es nur mir so? Oh, das ist so traurig“, ließ die 20-Jährige ihrem Frust über das Redesign freien Lauf.

Das war bei Kursen von knapp 19 Dollar. Seitdem hat die Snap-Aktie mehr als 40 Prozent ihres Wertes verloren. Kylie Jenner wurde ihrem Ruf als Influencerin damit erstaunlicherweise auch in Finanzdingen gerecht.

Verheerende Quartalsbilanz: Höhere Verluste als Umsätze

Die Börse folgte der Jenner-Einschätzung leicht verspätet nach Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen für das abgelaufene März-Quartal, die nach jeder Lesart verheerend ausfielen.

Während die Erlöse kleiner ausfielen als erwartet, lagen die Verluste im ersten Quartal 2018 über den Erwartungen: Bei Umsätzen von nur 231 Millionen Dollar verbrannte Snap in den ersten 90 Tagen des Jahres enorme 386 Millionen Dollar. Wie der Stories-Erfinder in der aktuellen Verfassung jemals in die Nähe der Profitabilität kommen will, wird der Wall Street immer mehr zum Rätsel.

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Analysten senken den Daumen

Entsprechend senken Analysten zahlreich den Daumen und stuften die Snap-Aktie in den letzten Tagen herab. Oppenheimer-Analyst Jason Helfstein korrigierte seine Anlageempfehlung gestern von “kaufen” auf “halten”. Begründung: Auf dem gegenwärtigen Niveau sei Snap schlicht “zu teuer”.

Tags zuvor hatte bereits Morgan Stanley den Daumen gesenkt und das Kursziel weiter zusammengestrichen: Statt 8 Dollar sieht die Wall Street-Institution nun sogar nur noch einen fairen Wert der Aktie bei 6 Dollar.

Kursverluste von bis zu 60 Prozent

Die Folge: Die ohnehin schon angeschlagene Snap-Aktie kam an der Wall Street nach Vorlage der Quartalsbilanz gehörig unter den Hammer. Ein Kurssturz von 22 Prozent und gestern weitere marginale Verluste schickten das Papier auf neue Allzeittiefs bei inzwischen sogar unter 11 Dollar. Nach den jüngsten Analysteneinschätzungen wäre das Schlimmste damit möglicherweise aber immer noch nicht überwunden.

Anteilsscheine von Snap haben damit gegenüber ihren Spitzennotierungen bereits mehr als 60 Prozent an Wert verloren und liegen nun schon 35 Prozent unter dem Ausgabekurs des vergangenen Jahres.

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